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Trauerweide im Sonnenlicht am Ufer eines Sees.

Die Weide braucht wenig Pflege und hat einen hohen Wert für die Umwelt. Erfahre in unserem Ratgeber, wie du eine Weide in deinem Garten pflanzt und sie richtig pflegst.

So sehen Weiden aus

Es gibt bei Weiden eine Vielzahl von Wuchs- und Erscheinungsformen. Das liegt daran, dass die Gattung in so vielen Regionen der Welt zu finden ist. Außerdem neigen die Arten dazu, sich untereinander zu kreuzen.

Zur Vielfalt der Weiden gehören baumförmige Arten, zum Beispiel die aufrecht wachsende Silberweide (Salix alba) oder die überhängende Trauerweide (Salix babylonica). Auch strauchige Formen existieren: Dazu gehören etwa die Purpurweide (Salix purpurea) oder die Japanische Drachenweide (Salix sachalinensis „Sekka“).

Es gibt sogar Zwergformen, die sich als Bodendecker verwenden lassen. Dazu gehören die Stumpfblättrige Weide (Salix retusa), die Schweizer Weide (Salix helvetica) und die Japanische Kriechweide (Salix nakurama var. yezoalpina).

Charakteristisch für Weiden sind ihre hübschen, silbergrauen Kätzchen. Nur bei der Schwarz-Weide (Salix melanostachys) sind sie schwarz. Bei allen Weiden erscheinen die Kätzchen meist schon vor dem Laubaustrieb im März. Da Weiden zweihäusig sind, gibt es männliche und weibliche Exemplare. Die hübscheren Kätzchen bilden die männlichen Pflanzen: Zur Blütezeit sind sie von einem gelben Blütenstaub überzogen. Das macht die Pflanze im Frühjahr zu einer bedeutenden Nahrungsquelle für Bienen.

Blühende Weide mit gelben Kätzchen.

Ab März bilden Weiden an ihren Ästen Kätzchen aus. In der Blütezeit sind die Weidenkätzchen mit gelbem Blütenstaub überzogen.

Weiden pflanzen

Weiden sind Pioniergehölze: Sie sind überaus anpassungsfähig. Deshalb breiten sich oft auf Schotterebenen, an Flussläufen oder auf Halden aus. Meist stellen sie kaum Ansprüche an ihren Standort und wachsen sogar in nährstoffarmem Boden. Allerdings mögen sie es hell, sonnig und nicht zu trocken.

Als Containerware lassen sich Weiden das ganze Jahr über pflanzen. Frühling und Herbst eignen sich jedoch besonders. Lockere den Boden für die Weide vorher mit Sand oder Kies gründlich auf. Außerdem braucht der flachwurzelnde Baum ein großzügig bemessenes Pflanzloch. Gieße die Weide vor und nach der Pflanzung gut an.

So pflegst du Weiden

Da es die meisten Weiden feucht mögen, wachsen sie gern an See- und Flussufern. Sorge deshalb vor allem bei Jungpflanzen dafür, dass der Boden nicht austrocknet. Dabei hilft dir eine Mulchschicht oder eine Unterpflanzung, die der Weide nicht viel Konkurrenz macht. Wenn du Weiden dann im Frühling noch etwas Kompost oder Langzeitdünger gibst, wachsen sie prächtig und über viele Jahre. Mit einem Komposter kannst du den benötigten Kompost auch selbst herstellen.

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Weiden schneiden

Ein Mann schneidet eine kahle Weide mit einer Gartenschere.

Für Weiden stellen Rückschnitte kein Problem dar. Wie oft du Weiden schneiden solltest, hängt von der Art ab.

Weiden sind ausschlagfreudig und kommen daher gut mit Rückschnitten zurecht. Wie oft und wie stark du ein Exemplar schneidest, hängt von der jeweiligen Sorte ab.

Kopfweiden mit einem in etwa 2 m Höhe gekappten Stamm schneidest du alle drei Jahre im Spätwinter nach. Sonst werden ihre Triebe mit der Zeit zu schwer. Auch die Aststümpfe, an denen die Triebe entstehen, brechen unter Umständen auseinander.

Langtriebige Weiden wie die Mandelweide (Salix triandra) bearbeitest du regelmäßig mit der Garten- oder Baumschere. Sonst bilden die Pflanzen ihre langen, geraden Zweige nicht mehr aus.

Bei strauchig wachsenden Weiden wie Harlekinweide oder Purpurweide bringst du durch den Schnitt die Krone in Form. Schneide sie deshalb im Frühjahr leicht zurück und lichte sie aus.

Niedrig wachsende Weiden entwickeln sich wiederum mehr in die Breite als in die Höhe. Deshalb brauchst du sie in der Regel nicht zu schneiden.

Weiden im Garten

Ihre frühe Blüte macht Weiden zu einem unersetzlichen Nahrungslieferanten für viele Insekten. Insofern sind die Pflanzen ökologisch besonders wertvoll. Außerdem festigt ihr kräftiges Wurzelsystem Böden und Hänge.

An Teichen und Bächen geben vor allem Trauerweiden eine malerische Kulisse ab. Arten mit buntem Holz wie die Purpurweide sorgen im Winter mit ihrer roten Rinde für einen auffälligen Farbakzent. Wachsen Weiden strauchartig, eignen sie sich hervorragend für niedrige Hecken. In Naturgärten dienen Weiden als attraktive Gestaltungselemente, etwa in Form eines lebenden Zauns oder einer grünen Laube. In kleineren Gärten machen sich Weiden gut als Hochstämmchen. Dafür kommt etwa die Hängende Kätzchenweide (Salix caprea „Pendula“) infrage.

Gängige Weidenarten in Mitteleuropa

Hängende Kätzchenweide in einem Beet im Garten.

Die Hängende Kätzchenweide wird nur etwa 1,5 m groß. Ihren Namen verdankt sie ihren Ästen, die sie bis zum Boden herunterhängen lässt.

Da sich Weiden häufig untereinander kreuzen, lassen sich manche in der Natur entstandene Exemplare keiner bekannten Art zuordnen. Ihre einfache Fortpflanzung sorgt dafür, dass sich Weiden leicht züchten lassen.

Für Ziergärten ist so zum Beispiel die Hängende Kätzchenweide entstanden, die nur etwa 1,5 m groß wird und ihre Zweige bis zum Boden herabhängen lässt. Auch die Kugelweide ist eine Ziergartenzüchtung. Sie wächst zu einem kugeligen, 2 m breiten Strauch heran.

Große Exemplare wie die Trauerweide, die Kopf- oder Korbweide brauchen viel Platz im Garten. Die Sal-Weide, aus der fast alle Kätzchenweiden entstanden sind, wächst zu einem rund 7 m hohen, ansehnlichen Hausbaum heran.

Weiden vermehren

Weiden vermehrst du durch Steckhölzer. Weidenruten schlagen hervorragend in feuchtem Boden aus. Wässere deshalb im Frühjahr oder im Herbst lediglich einige fingerdicke Ruten für einen Tag. Danach steckst du sie so tief in die Erde, dass sie von allein stehen bleiben. Schon im Lauf des nächsten Frühjahrs treiben sie aus.

Wildarten lassen sich auch durch Aussaat vermehren. Allerdings sind die Samen nur kurz keimfähig. In einer Aussaatschale mit feuchter Anzuchterde keimen sie meist zuverlässig, wenn du sie an einem hellen Standort positionierst.

Mögliche Krankheiten bei Weiden

Hallimasch-Pilze sprießen aus dem Waldboden.

Hallimasch ist eine Pilzart, die manchmal Weiden befällt. Entferne die betroffenen Teile der Pflanze und entsorge sie im Hausmüll.

Weiden sind für eine Reihe von Krankheiten anfällig. Zum Beispiel löst ein Pilz Weiden-Anthraknose aus. Du erkennst die Krankheit an eingesunkenen, dunklen Brennflecken an Laub und Rinde. Bekämpfen lässt sie sich nur durch einen Rückschnitt bis ins gesunde Holz.

Bisweilen befallen die Weide auch Rostpilze, Schorf, Mehltau, Blattflecken oder Hallimasch. Entferne in diesem Fall die betroffenen Pflanzenteile und entsorge sie im Hausmüll.

Ebenso suchen Blattläuse, Gallmilben, Blattwespen, Weidenbohrer, Weidenholz-Gallmücken, Weidenschaumzikaden und Gespinstmotten gern Weiden heim. Für ausgewachsene Bäume sind diese Schädlinge meist harmlos. Nur bei einem äußerst starken Befall solltest du biologische Mittel gegen Schädlinge an Pflanzen einsetzen.

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