Woher kommen Buschbohnen?
Buschbohnen sind sogenannte Schmetterlingsblütler (Faboideae) und gehören zu den Gartenbohnen. Sie sind verwandt mit den Stangen- und Feuerbohnen. Ursprünglich kommt das Gemüse aus Mittelamerika und ist wärmeliebend. Du solltest sie deshalb erst ab Mitte Mai ins Freie pflanzen, wenn die Frostzeit vorbei ist.
So sehen Buschbohnen aus
Gärtner unterscheiden zwischen niedrig wachsenden Buschbohnen und kletternden Stangenbohnen. Buschbohnen werden nur etwa 30 cm bis 50 cm hoch. Die Pflanzen bilden kurze Stängel aus, an denen je drei Blätter in Herzform wachsen. Pro Stängel öffnen sich gegen Ende Juni drei bis fünf Blüten. Diese können violett, weiß oder gelb sein und je nach Sorte früher oder später blühen.
Der richtige Standort
Buschbohnen kommen mit fast allen Böden zurecht. Wichtig ist jedoch, dass er tiefgründig ist und eher kalkhaltig. Der Standort sollte an der Sonne oder im Halbschatten sein.
Buschbohnen pflanzen und aussäen

Achte beim Pflanzen der Buschbohnen auf den richtigen Abstand. 5 cm bis 10 cm sollten es zwischen den Samen sein.
Für eine frühe Ernte solltest du Buschbohnen im Gewächshaus vorziehen. So vermeidest du einen Bohnenfliegenbefall. Für die Aussaat benötigst du Töpfe mit einem Durchmesser von 8 cm bis 10 cm. Diese füllst du mit Komposterde und steckst jeweils vier bis fünf Samen etwa 2 cm tief hinein. Wässere die Aussaat danach.
Am besten keimen die Samen bei einer Temperatur von rund 20 °C. Zudem sollten die Töpfe hell stehen und die Erde feucht gehalten werden. Sind die Keimlinge ausgetrieben, muss mit dem Umzug ins Freie bis nach den Eisheiligen gewartet werden.
Die Samen können auch direkt nach draußen bis spätestens Mitte Juli gesät werden. Säst du in Reihen aus, legst du etwa 3 cm tiefe Saatrillen an. In diese legst du im Abstand von 5 cm bis 10 cm einen Samen. Zwischen den Reihen lässt du am besten 40 cm bis 50 cm Abstand.
Bei der Aussaat in Horsten legst du etwa fünf Samen in 3 cm Tiefe aus. So können sich die Keimlinge gegenseitig stützen. Die Horste sollten einen Abstand von 40 cm haben. Wird es im Frühjahr kalt, deckst du die Keimlinge mit einem Vlies oder einer Folie ab, um sie zu wärmen.
Buschbohnen pflegen
Bilden die Buschbohnen ihre ersten Keime, häufst du etwas Erde um den Keimling an. So werden die Pflanzen standfester und bilden mehr Wurzeln. Ab der Blüte solltest du die Bohnen gleichmäßig feucht halten. Auch gelegentliches Bearbeiten des Bodens mit einer Hacke wirkt sich positiv aus, denn damit zerstörst du die Puppen der Wurzelfliege. An den Bohnenwurzeln leben Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Luft binden. Daher ist ein zusätzlicher Stickstoffdünger nicht nötig.
Buschbohnen ernten und verarbeiten
Knipse die Buschbohnen bei der Ernte mit den Fingern ab oder nutze dafür eine Gartenschere.
Frühe Bohnensorten kannst du bereits Anfang des Sommers mit der Hand oder einer Gartenschere ernten. Das sollte etwa alle drei Tage getan werden, denn das regt die Bildung von neuen Fruchtansätzen an. Grundsätzlich musst du Buschbohnen vor dem Verarbeiten kochen. Einige Sorten kannst du auch trocknen wie die Sorten „Mariazellerbohne“ und „Borlotto“.
Die richtige Fruchtfolge für Buschbohnen
Gute Vorfrüchte für Buschbohnen sind alle Getreide-Arten und die Buschbohne selbst. Du kannst Buschbohnen dann bis zu drei Jahre lang am selben Ort kultivieren.
Die Pflanzen lassen sich gut zusammen mit Salat, Kohlgemüse, Sellerie, Rote Bete und Tomaten im Beet säen. Auch Bohnenkraut ist ein perfekter Pflanzpartner, da es gegen die Schwarze Bohnenlaus hilft. Dagegen solltest du sie nicht mit Erbsen und anderen Bohnen vergesellschaften.

Buschbohnen der Sorte „Purple Teepee“ entwickeln dunkelblau gefärbte Bohnen.
Mögliche Krankheiten der Buschbohne
Bei feuchtem Wetter macht sich schnell die Brennfleckenkrankheit bemerkbar. Den Pilz erkennst du an braunen Flecken mit dunklen Rändern an Stängeln und Blättern sowie Hülsen. Um der Krankheit vorzubeugen, solltest du nur hacken, wenn das Wetter trocken genug ist. Ist die Pilzkrankheit einmal ausgebrochen, solltest du drei Jahre lang keine Buschbohnen mehr am selben Ort anbauen.
Zu nasses Wetter und zu feuchte Luft sind Auslöser von Grauschimmel. Achte bei der Aussaat bereits darauf, dass genug Luft an die Pflanzen kommen kann.
Am meisten machen die Bohnenblattlaus und Schnecken der Buschbohne in jungen Jahren zu schaffen. Von Blattläusen wird außerdem der Bohnenmosaikvirus übertragen. Bei der Krankheit werden die Blätter so hell, sodass ein deutliches Mosaik zu sehen ist. Erkrankte Pflanzen solltest du entfernen. Wirke Blattläusen und Schnecken von Beginn an mit einem geeigneten Schädlingsbekämpfungsmittel oder Schneckenschutz entgegen.









