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Woher kommen Veilchen?

Veilchen (Viola) sind eine besonders große Pflanzengattung. Über 400 Arten zählen weltweit dazu. Hauptsächlich sind sie in der gemäßigten Zone auf der Nordhalbkugel zu finden.

Die Pflanzen sind krautig, ein- oder mehrjährig. Sie ist eher zierlich. Hierzulande sind das Duft-Veilchen (Viola odorata) und das Hunds-Veilchen (Viola canina) heimisch.

Das Alpenveilchen (Cyclamen) ist mit den Echten Veilchen übrigens nicht verwandt.

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Aussehen der Veilchen

Hornveilchen (Viola Cornuta-Hybriden) und Stiefmütterchen (Viola Wittrockiana-Hybriden) gehören zu den bekanntesten der vielen Arten. Sie haben mehrfarbige, große Blüten. Die Blütezeit ist lang, das Leben der Pflanze eher kurz.

Veilchen werden selten höher als 30 cm. Sie haben nierenförmige bis kreisrunde Blätter. Diese sind sehr weich, ebenso wie ihre Stängel. Sie brechen daher leicht ab.

Die fünfzählige Blüte ist typisch für Veilchen. Drei Kronblätter zeigen bei ihr nach unten und zur Seite, zwei stehen oben aufrecht.

Stiefmütterchen säst du im Sommer aus. Den Winter verbringen sie im Freien und zeigen dann im Frühjahr mehrere Monate lang ihre Blüten. Sind die Standortbedingungen ideal, werden sie mehrere Jahre alt. Allerdings blühen die Pflanzen schon nach dem ersten Jahr nicht mehr so kräftig.

Hornveilchen halten etwas länger. Sie sind aber auch nicht so robust wie Duft-Veilchen oder das Pfingst-Veilchen. Diese Blumen haben etwas kleinere Blüten, sind dafür aber recht anspruchslos in der Pflege.

Blühendes, lilafarbendes Veilchen

Veilchen blühen besonders lang. Die Pflanze an sich wird jedoch nicht sehr alt.

Der richtige Standort für Veilchen

Veilchen brauchen einen mäßig feuchten, humusreichen Boden. Der Pflanzplatz sollte absonnig oder halbschattig gelegen sein. Lasse den Boden nicht austrocknen. Sonst bilden sich weniger Blüten.

Veilchen pflanzen

Stiefmütterchen findet man häufig in Schalen und Kästen. Hier füllen sie ebenso wie in Beeten kleinere Lücken.

Mit anderen Pflanzen lassen sich Veilchen schwierig kombinieren. Der Grund dafür sind die oft mehrfarbigen Blüten. Mit gleichfarbigen Christrosen, Zier-Seggen oder Zwiebelblumen machen sie jedoch einiges her.

Veilchen pflegen

Gieße Veilchen bei anhaltender Trockenheit reichlich. Sie brauchen einen feuchten Boden. Hornveilchen und Stiefmütterchen in Töpfen oder Kübeln düngst du regelmäßig mit einem geeigneten Dünger.

Hornveilchen schneidest du nach der Blüte im Herbst mit einer sauberen Gartenschere ab. Teile sie außerdem alle paar Jahre nach der Blüte. So leben sie länger.

Veilchen im Garten verwenden

Eine Person pflanzt ein bläuliches Veilchen in die Erde

Veilchen kannst du im Garten vielseitig nutzen. Setze sie in einen Steingarten oder in ein Beet.

Hornveilchen lassen sich besonders vielseitig verwenden. Setze sie in Pflanzgefäße, Staudenbeete oder in einen Steingarten.

Die anderen Veilchen passen gut in einen Naturgarten oder an sonnige Plätze in einem Steingarten. Auch auf Gräbern machen sich die Blumen gut. Sie blühen früh und sorgen so schon im Frühjahr für Farbe auf der Grabstelle.

Pfingst-Veilchen verwendest du als Flächendecker im Garten. Sie vertragen Hitze gut und säen sich intensiv selbst aus.

Tipp: Veilchenblüten kannst du essen. Dekoriere damit Salate oder andere Gerichte.

Sortentipps

Das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) wächst auf kalkhaltigen Böden. Unter Laubbäumen bilden sich häufig große Tuffs. Im Garten eignet sich diese Sorte vor allem für naturnahe Bereiche.

Das Geteiltblättrige Veilchen (Viola palmata) kommt aus den nordamerikanischen Wäldern. Im Ziergarten breites es sich nicht so stark aus. Die Blüten stehen über handförmig geteiltem Laub.

Das Hohe Veilchen wird bis zu 30 cm hoch. Es ist das größte unter den Veilchen. In feuchten Wiesen und Gebüschen entwickelt es sich gut.

Das Pfingst-Veilchen „Freckles“ (Viola sororia) kommt aus England. Im Mai und Juni zeigt es seine weißen Blüten. Sie haben violette Sprenkel. Die rote Variante der Blume eignet sich gut für gemischte Tuffs und für die Unterpflanzung von Gehölzen. Diese Veilchen duften nicht.

Vom Duft-Veilchen gibt es gleich mehrere empfehlenswerte Sorten:

  • „Coeur d’Alsace“ ist eine alte, französische Auslese. Die Art blüht rot und roséfarben. Sie samt sich selbst aus.

  • „Princesse de Galle“ gibt es seit 1889. Die Pflanze riecht etwas weniger als andere Duft-Veilchen. Ihre Blüten sind dafür jedoch besonders groß. Sie stehen auf langen Stielen. Dadurch eignet sich das Gewächs auch als Schnittblume.

  • „Miracle Bride White“ hat weiße, duftende Blüten. Es macht sich gut am Gehölzrand.

  • „Mme Armandine Pages“ zeigt im April und Mai seine Blüten. Es wird bis zu 10 cm hoch.

  • „Sulphurea“ blüht ebenfalls im April und Mai und wächst bis zu 10 cm hoch. Es hat hellgelbe Blüten.

Das Parma-Veilchen (Viola suavis) hat zum Teil gefüllte Blüten. Der Duft ist intensiv. Die weiße Sorte „Hopleys White“ und die blaue Sorte „Parme d’Undine“ blühen im April bis Mai. Sie werden bis zu 15 cm hoch.

Nur schwach duftend ist „Vanilla“. Die hellgelben Blüten sind aber besonders attraktiv.

Pinkfarbene Duft-Veilchen der Sorte „Coeur d'Alsace“

Das Duft-Veilchen macht seinem Namen alle Ehre: Es verströmt einen besonders intensiven Duft.

Veilchen vermehren

Veilchen kannst du mit verschiedenen Methoden vermehren. Sowohl die Teilung als auch die Aussaat oder die Vermehrung über Stecklinge ist möglich.

Beim Hornveilchen und bei den Duft-Veilchen gibt es einige Zuchtformen, die du durch Aussaat sortenecht vermehren kannst.

Stimmt der Standort, breiten sich die Blumen auch durch Ausläufer aus. Ameisen verbreiten außerdem häufig die Samen.

Potenzielle Krankheiten und Schädlinge von Veilchen

Veilchen sind recht robuste Pflanzen. Staunässe und zu starkes Düngen sorgen hier und da allerdings für Stängelgrundfäule.

Veilchenrost tritt ebenfalls zeitweise auf. Die Veilchen-Blattrollmücke befällt vor allem die heimischen Arten. Sie verursacht allerdings nur einen geringen Schaden an den Pflanzen.

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