
Buntnessel – Eigenschaften im Überblick
Buntnesseln sind pflegeleichte Zierpflanzen für den Garten, den Balkon und die Terrasse. Wir zeigen dir im Ratgeber, wie du die beliebten Blumen pflanzt und pflegst.
Woher kommt die Buntnessel?
Die Heimat der Buntnessel (Solenostemon scutellarioides) liegt in den tropischen Gebieten Afrikas und Asiens. Von der Pflanze gibt es über 200 Arten. Das Gewächs gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Wie sieht die Buntnessel aus?
Die Buntnessel hat unterschiedlich farbliches Laub. Es zeigt sich von Gelb und Grün über Rot bis zu Violett. Oft ist die Blume mehrfarbig gemustert. Je nach Sorte haben die Blätter unterschiedliche Formen. Die meisten zeigen jedoch die typische Nesselform. Das Laub hat gewellte Ränder. Manchmal ist es stark geschlitzt.
Das Laub ist recht weich. Die Pflanze wächst bis zu 60 cm in die Höhe. Mit dem richtigen Schnitt wird sie buschig. Dafür stutzt du bereits Jungpflanzen von Beginn an. Entferne zusätzlich ältere und kahle Triebe.
Die meisten Sommerblüher wie Fuchsien, Geranien und Margeriten sind bei vielen Menschen beliebt. Allerdings brauchen sie ausreichend Pflege, damit sie stetig blühen. Weniger Pflegeaufwand verursacht die Buntnessel. Du musst zum Beispiel nicht immer das Verblühte entfernen.

Die Blätter der Buntnessel sind mehrfarbig. Die Form ist sortenabhängig, aber meist nesselförmig.
Blüten der Buntnessel
Im Sommer bildet die Pflanze zarte Blütenstiele. Sie haben kein besonderes Aussehen und auch keinen auffallenden Duft. Sie schwächen die Blume sogar. Ein Blickfang sind vielmehr die Blätter. Daher entfernst du die Blüten bereits im Knospenstadium.
Setze die Buntnessel in einen farblich passenden Topf in Einzelstellung. Alternativ pflanzt du sie in gemischten Gruppen.
Der richtige Standort
Pflanze deine Buntnesseln an einen Standort, der hell und ein wenig absonnig ist. Vermeide starke Sonneneinstrahlung. Diese kann die weichen Blätter verbrennen. Daher schattierst du die Pflanzen ein wenig. Der Pflanzort darf aber nicht zu dunkel werden. Dies mindert die leuchtende Blattfärbung.
Gießen, düngen und umtopfen
Buntnesseln brauchen große Gefäße und frische Blumenerde. Im Sommer gießt du die Blumen regelmäßig. Sie benötigen viel, möglichst kalkfreies Wasser. Die Pflanzen dürfen allerdings nicht zu lange im Wasser stehen.
Bei großer Hitze hängen die Blätter ab und zu schlapp herunter. Besprühe sie deshalb von Zeit zu Zeit mit Wasser.
Hole die Blumen im Winter ins Haus, damit sie die kalte Jahreszeit gut überstehen. Gieße sie währenddessen weniger.
Steht deine Buntnessel im Freien, düngst du sie während der Wachstumszeit einmal pro Woche. Dafür verwendest du Grünpflanzendünger. Hast du die Blume auf die Fensterbank gestellt, reicht es aus, wenn du sie alle zwei Wochen düngst.
Umtopfen musst du die Buntnessel nicht. Aus den Trieben ziehst du stattdessen neue Pflanzen. Mehrere Stecklinge setzt du anschließend in einen Topf. Aus ihnen wächst in einer Saison eine neue Blume.

Eine Buntnessel im Freien braucht während der Wachstumsphase viel Dünger. Denke einmal pro Woche daran.
Beliebte Sorten
Je nach Sorte gibt es die Buntnessel in unterschiedlichen Farben. Einige von ihnen haben frische gelbgrüne, andere leuchtend rote oder tiefviolette Blätter.
Wegen ihrer Pflegeleichtigkeit gewinnt die Blume immer mehr an Beliebtheit. Zudem lässt sie sich leicht vermehren. Als Folge gibt es immer neue Sorten der Pflanze. Dazu zählen auch mehrfarbige Exemplare.
Besondere Blattfarben bieten zum Beispiel „Fifth Avenue“ und „Abbey Road“ aus der „Mainstreet“-Serie. Sie wachsen außerdem recht kompakt. Daher eignen sie sich für auffällige Kombinationen mit anderen Pflanzen.
Es gibt von der „Mainstreet“-Serie auch sogenannte „Confetti Garden“-Mischungen. Die Mischung besteht aus drei Buntnessel-Sorten mit unterschiedlichen Blattfarben. Diese sind aufeinander abgestimmt.
Buntnesseln vermehren
Das Vermehren von Buntnesseln ist auch für Anfänger machbar. Am besten eignen sich Stecklinge, um neue Pflanzen zu erhalten. Im Sommer oder Herbst schneidest du die Triebspitzen ab. Verwende dafür ein Messer. Die Triebe sollten ein bis zwei Blattpaare haben.
Anschließend stellst du die Stecklinge in ein Glas mit Wasser. Nach einer Woche haben sich in der Regel neue Wurzeln gebildet. Stutze die Jungpflanzen mehrmals. Dadurch wachsen sie buschiger. Nach zwei Wochen topfst du die Pflanzen in Blumenerde um.
Vermehrst du die Blume im Herbst, stellst du die Jungpflanzen auf die Fensterbank. Die optimale Temperatur liegt zwischen 12 °C und 15 °C. Im Frühjahr stellst du die Buntnesseln ins Freie.

Vermehre Buntnesseln mit Stecklingen. Schneide sie im Sommer oder Herbst ab.
Krankheiten und Schädlinge
Krankheiten befallen die Buntnesseln selten. Sie sind robust. Empfindlich reagieren sie jedoch auf Staunässe. Ist am Standort die Luft zu trocken, breiten sich unter Umständen Spinnmilben auf den Blättern aus.







