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Frische Kirschen liegen in Gläsern und Körben.

Kirschen schmecken direkt vom Baum gepflückt am besten, denn dann haben sie ein einzigartiges Aroma. Wir verraten dir, wann du deine Kirschen pflücken solltest und wie du die Früchte im Anschluss am besten lagerst.

Kirschen pflücken: Wann sind sie reif?

Der Reifegrad ist an der Farbe der Kirschen zu erkennen: Wenn die Früchte rundherum gleichmäßig sattrot gefärbt sind, kannst du in der Regel mit dem Pflücken deiner Kirschen beginnen.

Zusätzlich kannst du die Reife der Kirschen prüfen, indem du sanft an den Stielen zupfst: Lösen sie sich leicht vom Ast, sind die Kirschen reif und bereit für die Ernte.

Die Früchte auf der sonnenzugewandten Seite reifen naturgemäß schneller als diejenigen, die im Schatten hängen. Auch Kirschen oben im Baum werden schneller reif. Die anderen Steinfrüchte brauchen in der Regel nur einige zusätzliche Tage, um zu reifen.

Was sind die Kirschwochen?

Wann genau Kirschen reif und damit bereit zum Ernten sind, geben die sogenannten Kirschwochen an. Die wurden von dem Kirschpomologen Christian Truchseß von Wetzhausen zu Bettenburg bestimmt. Heute findet man sie in Pflanzenkatalogen und Sortenlisten, häufig abgekürzt mit KW. Eine Kirschwoche dauert 15 Tage.

Diese Kirschwochen beginnen dann, wenn die Kirschsorte „Früheste der Mark“ reif ist. Das ist ungefähr Anfang Mai der Fall. Allerdings ist es von Region zu Region unterschiedlich, weil Kirschen im Süden früher zum Ernten bereit sind als im Norden. Auch die Sorten „Rita“ und „Souvenir de Charmes“ können in der ersten Kirschwoche gepflückt werden.

In der zweiten Kirschwoche, etwa Ende Mai bis Anfang Juni, sind die Sorten „Burlat“ und „Kasandra“ erntereif.

Blühende Kirschbäume in einem Park

Wenn die Kirschbäume im Frühjahr üppig blühen, kannst du dich auf eine reiche Ernte freuen.

Reife Kirschen ab der vierten Kirschwoche

In der vierten und fünften Kirschwoche sind besonders viele Kirschsorten reif. Die bekannteren darunter sind „Große Prinzessin“ oder auch „Schneiders späte Knorpelkirsche“.

Etwas später folgen „Techlovan“ und „Katalin“ in der sechsten bis siebten Kirschwoche. Noch später reift die Sorte „Lapins“, die du erst ab der siebten und achten Woche pflücken kannst.

Kirschendiebe

Nicht nur wir erfreuen uns an den Kirschen, sondern auch viele Vogelarten wie Amseln oder Stare. Lege feine Netze über die Bäume, um die Steinfrüchte zu schützen. Diese kannst du bei der Ernte problemlos wieder entfernen.

Der Vorteil der Frühsorten ist, dass Kirschfruchtfliegen ihre Eier noch nicht gelegt haben, wenn die Kirschen reif sind. Daher sind die Früchte der ersten und zweiten Kirschwoche in der Regel madenfrei.

Kirschen richtig pflücken: So gehst du vor

Eine Person pflückt Kirschen von einem Baum.

Löst sich der Stiel der Kirsche leicht von dem Ast, ist die Kirsche reif für die Ernte.

Beim Pflücken von Kirschen ist es ratsam zu warten, bis sie wirklich reif sind. Erst dann haben sie den vollen Zuckergehalt und Geschmack entwickelt.

Pflücke die Kirschen zusammen mit dem Stiel. So bleiben sie länger frisch und verlieren keinen Saft. Wenn die Früchte ausgereift sind, kannst du den Stiel ganz einfach vom Ast abdrehen. Schneide sie alternativ mit einer Schere direkt unterhalb des Zweiges ab. So vermeidest du versehentliche Verletzungen des Fruchtholzes.

Wie kann man Kirschen lagern?

Im Kühlschrank halten sich Kirschen in einer eher flachen Schale etwa zwei bis drei Tage lang. Frierst du sie ein oder verarbeitest sie zu Marmelade, Saft oder Kompott, verlängert sich die Haltbarkeit um mehrere Monate.

Tipp: Die Kirschen aus den besonders sonnigen Baumteilen sind meist größer und eignen sich daher gut zum Einkochen oder auch Einfrieren.

Welche Sorten von Süßkirschen gibt es?

Bei Süßkirschen ist die Sorte entscheidend für das Aussehen und den Geschmack. Man unterscheidet zwei Typen:

  • Knorpelkirschen

  • Herzkirschen

Die Knorpelkirschen haben recht große Blätter und gelbes oder rotes, eher festes Fruchtfleisch. Die Sorte „Kordia“ ist eine dieser Süßkirschen.

Ernte Knorpelkirschen nicht zu früh. Die „Große Prinzessin“ und auch die „Hedelfinger“ schmecken bitter, wenn sie zu früh gepflückt werden.

Herzkirschen sind im Gegensatz zu Knorpelkirschen dunkel- bis schwarz-rot. Pflücke sie, sobald sie reif sind. Wartest du zu lange mit der Ernte, faulen die Herzkirschen.

Eine Frau hat Kirschen in ihrer Schürze gesammelt.

Nimm dir einen Korb oder sammle die Kirschen direkt in deiner Schürze. Achte lediglich darauf, dass die Früchte unbeschädigt sind, um Flecken zu vermeiden.

Welcher Kirschbaum ist der richtige für den Garten?

Kirschbäume sind in der Regel pflegeleicht. Dennoch gibt es einige Tipps, wie du den für dich perfekten Kirschbaum findest.

In einem großen Garten ist reichlich Platz für einen stark wachsenden Kirschbaum. Die „Große Schwarze Knorpelkirsche“ ist gut geeignet. Wichtig zu wissen ist, dass der Baum eine passende Befruchtersorte braucht. Hast du nur Platz für einen Kirschbaum, solltest du lieber eine selbstfruchtbare Sorte wie „Sunburst“ oder „Lapins“ wählen.

Für die Terrasse oder den Balkon eignet sich die Sorte „Garden Bing“. Diese Kirsche wächst besonders kompakt und nicht höher als 2 m.

Lass dich beraten, welche Kirsche die beste für deine individuellen Voraussetzungen ist. So kannst du dich auch schon bald über leckere Kirschen freuen.

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