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Feld mit blühenden Sonnenblumen

Sonnenblumen stehen symbolisch für den Sommer. Mit ihren großen, gelben Blüten sorgen sie außerdem für Farbe im Garten. In diesem Ratgeber erfährst du unter anderem, wie du die Sonnenblume pflanzt und pflegst.

Woher kommt die Sonnenblume?

Sonnenblumen (Helianthus) sind eine Pflanzengattung. Diese gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sonnenblumen sind ein- oder mehrjährig. Sie werden zwischen 25 cm und 300 cm groß.

Die Pflanzen stammen ursprünglich aus Nordamerika. Von dort kommen alle rund 65 Arten. Hierzulande ist die Pflanze vor allem für die Landwirtschaft wesentlich. Die Gewöhnliche Sonnenblume (Helianthus annuus) bauen Landwirte als Ölfrucht an.

Die Topinambur (Helianthus tuberosus) entwickelt essbare Knollen. Du kannst sie wie Kartoffeln zubereiten und essen. Außerdem wird daraus Schnaps gebrannt. Topinambur eignet sich wegen des geringen Stärkegehalts ebenfalls für Diabetiker.

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Wie sehen Sonnenblumen aus?

Blüte der Sonnenblume

Sonnenblumen ähneln in ihrer prächtigen Form und Farbe der Sonne, weshalb sie symbolisch für den Sommer stehen.

Die Blüten der Sonnenblume sind gelb bis orangerot. Sie öffnen sich im Sommer von Juli bis September und stehen einzeln oder in Gruppen.

Die Korbblüten erreichen einen Durchmesser von bis zu 30 cm. Die Blätter sind herzförmig bis lanzettlich und gegenständig.

Die einjährigen Sonnenblumen entwickeln oft nur einen kräftigen Blütenstiel. Die mehrjährigen Sorten wachsen horstig. Einige breiten sich auch über Rhizomknollen aus. Diese dienen der Pflanze außerdem als Überdauerungsorgan. Topinambur hat einen besonders starken Drang zur Ausbreitung.

Der richtige Standort und Boden für Sonnenblumen

Sonnenblumen stehen ideal an sonnigen Plätzen. Der Boden sollte nährstoffreich und nicht zu schwer sein.

Sonnenblumen im Garten nutzen

Sonnenblumen werden unter anderem gern in Bauerngärten angepflanzt. Auch in Präriebeeten machen sich die Blumen gut. Dort kannst du sie mit anderen Präriestauden aus Nordamerika kombinieren. Die einjährige Sonnenblume ist auch gut für eine Zaunbegrünung geeignet.

Auf dem Balkon kannst du niedrige Sorten der einjährigen Sonnenblumen in Töpfe pflanzen. Und auch als Schnittblume macht sich die Pflanze gut.

Sonnenblumen und andere Blütenpflanzen in einem Bauerngarten

Sonnenblumen wirken unter anderem in einem Bauerngarten besonders attraktiv. Hier bringen sie sommerliche Farbe ins Beet.

Hohe Sorten sorgen in Rabatten und entlang von Zäunen für einen schönen Hintergrund. Zusammen mit Zinnie, Herbst-Anemone, Studentenblume, Kapkörbchen, Mädchenauge, Schmuckkörbchen, Duftnessel, Löwenmäulchen oder Sonnenhut sind Sonnenblumen eine Bereicherung in jedem Garten.

Sonnenblumen kannst du auch gut mit Dahlien kombinieren. Die leuchtenden Blüten ergänzen die Dahlien wunderbar. Die Sonnenblume sorgt außerdem für wertvollen Windschatten.

Sonnenblumen sind auch an anderer Stelle als Wind- und Sichtschutz gut im Garten aufgehoben. Verstecke kahle Wände, Komposter oder Mülltonnen hinter den Blumen. Auf der Terrasse oder einem anderen Sitzplatz im Garten helfen die Blumen dir gegebenenfalls, deine Privatsphäre zu erhalten.

Kleinbleibende Sonnenblumen passen ebenfalls gut in Rabatten oder Beete. Einzeln gepflanzte große Sorten ziehen im Garten hingegen die Blicke auf sich.

Sonnenblumen schneiden

Im zeitigen Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt zum Schneiden der Sonnenblumen. Kürze sie dann bodennah ein. Die Samenstände kannst du als Winterschmuck verwenden. Die Samen nutzt du als Winterfutter für Vögel oder gegebenenfalls als Saatgut für die nächsten Jahre.

Sonnenblumen pflegen

Ein Mann gießt Sonnenblumen und andere Pflanzen auf einer wilden Wiese.

Sonnenblumen brauchen viel Wasser. Gieße sie daher regelmäßig und reichlich.

Sonnenblumen vertragen Trockenheit nicht gut. Gieße sie daher regelmäßig. Die langen Stiele stützt du mit Staudenstützen oder Stäben.

Teile Stauden-Sonnenblumen alle drei bis vier Jahre. So bleiben sie vital. Der richtige Zeitpunkt dafür ist das zeitige Frühjahr oder nach der Blüte im Herbst.

Sonnenblumen vermehren

Stauden-Sonnenblumen vermehrst du durch Teilung. Einjährige Pflanzen säst du im Frühling aus. Die Samen sammelst du im Sommer zuvor ein. Schütze die Samen an der Pflanze mit einem Beutel aus Gaze. Sonst fressen sie dir die Vögel weg.

Große Sorten der Sonnenblume

Die Sorte „Ring of Fire“ wird etwa 120 cm hoch. Sie trägt rot-gelbe Blütenblätter. Diese sind geflammt. Je Stängel entwickelt sie mehrere Blüten. Diese halten sich bis in den Herbst.

„Florenza“ wird bis zu 120 cm hoch. Sie hat purpurrote Blüten. Die Spitzen sind cremefarben.

„Prado Red“ ist dunkelrot und eine Schnittblumensorte. Etwa 150 cm wird sie hoch.

„Sunrich Orange“ hat wie der Name verrät orangefarbene Blüten. Das Zentrum ist dunkelbraun. Sie wird bis zu 170 cm hoch. Diese Sorte ist gut als Schnittblume geeignet.

Stauden-Sonnenblumen wie die „Monarch“, „Lemon Queen“ oder „Soleil d’Or“ werden ebenfalls etwa 170 cm hoch. Sie sind langlebig und eignen sich für warme, nährstoffreiche Standorte. Sie zeichnen sich durch die vielen, recht kleinen Blüten aus. Der Wuchs ist buschig.

Die Sorte „Maximiliani“ wird bis zu 250 cm hoch. Die Blüten erreichen einen Durchmesser von 8 cm. Sie sind dicht aneinandergedrängt.

Die Züchtungen „Titan“ und „King Kong“ werden sogar noch größer: Hier ist erst bei etwa 400 cm Schluss.

Sonnenblume der Sorte „Ring of Fire“

Die Sonnenblume der Sorte „Ring of Fire“ wird besonders hoch. Ihre Blütenblätter sind rot-gelb und damit sehr speziell gefärbt.

Kleine Sorten der Sonnenblume

Im Garten machen sich kleine Sorten der Sonnenblume besser als große. Du kannst sie in Töpfen und Beeten gut einsetzen.

Die Sorte „Sunspot“ blüht gelb, „Double Dandy“ ist halbgefüllt rot. Beide Sorten sind sehr standfest. In Rabatten, Kübeln und Balkonkästen machen sie sich gut.

„Pacino Lemon“ blüht in Zitronengelb. Schon acht Wochen nach der Aussaat zeigt sie ihre Blüten.

„Irish Eyes“ hat gelbe Blüten mit einer grünen Mitte.

Einige kleine Sorten haben sehr reichliches Laub. „Big Smile“ gehört dazu. Du kannst sie nebeneinander pflanzen und als niedrige Hecke nutzen.

Die Zwergsonnenblumen „Teddybär“ und „Gelber Knirps“ haben wuschelig gefüllte Blüten. Die Samen dieser Sorten darfst du nicht essen, denn die Pflanzen sind nur wegen einer Hormonbehandlung so klein.

Pollenfreie Sonnenblumen

Die Sorten „Mezzulah“, „Double Dandy“, „Sunrich Orange“ oder „Full Sun“ gibt es inzwischen meist pollenfrei zu kaufen. Da sie keinen Blütenstaub bilden, blühen diese Sorten länger. Pollenfreie Sonnenblumen sind vor allem für Allergiker geeignet. Hersteller geben an, dass die Pflanzen trotz der fehlenden Pollen Nektar produzieren. Ob das stimmt, ist allerdings unter Fachleuten umstritten.

Willst du Bienen und Hummeln in deinen Garten locken, nutzt du am besten ältere Sorten. Dazu gehören „Atlanta“, „Wolgograd“ oder „La Torre“.

Krankheiten und Schädlinge

Eine Schnecke auf einer Sonnenblume.

An jungen Sonnenblumen findet man recht häufig Schnecken. Kultiviere die Pflanzen vor, um sie vor Schneckenfraß zu schützen.

Besonders junge Pflanzen der einjährigen Sonnenblumen werden von Schnecken befallen. Schütze die Pflanzen deshalb vor Fraß. Kultiviere sie dafür in Töpfen vor. Diese stellst du dort auf, wo die Schnecken sie nicht erreichen können. Alternativ streust du gegebenenfalls Schneckenkorn.

Außerdem befällt hin und wieder Echter Mehltau die Blätter der Sonnenblumen.

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