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Rosa blühende Lupine mit einer Hummel.

Ob in einem Staudengarten oder zur Herstellung von eigenem Gründünger – Lupinen sind vielseitig im Garten einsetzbar. Erfahre hier, was du über die Pflege und Verwendung der Pflanze wissen musst.

Woher kommen Lupinen?

Lupinen (Lupinus) gehören zur Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae). Ihre Gattung beinhaltet rund 200 Arten. Ihre natürliche Heimat ist in Nordamerika.

Man unterscheidet zwischen einjährigen und mehrjährigen Lupinen. In den hiesigen Gärten hat sich die Stauden-Lupine (Lupinus polyphyllus) durchgesetzt. Vor allem aus Bauerngärten ist sie nicht wegzudenken, da sie schnell wächst und ab dem Frühsommer bis in den August hinein blüht. Im Beet sät sie sich selbst aus. Einjährige Sorten dienen der Gründüngung in Beeten und auf Ackerflächen.

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Wie sehen Lupinen aus?

Rosa und lila Lupinen wachsen als Stauden im Garten.

Lupinen werden je nach Art bis zu 3 m hoch. Hierzulande ist die Garten-Lupine meist 80 cm bis 120 cm groß, wobei allein die Blüten bis zu 50 cm ausmachen. Die Blüten öffnen sich ab Ende Mai und wachsen in endständigen Trauben oder Ähren. Dabei öffnen sich immer erst die unteren Blüten. Sie sind weiß und rosa bis rot, aber auch violett oder gelb. Zweifarbige Sorten sind ebenfalls möglich.

Das Laub ist handförmig gefiedert. Jedes Laubblatt besteht aus neun bis siebzehn lanzettlich geformten Blättern.

Der richtige Standort

Am besten gedeihen Lupinen an sonnigen Plätzen. Ist es zu schattig, blühen sie weniger und verlieren ihre Standfestigkeit. Der Boden sollte kalkarm und nicht allzu reich an Nährstoffen sein. Auch ist ein lockerer und leichter Boden von Vorteil, um Staunässe zu vermeiden.

Ab Mai säst du einjährige Lupinen direkt ins Freiland. Die Stauden pflanzt du im Frühjahr, da sie im Herbst schlechter anwachsen. Willst du sie im Kübel pflanzen, wähle eine kleine Sorte, damit sie bei Wind nicht umknickt.

Lupinen pflegen

Da Lupinen sehr hoch wachsen, stützt du die Blütenstängel, wenn es nötig ist. Ist die Pflanze abgeblüht, schneide die welken Teile mit einer Gartenschere ab, um die Blüte anzuregen.

Zu viel Dünger vertragen Lupinen nicht. Sie werden dann anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Besonders Dünger mit viel Stickstoff lässt die Wurzeln faulen. Damit die Stiele stabiler werden, düngst du mit Knochenmehl. Alle drei Jahre teilst du die Wurzelstöcke der Lupinen im Frühjahr. Dadurch bekommen die Pflanzen ein kräftigeres Wachstum und viele Blüten.

Lupinen im Garten

Russel-Hybride der Lupine wachsen als Staudenbeet im Garten.

Empfehlenswert für Staudengärten sind die sogenannten Russel-Hybriden (Lupinus polyphyllus). Besonders gut zur Geltung kommen Lupinen in kleinen Gruppen von drei bis zehn Pflanzen vor einer Hecke oder Gehölzgruppe.

Gute Begleiter sind zum Beispiel die Myrten-Aster (Aster ericoides), Sommer-Phlox (Phlox paniculata) oder Sonnenhut (Echinacea). In Landhausgärten passt die mehrjährige Vielblatt-Lupine zu Margeriten, Mohn, Schwertlilien und Nachtviolen. Große Blütenkerzen und leuchtende Farben bieten die Westcountry-Lupinen aus England.

Früher dienten die Samen der Blauen Lupine als Kaffee-Ersatz. Die heutigen Garten-Lupinen enthalten jedoch viele Alkaloide und sind damit giftig in allen Teilen. Nur die Samen speziell gezüchteter Sorten der Süßlupine werden für die Herstellung von Lebensmitteln genutzt.

Verwendung als Gründünger

Um Boden tiefgründig zu lockern und ihn mit Stickstoff anzureichern, kannst du einige Lupinen-Sorten für die Gründüngung verwenden. Sie sammeln Stickstoff aus der Luft und speichern ihn in den Wurzeln. Diese reichen tief ins Erdreich und lockern es damit auf.

Hierzu eignen sich die Schmalblättrige Lupine (Lupinus angustifolius), Gelbe Lupine (L. luteus) oder Weiße Lupine (L. albus). Du säst sie zwischen April und August mit Algenkalk oder Steinmehl aus. Spätestens nach dem Winter mähst du sie und lässt sie als Mulch liegen.

Zum Frühjahr hin arbeitest du die Pflanzenreste in den Boden ein. So entsteht Humus. Nach etwa vier Wochen kannst du das Beet dann wie gewohnt bepflanzen.

Welche Lupinen-Sorten gibt es?

In der Gattung der Lupinen gibt es zahlreiche Sorten. Weit verbreitet ist die sogenannte Schloss-Serie. Dazu zählen zum Beispiel die Sorten „Kronleuchter“, „Fräulein“ und „Edelknabe“. Sie wachsen 80 cm bis 100 cm hoch und blühen sehr ausdauernd.

Etwas weniger hoch werden die Sorten der Zwergigen Garten-Lupine (Lupinus-Nanus-Russel-Hybriden). Sie erreichen eine Höhe von etwa 50 cm bis 60 cm. Damit sind sie ideal geeignet für die Kübelhaltung.

Auch neuere Züchtungen wie die Westcountry-Serie findet ihren Weg in den Garten. Die Pflanzen sind zwei- oder sogar mehrfarbig. Obwohl sie sehr hochwachsen, bleiben sie standfest. Zu den Westcountrys gehören Sorten wie „Salmon Star“ oder „Masterpiece“.

Lupine der Sorte „Kronleuchter“ wachsen in einem Garten.

Lupinen vermehren

Lupinen vermehrst du in der Regel durch Samen. Die Aussaat bringst du zwischen April und Juli aus. Raust du sie vorher an und lässt sie 24 Stunden lang im Wasser quellen, keimen sie besser.

Willst du die gleiche Farbe einer Pflanze vermehren, sind Stecklinge das Mittel der Wahl. Dafür schneidest du im Frühjahr 5 cm bis 10 cm lange Triebe von der Pflanzenbasis ab. Du entfernst alle Blätter bis auf die obersten zwei. Die Triebe steckst du in ein lockeres Substrat, sodass sie zur Hälfte herausschauen. Nun stellst du die Stecklinge an einen warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung und hältst sie gleichmäßig feucht.

Innerhalb der nächsten vier bis sechs Wochen bewurzeln sich die Triebe. Dann kannst du sie vereinzeln und in Topferde umpflanzen. Weitere sechs Wochen später sind die Jungpflanzen dann so weit, um ins Freiland umzuziehen.

Jemand sät Lupinen in eine Anzuchtschale.

Krankheiten und Schädlinge

Die sogenannte Lupinenblattlaus bringt die Lupinen zum Umfallen. Ist der Befall gering, hilft Abspritzen mit einem scharfen Wasserstrahl. Ansonsten empfiehlt sich der Einsatz von Insektiziden.

Eine typische Krankheit, unter der Lupinen leiden können, ist die Anthraknose. Dabei sterben junge Triebe ab, es zeigen sich nekrotische Flecken an Blatträndern oder Stängeln und ältere Blätter bekommen Risse. Dann musst du die komplette Pflanze herausnehmen und entsorgen.

Auch Mehltau befällt Lupinen. Die Pilzkrankheit lässt sich mit handelsüblichen Fungiziden bekämpfen. Schnecken sammelst du von der Pflanze einfach ab.

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