Woher kommt Pflücksalat?
Pflücksalat (Lactuca sativa var. crispa) gehört zur Familie der Korbblütler (Compositae). Ein Vorfahre war vermutlich der Stachel-Lattich (Lactuca serriola), der ursprünglich aus Vorderasien kommt.
So sieht Pflücksalat aus
Pflücksalat unterscheidet sich von Kopfsalat und anderen Salatarten in der Art seines Wuchses und der Form der Blätter. Er wächst nicht als ein Kopf, sondern als Blattrosetten. Die Blätter sind zwischen 20 cm und 30 cm groß und lassen sich einzeln von außen nach innen ernten. Pflücksalat kannst du im Vergleich zu Kopfsalat außerdem über einen deutlich längeren Zeitraum ernten.
Abhängig von der Salatsorte sind die Blätter hellgrün bis rotbraun. Es gibt Sorten mit glattem Rand, gekrausten Pflücksalat oder solchen mit eichenlaubähnlichen Blättern.
Ähnlich wie der Pflücksalat wächst auch der Schnittsalat in Büscheln. Diese erntest du, wenn sie noch sehr jung sind.
Der richtige Standort

Pflücksalat braucht einen sonnigen oder halbschattigen Platz im Beet.
Pflücksalat bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Er ist ein Schwach- bis Mittelzehrer und gedeiht daher am besten in einem lockeren, humusreichen Substrat mit vielen Nährstoffen.
Korbblütler sollten im Gemüsebeet nicht zwei Jahre hintereinander am selben Standort angebaut werden. Hast du in einem Beet vorher anderen Salat kultiviert, warte 2 bis 4 Jahre, bevor du den Pflücksalat an die gleiche Stelle säst.
Pflücksalat ist im Beet ein idealer Lückenfüller zwischen Möhren, Kohlrabi oder Bohnen. Auch Gemüse wie Radieschen, Kohlgemüse, Dill, Spinat, Rettich oder Rote Bete sind gute Begleitpflanzen im Beet.
Pflücksalat aussäen
Ab Ende Februar ziehst du Pflücksalat unter Glas oder Folie vor. Du kannst dafür Saatschalen nutzen und ihn anschließend in Topfplatten pikieren. Alternativ säst du gleich je zwei Samen in die Topfplatten.
Wartest du bis Ende März oder Anfang April, kannst du das Gemüse auch direkt ins Freiland säen. Am besten keimen die Samen bei Temperaturen um die 15 °C. Bei einer Aussaat in Reihen hältst du einen Pflanzabstand von etwa 25 cm ein. Oder du säst breitwürfig aus und vereinzelst die Jungpflanzen, sobald sie gekeimt sind.
Eine zeitlich gestaffelte Aussaat benötigst du nicht, da du Pflücksalat über eine längere Zeit Blatt für Blatt von außen nach innen ernten kannst.

Ab Ende März oder Anfang April säst du Pflücksalat direkt ins Freilandbeet. Halte einen Pflanzabstand von etwa 25 cm ein.
Pflücksalat pflanzen
Hast du dich für Setzlinge entschieden, halte einen Abstand von etwa 25 cm bis 35 cm zwischen den Pflanzen ein. Die einzelnen Reihen sollten mindestens 30 cm voneinander entfernt sein, damit der Pflücksalat ausreichend Platz hat.
Pflege des Pflücksalates
Achte darauf, den Pflücksalat regelmäßig zu gießen. Die tägliche Wassergabe ist vor allem in Trockenzeiten und sobald die Saat aufgegangen ist, wichtig.
Eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit im Boden und sorgt dafür, dass du weniger hacken musst. Die Zugabe von Dünger ist nur im Frühjahr vor der Aussaat oder dem Pflanzen notwendig.
Ernte und Verwertung von Pflücksalat
Es dauert etwa 4 bis 6 Wochen von der Aussaat bis zum Beginn der Ernte. Die Erntezeit selbst ist etwa ebenso lang.
Idealerweise erntest du die Blätter einzeln von außen nach innen und lässt das Herz des Pflücksalats stehen. Das besteht aus einem kräftigen Stängel, dessen Spitze neue Blätter nachtreibt. Auch nach der Blüte kannst du die Blätter weiter ernten.
Tipp: Besonders knackig ist der Salat, wenn du ihn am frühen Vormittag erntest und erst kurz vor der Zubereitung wäschst. Am besten verarbeitest du ihn noch am selben Tag. Sehr gut schmeckt Pflücksalat mit Tomaten, Gurken, Oliven, Käse und Paprika. Du kannst ihn als Beilage oder Hauptgericht servieren.

Ernte Pflücksalat von außen nach innen. Schneide also immer nur die äußeren Blätter ab.
Sortentipps
Die unterschiedlichen Sorten des Pflücksalates erkennst du an ihrer Blattfarbe und Blattform.
Der beliebte „Lollo rosso“ ist ein roter Salat mit langer Erntezeit. Die Sorte ist sehr aromatisch, benötigt aber genügend Pflanzabstand im Beet.
Rotbraune Blätter dagegen sind das Markenzeichen der Sorte „Amerikanischer Brauner“. Die gelbgrünen Blätter sind charakteristisch für den „Australischen Gelben“.
Sehr ertragreich und bis in den September hinein erntefähig ist die Sorte „Grand Rapids“.
Die Sorte „Red Salad Bowl“ ist ein roter Eichblattsalat, der als Pflücksalat gezogen ist. Die gelbgrüne Variante heißt „Salad Bowl“.
Krankheiten und Schädlinge
Pflücksalat ist für Schnecken aufgrund seiner gezähnten Blätter und seiner teils roten Farbe weniger attraktiv als andere Salatsorten wie beispielsweise Kopfsalat.
Generell ist Pflücksalat sehr widerstandsfähig gegenüber Schädlingen und Pflanzenkrankheiten. Nur gelegentlich kommen Blattläuse oder Viruskrankheiten vor.









