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Grabbepflanzung mit Bodendeckern

Grabbepflanzungen gehören für viele Hinterbliebene zur aktiven Trauerarbeit. Mit den richtigen Pflanzen werden persönliche Ruhe- und Gedenkorte geschaffen.

Mit pflegeleichten Bodendeckern kannst du geschmackvolle Grabbepflanzungen anlegen, ohne dass wöchentliche Pflanzarbeiten anfallen. Auch Bodendecker blühen und ermöglichen so Gestaltungsspielraum.

Vorteile pflegeleichter Bodendecker

Grabbepflanzung mit Bodendeckern

Bodendecker wachsen zu einem Teppich auf dem gesamten Grab heran. Unkraut hat so keine Chance. Die Grabpflege wird erleichtert.

Bodendecker sind Pflanzen, die eher breit als hoch wachsen. Im Idealfall bilden sie einen dichten Pflanzenteppich und decken so den Boden ab.

Das verhindert zum einen, dass sich Unkraut ausbreitet. Zum anderen schützen sie die Erde vor Austrocknung und Auswaschung. So musst du selbst im Sommer deutlich weniger gießen.

Bodendecker bilden ohne viel Pflegeaufwand bis zu zehn Jahre lang eine hübsche Grabbepflanzung. Dabei reicht es, wenn du dich einmal pro Quartal um die Pflanzen kümmerst.

Im Frühling entfernst du den Winterschutz und Verblühtes. Im Sommer schneidest du die Bodendecker zurück und jätest eventuell vorhandenes Unkraut. Im Herbst entfernst du abgestorbenes Laub und im Winter machst du das Grab winterfest und kannst es dabei mit Zweigen dekorieren.

Dabei bedecken Bodendecker die Grabfläche keinesfalls in einem eintönigen Grün: Sie blühen, bilden Früchte und manche lassen im Herbst ihr Laub in leuchtenden Farben strahlen.

Stimmige Pflanzenwahl für die Grabbepflanzung

Grabbepflanzung vor einem Grabstein

Achte bei der Grabbepflanzung darauf, dass die Pflanzen den Grabstein nicht verdecken oder überwuchern.

Frühestens ein halbes Jahr nach der Beerdigung ist es Zeit, mit der Grabbepflanzung zu starten. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

Grabstein: Die Pflanzen sollten weder den Stein überwuchern noch die Schrift verdecken.

Standort: Welche Bedingungen finden die Pflanzen auf dem Grab vor? Liegt es sonnig oder im Schatten? Wie ist der Boden beschaffen? Ist er lehmig, feucht oder trocken?

Bodendeckende Gehölze sind langlebig und widerstandsfähig. Der Pflegeaufwand ist etwas höher, da sie ein- bis dreimal pro Saison geschnitten werden müssen. Sonst geraten sie außer Form.

Mit Stauden kannst du unkompliziert Farbakzente auf dem Grab setzen, denn sie bilden Blüten in unterschiedlichen Formen und Farben aus. Sommergrüne Stauden schneidest du im Herbst, spätestens im Frühjahr zurück. Immergrüne Stauden kommen meist ohne Schnitt aus.

Zwar sind Bodendecker wegen ihrer Pflegeleichtigkeit bekannt und wachsen meist recht schnell an, doch gerade in der Anfangszeit benötigen sie trotzdem regelmäßige Wässerungen, damit sie gut anwurzeln.

Achte darauf, genug Pflanzen einzukaufen, damit die Grabbepflanzung wirklich dicht wird. Der richtige Pflanzabstand variiert je nach Sorte.

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Fünf Bodendecker für Grabbepflanzung in der Sonne

Thymian als Grabbepflanzung

Auf sonnig gelegenen und trockenen Gräbern macht sich Thymian gut als Grabbepflanzung.

Kriechender Günsel (Ajuga reptans) ist robust und gut geeignet für feuchte Böden. Er wächst bis etwa 15 cm hoch. Die Blüten haben eine schöne violett-blaue Färbung. Pflanze etwa 16 Gewächse pro Quadratmeter.

Nur etwa 10 cm hoch wird das Katzenpfötchen (Antennaria dioica). Du erkennst es an den silbrigen Blättern und den zarten rosafarbenen Blüten. Dieser Bodendecker bevorzugt einen kalkarmen und trockenen Boden. Pro Quadratmeter benötigst du etwa 25 Pflanzen.

Stachelnüsschen (Acaena) werden nur bis zu 5 cm hoch. Zwar haben sie unscheinbare Blüten, die rötlich-gelben Früchte mit ihren charakteristischen Stacheln dagegen sind äußerst dekorativ. Im Winter braucht die Pflanze allerdings Schutz und muss abgedeckt werden. Stachelnüsschen kommen auch auf trockenem Boden zurecht. Pro Quadratmeter reichen elf Pflanzen für die Grabbepflanzung.

Deutlich höher wächst die Teppichkamille (Anthemis nobilis). Sie erreicht eine Höhe von bis zu 20 cm. Ihre weiß-gelben Blüten duften süßlich. An den Boden stellt die Teppichkamille keine Ansprüche, neigt aber zum Wuchern. Daher solltest du die Triebe im Frühling zurückschneiden. Pflanze etwa zehn Teppichkamillen auf einen Quadratmeter.

Mit 15 cm bleibt die Kaukasus-Teppich-Kamille (Matricaria caucasica) etwas kleiner. Sie ist in der Pflege ähnlich unkompliziert, duftet aber nicht.

Liegt das Grab nicht nur sonnig, sondern ist auch eher trocken, ist der duftende Thymian (Thymus) eine gute Wahl. Die rötlich-violetten Blüten und feinen Blätter lockern das dichte Grün optisch auf. Im Winter benötigt er einen Winterschutz, nach der Blüte einen Schnitt. Pro Quadratmeter reichen zehn Pflanzen für eine dichte Bodendeckung.

Fünf Ideen für eine Grabbepflanzung im Schatten

Schaumblüte als Grabbepflanzung

Die Schaumblüte wird bis zu 12 cm hoch und entwickelt besonders feine Blüten.

Das Dickmännchen (Pachysandra terminalis) wächst bis zu 20 cm in die Höhe. Ideal ist es für Gräber unter Laubbäumen. Im Herbst herabfallende Blätter überwuchern sie einfach, wodurch weniger Grabpflege anfällt. 20 Pflanzen pro Quadratmeter sorgen für eine dichte Bepflanzung.

Ein Klassiker für den Schatten ist der Efeu (Hedera helix). Er wird bis zu 20 cm hoch und muss im Frühjahr und Sommer geschnitten werden. Achte auf ausreichende Winterhärte, nicht alle Sorten sind frostfest. Es reichen zehn Pflanzen auf einem Quadratmeter.

Das Laub der Elfenblume (Epimedium) nimmt im Herbst eine ansehnliche Rotfärbung an. Im Sommer bildet der Bodendecker kleine rosafarbene oder gelbe Blüten. Verwelkte oder verblühte Pflanzenteile entfernst du von Hand. Für die Grabbepflanzung rechnest du mit zwölf Stück auf einem Quadratmeter.

Die Teppich-Golderdbeere (Waldsteinia ternata) wird maximal 10 cm hoch und verträgt trockene Böden sehr gut. Sie blüht gelb. Gelegentlich schneidest du sie zurück. Etwa 15 Pflanzen sind pro Quadratmeter ausreichend.

Mit großen Blättern und filigrane weißen Blüten setzt die Schaumblüte (Tiarella cordifolia) edle Akzente. Sie wird bis zu 12 cm hoch. Nach der Blütezeit sammelst du die verblühten Pflanzenteile vom Grab. Pro Quadratmeter setzt du zwölf Pflanzen.

Bodendecker auf dem Grab kombinieren

Grabbepflanzung auf einem großen Grab mit Trittstein.

Bei größeren Gräbern musst du die Grabbepflanzung genau planen, damit am Ende alles stimmig wirkt.

Planst du, mehrere Sorten von Bodendeckern zusammen auf das Grab zu pflanzen, sind bei der Gestaltung der Grabbepflanzung ein paar Dinge zu beachten.

Große Gräber: Großblättrige Pflanzen sind ideal für große Gräber. Bei kleinen Gräbern, etwa für Urnen, empfehlen sich kleinere, filigrane Pflanzen.

Farben: Wähle wenige unterschiedliche Farben oder solche, die im Verlauf gut zusammenpassen – etwa Weiß, Rosa und Violett. Harmonische Farbkombinationen sind für eine Grabbepflanzung meist besser geeignet, weil sie ruhiger wirken als knallige Farbakzente.

Muster: Setze die Pflanzen in Mustern, um auf dem Grab für eine individuelle Optik zu sorgen.

Saisonale Abwechslung: Du kannst Polsterstauden mit saisonalen Pflanzen kombinieren. So blüht im Sommer beispielsweise das Sternauge (Asteriscus maritimus) in sattem Gelb und kontrastiert auch mit seinem aufrechten Wuchs das Grün der Bodendecker.

Einige Kissenastern (Aster dumosus) zwischen den Bodendeckern sind ein schöner Blickfang im Herbst. Sie gibt es mit weißen, rosafarbenen und violett-blauen Blüten.

Wichtig ist, Pflanzen zu kombinieren, die mit den gleichen Licht- und Bodenverhältnissen auskommen.

Tipp: Bepflanzt du ein großes Grab, kannst du einige Trittsteine in die Grabbepflanzung einplanen. Das erleichtert dir Pflege und Pflanzung.

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