Hauptinhalt

Woher kommt der Zitronenbaum?

Ursprünglich kommt der Zitronenbaum (Citrus limon) aus China und Indien. Hier wird er schon seit über tausend Jahren gezüchtet.

Der Zitronenbaum wird auch Echte Zitrone genannt. Er gehört zur Gattung der Zitruspflanzen innerhalb der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Heute wird vermutet, dass der Zitronenbaum aus einer Kreuzung von Bitterorange (Citrus × aurantium) und Zitronatzitrone (Citrus medica) entstanden ist. Die Bergamotte (Citrus bergamia) ist eine enge Verwandte.

Die Pflanze wird weltweit als Schmuckpflanze wegen des Aussehens, aber natürlich auch aufgrund der Früchte angebaut. Der Zitronenbaum muss frostfrei überwintern.

Die Zitrone wird auch in der Naturheilkunde genutzt. Ihre ätherischen Öle sollen beispielsweise bei Insektenstichen helfen.

Wie sieht ein Zitronenbaum aus?

Der Zitronenbaum wächst rundlich, sparrig und eher in die Breite. Du kannst die Krone durch einen regelmäßigen Schnitt formen. Der Baum wird je nach Veredelung maximal 4 m bis 5 m hoch. An den jungen Trieben einiger Sorten sitzen Dornen. Zitronenbäume lassen sich auch am Spalier ziehen.

Die Blätter sind meist glänzend und immergrün. Sie sind länglich-oval und zugespitzt, am Rand leicht gesägt und sitzen an Stielen. Scheint Sonne auf die Blätter, verströmen sie ihr zitroniges Aroma, denn die Blätter enthalten ätherische Öle.

Die Knospen am Zitronenbaum sind rosa. Ab Mai öffnen sich daraus weiße Blüten, die ebenfalls intensiv fruchtig duften. Der Zitronenbaum wird durch Wind, Insekten und Selbstbefruchtung bestäubt.

Auch in Mitteleuropa trägt ein Zitronenbaum viele Früchte. Sie sind länglich-oval und zunächst grün, später werden sie gelb. Das Fruchtfleisch ist ebenfalls gelb.

Zitronen schmecken sehr sauer. Sie enthalten viel Vitamin C, Pektin und ätherische Öle, aber nur wenig Zucker. Du kannst die Früchte roh essen oder auf viele Arten verarbeiten.

Die Ernte ist bei Zitronen alternierend. Das heißt, dass auf ein Jahr mit reicher Ernte eines mit wenigen Früchten folgt.

Zitronenbaum mit vielen Früchten.

Ein einzelner Zitronenbaum kann reichlich Früchte tragen. Das gilt auch für Bäume in unseren Breiten.

Der richtige Standort

Wähle für den Zitronenbaum einen sonnigen, hellen und vor Wind und Regen geschützten Platz. Im Kübel gedeiht die Zitrone gut auf nach Süden ausgerichteten Balkonen und Terrassen. Auch im Wintergarten kannst du sie kultivieren oder samt Kübel ins Beet einlassen. Zitronenbäume sind jedoch nicht winterhart und müssen in der kalten Jahreszeit innen überwintern.

Stellst du den Zitronenbaum in die Nähe von Sitzplätzen, kannst du den angenehmen Duft genießen.

online-retail

Produkte im Shop finden

Finde eine große Auswahl an Kübelpflanzen im OBI Onlineshop

Der Boden für den Zitronenbaum

Setze die Zitrone in torffreie Kübelpflanzenerde oder spezielle Zitruserde. Sie enthält viel Humus und ist besonders durchlässig. Dadurch entwickelt sich der Zitronenbaum gut.

Zitronenbaum gießen

Gieße solltest du die Pflanze eher selten, aber dafür reichlich. In heißen Sommern kann es täglich nötig sein. Bevor du Wasser gibst, sollten die oberen 3 cm bis 4 cm der Erde trocken sein.

Verwende hartes, kalkhaltiges Leitungswasser zum Gießen. Vermeide Staunässe, sonst wirft der Baum die Blätter ab und die Triebspitzen sterben.

Zitronenbaum düngen

Eine Person gießt einen Zitronenbaum, neben dem Topf steht ein flüssiges Düngemittel.

Dünge deinen Zitronenbaum regelmäßig. Verwende dafür Grünpflanzen- oder Zitrusdünger.

Die Zitruspflanze braucht viel Stickstoff, aber wenig Phosphat. Dünge deshalb mit einem Grünpflanzen- oder Zitrusdünger. Im Frühjahr düngst du alle zwei Wochen, von Juni bis September einmal wöchentlich.

Zitronenbaum umtopfen

Topfe die Zitrone regelmäßig um, am besten im Frühjahr oder Frühsommer. Jungpflanzen setzt du etwa alle zwei Jahre um, ältere etwa alle vier Jahre. Neu gekaufte Zitronen topfst du ebenfalls um, denn sie stehen selten in der geeigneten Erde. Bei alten Zitronenbäumen verfährst du anders: Hier füllst du nur den Topf mit frischer Erde auf.

Wähle beim Umtopfen ein etwas größeres Pflanzgefäß und fülle Blähton als Drainageschicht über Tonscherben ein. Gib dann mit Sand aufgelockerte Zitruserde in den Topf. Lockere die Wurzeln der Pflanze und schüttle alte Erde heraus. Setze die Pflanze dann so in den neuen Topf, dass die Veredelungsstelle frei bleibt. Der Wurzelballen sollte maximal 2 cm unter dem Topfrand sein.

Gieße nach dem Umtopfen reichlich. Achte darauf, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann.

Logo grow by OBI

Let‘s grow together

Unsere Pflanzen werden liebevoll großgezogenen und sorgfältig ausgewählt. Damit du extra viel Freude an ihnen hast.

Zitronenbaum schneiden

Der Zitronenbaum verträgt Schnitte das ganze Jahr über gut. Größere Schnitte machst du jedoch am besten Ende Februar.

Wie alle Zitrus-Arten wächst auch der Zitronenbaum sparrig. Um die Krone aufzubauen, machst du einen kräftigen Mitteltrieb zum Haupttrieb. Befestige diesen an einem Stab. Drei bis vier weitere Mitteltriebe lässt du stehen, alle anderen entfernst du mit einer Astschere. Kürze die außenstehenden Seitentriebe und ziehe sie mit Schnur oder Draht in Position. So formst du eine attraktive Krone.

Ist die Krone gut gewachsen, entfernst du hin und wieder zu lang gewordene Triebe. Schneide sie ab und entferne über Kreuz wachsende Äste vollständig. So kommt viel Licht in die Krone.

Die Zweige, die Früchte getragen haben, schneidest du jedes Jahr um die Hälfte zurück. So bildet sich neues Fruchtholz. Schneide knapp oberhalb der Knospen oder Blätter und schräg in Wuchsrichtung.

Einen überalterten Zitronenbaum mit nur noch wenigen Blättern schneidest du auf 15 cm herunter. Danach treibt er wieder kräftig aus. Baue dann die Krone wie oben beschrieben auf.

Triebe unterhalb der Veredelungsstelle sind Wildtriebe. Entferne sie vollständig am Ansatz.

Mit einer Gartenschere entfernt eine Person trockene Blätter vom Zitronenbaum.

Schneide deinen Zitronenbaum regelmäßig. So bildet sich neues Fruchtholz, an dem Früchte wachsen.

Zitronenbaum überwintern

Hole den Zitronenbaum vor dem ersten Frost ins Winterquartier. Hier bleibt er bis zum April oder Mai. Das ideale Winterquartier ist 3 °C bis 13 °C kühl und eher dunkel. Es gilt: Je kälter der Standort ist, desto dunkler sollte er sein.

Gieße Zitronenbäume im Winter nach Bedarf, aber selten. Lasse den Wurzelballen nicht ganz austrocknen. Alternativ überwintert die Pflanze bei über 20 °C. Dann gießt und düngst du entsprechend weiter.

Zitronenbaum vermehren

Professionelle Gärtner vermehren den Zitronenbaum durch Veredelung durch Pfropfen oder Okulieren. Du kannst die Pflanze aber auch mit Stecklingen vermehren. Schneide im Frühjahr oder Herbst Kopfstecklinge ab. Sie sollten etwa ein halbes Jahr alt und unten leicht verholzt sein. Die Triebe tragen drei bis fünf intakte Knospen.

Nimm die unteren Blätter ab und tauche die Schnittstelle in Bewurzelungspulver. Stecke die Triebe dann in Anzuchterde, die du zuvor mit etwas Sand und Algenkalk vermischst. So wachsen die Stecklinge besser an. Gieße sie und decke sie mit einer transparenten Folie oder Haube ab.

Achte auf eine Bodentemperatur von 28 °C. Ein Platz auf der Heizung ist daher gut geeignet, alternativ nutzt du beheizbare Anzuchtkästen. Nach vier bis sechs Wochen entwickeln sich die Wurzeln. Nach dem Austrieb nimmst du die Abdeckung ab und setzt die Stecklinge in eigene Töpfe.

Eine Person erntet Zitronen.

Zitronen der Sorte „Lunario“ wachsen sehr schnell. Die Früchte werden nur blassgelb.

Sortentipps

Die dornenlose Sorte „Eureka“ ist besonders verbreitet. Sie hat rundliche, dunkelgrüne Blätter. „Meyer“ bildet kleine Früchte und eignet sich gut als Kübelpflanze. Sie wächst sehr kompakt und bildet weniger saure Früchte aus.

Buntes Laub hat die Sorte „Foliis Variegatis“. „Lunario“ wächst sehr schnell und hat nur wenige Dornen. Ihre Früchte sind blassgelb und lang gezogen.

Krankheiten und Schädlinge

Blattläuse sind ab Anfang Mai am Zitronenbaum zu finden, dunkle Rußtaupilze sind oftmals die Folge.

Im warmen, trockenen Winterquartier befallen häufig Spinnmilben und Schildläuse den Zitronenbaum. Die Spinnmilben erkennst du an den silbrigen Gespinsten. Schildläuse sorgen für braune Höcker auf den Blättern und an den Blattstielen. Woll- und Schmierläuse bilden wollige Gespinste in den Blattachseln und auf den Blattunterseiten.

Gelb verfärbte Blätter sind häufig ein Zeichen für Mangelerscheinungen. Oft fehlt Kalzium oder Eisen. Aber auch zu viel Dünger oder ausgelaugte Erde können der Grund für die gelben Blätter sein.

Steht der Zitronenbaum zu tief im Substrat, droht Wurzelhalsfäule. Bei unregelmäßiger Wässerung können die Früchte platzen.

Garten planen und gestalten mit dem Gartenplaner

Wenn du bei der Gestaltung deines Wunschgartens Hilfe benötigst, lass dich vom OBI Gartenplaner kostenlos beraten.

Das könnte dich auch interessieren