Peperoni trocknen
Chilis und Peperoni wachsen zuverlässig im eigenen Beet oder auf dem Balkon. Meist sind sie jedoch so ertragreich, dass du nicht alle Schoten frisch verarbeiten kannst. Die restlichen Früchte kannst du dann ganz einfach trocknen und zu Pulver oder Flocken verarbeiten. Mit diesen gibst du Soßen und Speisen eine scharfe Note.
Peperoni trocknen: Diese Sorten eignen sich
Welche Sorte du auch anpflanzt, zum Trocknen eignet sich in der Regel jede Peperoni- und Chiliart. Empfehlenswert sind jedoch dünnfleischige Sorten. Dazu zählen „De Arbol“, „Fireflame“, „Ring of Fire“ und „Thai Chili“. Auch Cayenne-Chilis lassen sich trocknen und zu Cayennepfeffer mahlen. Wichtig ist allein, dass die Schoten voll ausgereift und makellos sind. Reife Chilis erkennst du an ihrer roten Farbe.
Peperoni an der Luft trocknen

An einem warmen, luftigen Ort kannst du Peperoni trocknen. Schütze die Peperoni dabei vor Regen.
Am einfachsten kannst du Peperoni und Chilis an der Luft trocknen. Dafür brauchst du einen warmen, luftigen Ort, der vor Regen geschützt ist. Ein guter Platz ist zum Beispiel auf dem Dachboden bei geöffnetem Fenster.
Mit einer Nadel fädelst du die Schoten einzeln auf. Durchbohre dafür den Stiel der Frucht oder binde den Faden alternativ um den Stiel. Beachte jedoch, dass dieser ebenfalls trocknet und kleiner wird, weshalb die Peperoni unter Umständen herunter fallen. Hänge die Peperoni dann so weit auseinander wie möglich, damit sie sich nicht berühren und faulen.
Das Trocknen dauert rund drei bis vier Wochen, sofern der Ort warm ist, direkte Sonneneinstrahlung jedoch vermieden wird. Dünnfleischige Sorten trocknen nach drei Wochen komplett durch. Fleischige Sorten sind nach mindestens vier Wochen trocken. Wichtig ist, dass die Peperoni komplett durchtrocknen können. Bleibt in ihnen Restfeuchte erhalten, faulen sie schnell.
Peperoni im Ofen trocknen

Auch im Backofen kannst du Peperoni trocknen. So machst du die Schoten haltbar.
Schneller kannst du Peperoni und Chilis im Backofen trocknen. Kleine Schoten legst du dazu im Ganzen in den Ofen. Größere Peperoni schneidest du zuvor der Länge nach in zwei Hälften. Sind die Schoten zu scharf, entfernst du vor dem Trocknen die Kerne und das helle Gewebe. In diesen Fruchtteilen befindet sich die höchste Konzentration von Capsaicinoiden, die für die Schärfe in Chilis sorgt.
Die Peperoni trocknest du im Ofen, indem du sie auf ein Blech mit Backpapier legst. Dieses schiebst du anschließend in den Ofen bei 40 °C bis 60 °C Umluft. Ist der Backofen zu heiß, verbrennen die Peperoni. Damit die Feuchtigkeit der Peperoni entweichen kann, klemmst du einen Kochlöffel in die Ofentür. Nach sechs Stunden erhöhst du die Temperatur auf 70 °C bis 80 °C. Du erkennst fertig getrocknete Peperoni daran, dass sie leicht zerbröseln.
Für Peperoni und Chilis mit besonders dicker Schale eignet sich auch ein Dörrautomat, der für die Trocknung je nach Sorte der Früchte acht bis zehn Stunden bei rund 50 °C braucht.
Getrocknete Peperoni lagern und verarbeiten

Nach dem Trocknen sind Peperoni mehrere Jahre lang haltbar.
Nach dem Trocknen lagerst du deine Peperoni und Chilis in einem luftdichten Behälter. Stelle diesen an einen dunklen, kühlen und trockenen Ort, damit die Peperoni ihre fruchtige Schärfe behalten. So halten sie sich mehrere Jahre. Zeichnen sich dunkle Punkte oder Flecken auf den Peperoni ab, sind sie feucht geworden und müssen entsorgt werden.
Bevor du die getrockneten Chilis für Curry oder Eintöpfe verwendest, lasse sie für rund 30 Minuten in Wasser aufquellen. Brauchst du Flocken oder Pulver zum Würzen, schneidest du die getrockneten Schoten in kleine Stückchen oder mahlst sie in einem Mörser oder in einer Gewürzmühle.









