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Taglilien im Garten

Taglilien sind pflegeleichte und langlebige Gartenpflanzen, die im Sommer zahlreiche Blüten hervorbringen. Im Überblick erfährst du mehr über Aussehen, Pflege und Vermehrung der Pflanzen.

Woher kommen Taglilien?

Taglilien (Hemerocallis) gehören zur Familie der Tagliliengewächse (Hemerocallidaceae). Ursprünglich sind sie in Ostasien heimisch. In der freien Natur kommen sie auf Wiesen oder in Gebüschen vor. Sie bevorzugen frische bis feuchte Böden mit einem hohen Nährstoff- und Humusanteil.

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So sehen Taglilien aus

Taglilien blühen ab Ende Mai. Jede Blüte öffnet sich nur für einen Tag. Dafür bildet die Staude so viele Knospen, dass die Pflanze fast den gesamten Sommer über blüht. Die einzelnen hellgrünen Blätter können je nach Sorte zwischen 20 cm und 120 cm lang werden. Sie sterben bei den meisten Arten zum Ende des Sommers ab. Die Blütenstängel sind lang und dünn. Sie sind zudem oft etwas gebogen und ragen über das Laub hinaus.

Viele Wildarten der Taglilien erfreuen sich großer Beliebtheit als Gartenpflanzen. Darunter finden sich beispielsweise die Zitronen-Taglilie (Hemerocallis citrina), die Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva) oder Middendorffs Taglilie (Hemerocallis middendorffii).

Daneben gibt es zahlreiche großblumige Garten-Hybriden. Ihre stern- und glockenförmigen Blüten sind meist mehrfarbig. Abgesehen von reinem Blau, kommen unter diesen Hybriden nahezu alle Farbtöne vor. Sie bilden darüber hinaus kleine unterirdische Tochterknollen. Aus ihnen entwickeln sich über die Zeit große Horste. Daher solltest du für diese Staude etwa 1 m² Beetfläche einplanen.

Rote Blüten der Taglilie

Ab Ende Mai zeigen sich die Blüten der Taglilie.

Der richtige Standort für Taglilien

Als pflegeleichte Gartenpflanzen sind Taglilien anpassungsfähig und langlebig. Ist der Boden feucht genug, bevorzugt die Staude einen sonnigen Platz, kommt aber auch mit Halbschatten zurecht. Jedoch bildet sie dann deutlich weniger Blütenknospen. Vor allem die Züchtungen aus den USA haben den Ruf, etwas wärmebedürftiger zu sein. Sie bilden an kühleren, weniger sonnigen Standorten ebenfalls weniger Blüten.

An den Boden stellt die Taglilie keine besonderen Ansprüche. Es genügt ein humoser und durchlässiger Gartenboden. Dieser sollte jedoch nicht zu trocken sein.

Taglilien pflanzen

Taglilien pflanzen

Taglilien kannst du von April bis Oktober pflanzen. Wichtig ist ein nährstoffreicher Boden.

Die Pflanzzeit für Taglilien liegt zwischen April und Oktober. Allerdings bieten sich besonders das Frühjahr sowie der Herbst für das Pflanzen an.

Der Pflanzabstand sollte 50 cm bis 60 cm betragen. Auf 1 m² kannst du also vier Pflanzen setzen. Sonst kommen sich die Pflanzen mit ihren langen, schmalen und überhängenden Blättern in den Weg.

Taglilien bevorzugen einen eher nährstoffreichen Boden. Um diesen zu gewährleisten, reicherst du das das Pflanzloch mit etwas Kompost an. Mit einem geeigneten Komposter, kannst du diesen in deinem Garten ansetzen. Die Pflanze sollte so tief gesetzt werden, dass der Wurzelansatz mit etwa 3 cm bis 5 cm Erde bedeckt ist. Nach der Pflanzung gießt du die Pflanzen an und wässerst sie durchdringend.

Erfahre hier, wie du einen Kompost anlegst.

Pflege von Taglilien

Taglilien bevorzugen feuchte Substrate. Daher solltest du sie in Trockenphasen rechtzeitig und regelmäßig gießen. Sonst kann es passieren, dass die Taglilien ihre noch ungeöffneten Knospen abwerfen. Normalerweise verrottet das alte Laub im Winter. Ist das nicht der Fall, solltest du es im Frühjahr rechtzeitig vor dem neuen Austrieb entfernen.

Taglilien bilden große Horste. Diese musst du jedoch nicht regelmäßig teilen. Die Staude ist von Natur aus sehr langlebig. Werden die Horste jedoch zu groß, verkleinerst du sie am besten im Frühjahr oder im Spätsommer. Grabe sie dazu mit einem Spaten aus und teile sie in faustgroße Stücke.

Taglilien im Garten

Taglilien im Bauerngarten

In Bauerngärten werden Taglilien schon lange angepflanzt.

Taglilien haben in Europa eine lange Tradition als alte Bauerngartenpflanze. Daher gibt es auch eine sehr große Sortenvielfalt. Die Stauden werden häufig als Randbepflanzung von Gartenteichen genutzt. Dort kommen sie mit dem feuchten Boden bestens zurecht.

Tipp: Pflanze die Taglilien ans Ostufer. Der in Europa überwiegende Westwind weht welke Pflanzenteile so nicht ins Wasser.

Taglilien im Beet

Orange blühende Taglilie

Weltweit gibt es über 50.000 Sorten der Taglilie.

Die Gattung der Taglilien umfasst rund 20 immer- oder sommergrüne Arten. Durch Züchtungen sind weltweit mittlerweile mehr als 50.000 Sorten registriert.

Wegen ihrer geringen Ansprüche eignen sich Taglilien für die meisten Standorte von Beeten, von sonnig bis halbschattig. Unter lichten Gehölzen sind reine Taglilienbeete mit ihren ausladenden Trieben besonders dekorativ. Da die Stauden oft zu imposanten Größen heranwachsen, übernehmen sie in Beeten häufig die Funktion von Leitstauden.

Wildarten der Taglilie eignen sich besonders für Präriegärten, wo ihr zierlicher Wuchs zur Geltung kommt. Achte auch hier auf einen ausreichend feuchten Boden.

Taglilien vermehren

Einen gut eingewachsenen Horst kannst du teilen und verpflanzen. Am besten gelingt das im Frühjahr oder im Herbst. Zwischen der Teilung und dem ersten Frost sollten mindestens sechs Wochen liegen. Dann hat die Staude genügend Zeit anzuwachsen.

Für die Teilung gräbst du die komplette Taglilie aus und teilst sie mit einem scharfen Spaten. Am neuen Standort setzt du sie so tief ein, dass die Stelle zwischen Wurzeln und Blattfächern mindestens zwei Daumen dick mit Erde bedeckt ist. Nun musst du sie nur noch gut mit Wasser versorgen.

Eine andere Möglichkeit, Taglilien zu vermehren, ist die Aussaat. Die Erdschicht über den Samen, sollte noch einmal so dick sein, wie der Samen selbst. Auch hier musst du ausreichend wässern. Am besten gelingt die Keimung bei Tagestemperaturen um die 20 °C. Bei der Vermehrung durch Aussäen entstehen nur bei Wildarten sortenreine Pflanzen.

Eine Person teilt den Wurzelballen einer Taglilie mit einem Spaten

Taglilien lassen sich durch Teilung vermehren.

Schädlinge und Krankheiten der Taglilie

Vor allem junge und kleine Taglilien werden häufig von Schnecken angefressen. Diese hältst du mit einem entsprechenden Schneckenschutz fern. Auch Blattläuse, Gallmücken, Thripse und Schmetterlingsraupen zählen zu den Schädlingen der Staude. Eine der häufigsten Erkrankungen von Taglilien ist die Stängelfäule (Sklerotium), ein Pilzbefall.

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