Wie sieht Kohlrabi aus?
Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Das Frühlingsgemüse stammt vermutlich aus Nord- und Nordosteuropa.
Die Pflanze ist zweijährig und bildet eine oberirdische Knolle, wenn der Stängel verdickt. Sie ist oval, plattrund oder rund. Aus der Knolle wachsen die essbaren Blätter langstängelig mit einem gezackten Rand. Das Laub hat je nach Art unterschiedliche Farben. Weißer Kohlrabi hat zum Beispiel hellgrünes Laub. Blauer Kohlrabi hingegen hat rotblaue Blätter. Diese Sorte wächst langsamer als die weiße, ist jedoch länger zart.
Kohlrabi pflanzen

Pflanze Kohlrabi an einem sonnigen bis halbschattigen Platz mit humusreichem und feuchtem Boden.
Von Mitte Februar bis Anfang März ziehst du das Gemüse in Saatkästen vor. Stelle sie auf die Fensterbank oder in ein Gewächshaus und lege sie als Folgesaat an, damit die Knollen nicht verholzen. Zum Keimen brauchen die Samen eine Temperatur von 18 °C bis 20 °C. Sobald sich Keimlinge entwickeln, stellst du die Saatkästen an einen kühleren Ort mit einer Temperatur von etwa 12 °C. Stehen die Sämlinge zu eng, pikierst du sie.
Ab Ende März bis Mitte April setzt du die Jungpflanzen ins Beet. Willst du im Spätherbst ernten, säst du Kohlrabi bis Anfang Juli und pflanzt ihn bis Anfang August. Setze die Setzlinge aber nicht zu tief, sonst faulen sie. Achte auf einen Pflanzabstand von 25 cm x 30 cm. Bei Riesen-Kohlrabi hältst du einen Abstand von 40 cm x 50 cm ein.
Fruchtfolge und Mischkultur
Kohlrabi braucht wenig Platz, weshalb er mit vielen Gemüsesorten in Mischkultur angepflanzt werden kann. Kombiniere ihn mit Gurken, Lauch, Sellerie, Radieschen oder Salat. Setze ihn aber nicht neben andere Kohlarten. Achte darauf, Kohlrabi im nächsten Jahr an einem anderen Standort zu pflanzen und eine Anbaupause von vier Jahren einzuhalten.
Kohlrabi richtig pflegen
Kohlrabi braucht einen gleichmäßig feuchten Boden. Dies ist vor allem wichtig für die Knollenbildung, da die Knollen bei Trockenheit verholzen. Decke den Boden mit einer Mulchschicht ab, um das Aufplatzen der Knolle durch starke Temperaturschwankungen zu verhindern. Dünge Kohlrabi nach der Aussaat mit Pflanzenjauche und wiederhole dies nach sechs Wochen. Halte den Boden locker und unkrautfrei.
Kohlrabi ernten
Kohlrabi ist nach acht bis zwölf Wochen reif. Ernte die Knollen, wenn sie einen Durchmesser von 8 cm bis 12 cm haben. Da nicht alle Knollen gleichzeitig reif werden, erntest du sie in mehreren Durchgängen.
Schneide die Knolle am Strunk mit einem Messer ab und entferne anschließend die äußeren Blätter. Die Herzblätter haben einen höheren Anteil an Vitamin C und Mineralstoffen als das Knollenfleisch und können frisch gegessen oder gedünstet werden. Kohlrabi lässt sich etwa eine Woche lang im Kühlschrank lagern oder alternativ einfrieren.

Kohlrabi-Sorten
Frühsorten erntest du bereits nach rund zwölf Wochen. Nach 16 bis 30 Wochen sind Spätsorten reif. Daneben unterscheidet man blattarme und blattreiche Sorten sowie weiße und blaue Sorten, die entweder oval, plattrund oder rund sind. Weißen Kohlrabi erntest du früher als den Blauen.
Möchtest du frühzeitig ernten, pflanzt du die weißen Sorten „Blaro“ oder „Lanro“. Bei der blauen Sorte bietet sich „Azur Star“ an. „Delikatess weiß“ und „Blauer Speck“ sind gute Sommer- und Herbstsorten. Ebenfalls für den Herbst geeignet ist „Superschmelz“. Dies ist ein zarter weißer Riesenkohlrabi, der bis zu 8 kg schwer wird.
Krankheiten und Schädlinge
Kohlrabi ist anfällig für Falschen Mehltau, den du mit Schachtelhalmjauche bekämpfst. Die Raupen des Kohlweißlings fressen Löcher in das Laub von Spätkohlrabi. Pflanze das Gemüse in einer Mischkultur, um das zu verhindern und schütze die Pflanzen mit einem engmaschigen Gemüseschutznetz. Bilden sich kugelförmige Wucherungen an der Hauptwurzel, ist Kohlrabi vom Kohlgallenrüssler befallen. Sortiere betroffene Jungpflanzen aus.









