
Gemüse vor Schädlingen schützen – Tipps & Tricks
Wer frisches Gemüse im Garten züchtet, der möchte die Erträge auch selbst ernten. Schnecke, Läuse und Co. mindern und beschädigen die Ernte und sollten dem Beet fernbleiben. Wir zeigen dir, wie du dafür sorgst.
Wie schütze ich mein Beet?
Bevor du eine große Ernte einfahren kannst, hast du viel Zeit, Geld und Nerven in dein Obst und Gemüse investiert. Deshalb willst du es schützen. Die beste Möglichkeit, dein Beet vor unerwünschten Gästen wie Schnecken und Läusen zu bewahren sind Zäune und Hindernisse. Aber auch das Wissen um die natürlichen Fressfeinde oder abwehrende Pflanzen können helfen, den Garten schädlingsfrei zu halten. Es gibt also nicht die eine Maßnahme, sondern eine Kombination von verschiedenen Maßnahmen. Der vermutlich wichtigste Tipp lautet: Kontrolliere dein Beet regelmäßig, ob sich Schädlinge drüber her gemacht haben. So kannst du schnell genug reagieren und geeignete Maßnahmen ergreifen.
Schutz vor Schnecken
Hochbeet

Ein Hochbeet hat nicht nur den Vorteil, dass sich gut als Frühbeet eignet und fast ganzjährig bepflanzbar ist, sondern dass es durch die Höhe auch den Schnecken erschwert, an das Gemüse zu kommen. Schnecken, die auf dem Weg nach oben zu deinem Gemüse sind, kannst du entspannt absammeln. Wenn du sicher gehen willst, montierst du ein Stahlblech mit einer abgewickelten Kante unterhalb der Oberkante des Beetes. Darüber hinaus ist ein Hochbeet auch eine rückenfreundliche Alternative zum klassischen Beet.
Barrieren um das Beet

In einem normalen Beet können sich Schnecken und andere Schädlinge ungehindert über das Gemüse hermachen. Hier kann ein Rahmen aus Brettern rund um das Beet eine erste Barriere darstellen. Die Funktionsweise ist hier analog zum Hochbeet. Der einfache und ungehinderte Zugang soll verhindert werden, gleichzeitig sollte das Beet für den Menschen noch gut zu bewirtschaften sein. Einen solchen Rahmen kannst du dir aus alten Brettern selbst zusammenschrauben. Verwende Kanthölzer in den Ecken, um die Bretter miteinander zu verschrauben.
Neben hohen Brettern kann man auch fertige Schneckenzäune kaufen. Sie bestehen aus verschiedenen Materialien wie Kupfer oder Kunststoff und erschweren den Schnecken den Zugang zu deinem Beet. Häufig werden sie rund um die Pflanzen ins Beet gesteckt oder an der Beeteinfassung montiert.
Kleine Tipps und Tricks
Schnecken sind nachtaktiv und benötigen viel Feuchtigkeit. So ist eine wirksame Maßnahme, dass man die Beete frühmorgens gießt und nicht abends. So haben die Schnecken weniger Feuchtigkeit zur Verfügung und sind weniger mobil. Statt die ganze Fläche zu gießen, empfiehlt es sich auch, dass man gezielt das Gemüse gießt, das auch das Wasser braucht. Das spart nicht nur Wasser, sondern hält auch Schnecken fern.
Ein altes Brett kann auch als Schnecken-Rückzugsort genutzt werden. Dann kannst du die Schnecken nach dem Gießen wegsammeln.
Alles gegen Blattläuse
Blattläuse sind wenige Millimeter große und grün, rotbraun oder schwarzbraun gefärbte Insekten. Die Insekten leben in größeren oder kleineren Gruppen auf ihren Wirtspflanzen, vorwiegend auf den jungen Blättern. Auf den Blättern stechen sie ihren Rüssel in die Pflanze und saugen den zuckerhaltigen Pflanzensaft heraus.
Allgemein gilt: Eine gesunde, ausreichend mit Nährstoffen, Wasser und Licht versorgte Pflanze ist weniger anfällig. Falsch gepflegte oder überdüngte Pflanzen hingegen sind häufig das Ziel von Blattläusen. Vermeide daher eine Überdüngung mit Stickstoff, denn vom gehaltvollen Pflanzensaft profitieren auch die Blattläuse.
Diversität im Garten und Beet

Für die Vorbeugung sind Mischkulturen im Garten sinnvoll, da Blattläuse gerne Pflanzen der gleichen Art besiedeln. Eine naturnahe Bewirtschaftung und größere Ansammlungen der gleichen Pflanzen vermeidest du besser. Kombiniere beispielsweise Rosen mit unterschiedlichen Stauden und lege deinen Gemüsegarten als Mischkultur an. Das kann nicht nur insgesamt den Ertrag steigern, wenn du eine bestimmte Fruchtfolge einhältst, sondern auch Schädlinge fernhalten. Auch der Lavendel genießt den Ruf, Blattläuse fernzuhalten.
Nützlingen ein Zuhause bieten

Fördere Nützlinge in deinem Garten! Um Gemüse vor Schädlingen schützen zu können, sind auch Nützlinge wie Schwebfliegen, Ohrwürmer und Marienkäfer im Garten wichtig. Mit Insektenhotels und Benjes-Hecken bietest du ihnen viele Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten und lockst die kleinen Helfer in deinen Garten. Ein Insektenhotel kannst du auch selbst bauen.
Ohrenkneifer sind in erster Linie sehr hilfreiche Nützlinge. Sie fressen Blattläuse und die Eier von Apfelwicklern, Milben und Gespinstmotten. Die Ohrenkneifer verlassen mit Einbruch der Dämmerung ihre Quartiere und stellen Insekten wie Blattläusen und Wicklerraupen nach. Ohrwürmer knabbern auch an Obst oder Gemüse. Dieses ist aber in der Regel faul oder vorgeschädigt, da die Insekten nur selten in der Lage sind, harte Fruchtschalen zu durchdringen.
Draht gegen Nager
Oft graben sich die Nagetiere ihre Gänge zu den verschiedenen Leckerbissen im Beet und knabbern sie von dort aus an. Aus diesem Grund sollte dein Hochbeet und im besten Fall auch dein normales Beet von unten mit einem Maschendrahtzaun abgesichert sein. Nur so kannst du ungeliebte Gäste fernhalten.
Nun ist das Beet von unten vor Nagetieren geschützt, von oben gelangen sie jedoch noch an die Pflanzen – immerhin sind Mäuse und Ratten hervorragend im Klettern. Daher bietet es sich an, auch von oben das Beet mit einem Gitter zu schützen.







