
Kakibaum richtig pflanzen und pflegen
Für viele mögen Kakis – die Früchte des Kakibaums – exotisch klingen. Jedoch lassen sich einige Fruchtsorten des Kakibaums ganz einfach zuhause im heimischen Garten selber anpflanzen. Hier erfährst du, woher die Früchte kommen, wie du sie richtig anbaust, pflegst und erntest.
Herkunft des Kakibaums
Der Kakibaum (Diospyros kaki) gehört zur Familie der Ebenholzgewächse (Ebenaceae) und kommt ursprünglich aus Asien. Wörtlich übersetzt bedeutet der botanische Gattungsname "Götterfrucht". Oft wird sie auch Kakipflaume genannt, jedoch ist die Kaki nicht mit der Pflaume verwandt.
So sieht der Kakibaum aus
Der Kakibaum kann bei warmen Klima bis zu 8 m hoch werden. Aus der Ferne sieht er aus wie ein Apfelbaum, was an der rundlichen Krone und den ähnlich geformten Blättern liegen mag. Allerdings sind diese etwas größer als die des Apfelbaums: Sie besitzen eine glattere, glänzende Oberfläche. Im Herbst färben sie sich gelb bis orangerot.
Die Rinde des Kakibaums ist glatt und rotbraun. Weibliche Blüten besitzen vier große grüne Kelchblätter, die auch an der reifen Frucht noch zu erkennen sind. Wildformen der Kakipflaume kommen sowohl als zweigeschlechtliche (einhäusige) wie eingeschlechtliche (zweihäusige) Bäume vor.
Die glattschaligen Früchte des Kakibaums werden bis zu 500 g schwer. Sie sehen aus wie große Tomaten, sind aber etwas heller.

Bis zu 8 m groß wird der Kakibaum. Seine Krone ähnelt der eines Apfelbaums.
Der richtige Standort für den Kakibaum
In den USA werden sehr robuste Kakibäume gezüchtet, die in unseren Breiten allerdings frostempfindlich sind und einen möglichst warmen Standort benötigen, an dem sie vor kalten Ostwinden geschützt sind. Am besten gedeiht der Kakibaum in Deutschland in Weinbauregionen. Der Boden an seinem Standort sollte zugleich lehmig, durchlässig, humus- und nährstoffreich sein.
Kakibaum richtig pflegen
Weil der Kakibaum frostempfindlich ist, sollte er am besten vor einer nach Süden ausgerichteten Hauswand oder in einem Innenhof stehen.
Kakis werden im Frühjahr gepflanzt, damit die Bäume Zeit haben, einzuwurzeln. Dann gibst du deinem Kakibaum 2 bis 3 l Kompost pro m² auf die Baumscheibe. Anderen Dünger solltest du nur sehr sparsam einsetzen, da eine Überdüngung die Frosthärte des Kakibaums beeinträchtigt.
Ganz wichtig ist es, den Baum mit einem Weißanstrich vor Frostrissen zu schützen. Junge Pflanzen solltest du in strengen Wintern außerdem mit einer dicken Schicht aus Mulch und Laub schützen.
Viel Wasser braucht der Kakibaum nur im Sommer, wenn seine Früchte reifen. Außerhalb dieser Zeit kommt er auch mit kurzer Trockenheit zurecht.
Kakibaum schneiden
Der Kakibaum braucht keinen regelmäßigen Fruchtholzschnitt, da er am vorjährigen Holz blüht. Allerdings solltest du junge Bäume wie Apfelbäume in Form bringen: als Pyramidenkrone mit einem Mitteltrieb und drei bis vier Seitentrieben. So entwickelt sich die Krone gleichmäßig.
Am besten findet der Schnitt spät im Winter statt, wenn es nicht mehr zu starken Frösten kommt. Um Verzweigungen anzuregen, kannst du auch zu lange Jahrestriebe um die Hälfte kürzen.

Große Kakifrüchte können bis zu 500 g schwer werden.
Sortentipps für Kakipflanzen
Die Kakisorten, die in die heimischen Gärten gepflanzt werden können, haben meist kleinere Früchte und enthalten weniger Gerbstoffe als die im Handel erhältlichen Sorten. Am aromatischsten sind die 6 cm großen Früchte der Sorte „Nikitas Gift“. Wenn sie vollständig reif sind, sind sie süß und cremig-weich. Der Baum wird rund 3 m hoch und trägt schon im zweiten Standjahr Früchte. Der Kakibaum übersteht in der Regel sogar Temperaturen bis zu minus 20 °C.
Die amerikanische Sorte „Meader“ hingegen trägt etwas kleinere und flachere Früchte.
In Israel sind die großfrüchtigen Zuchtsorten als Sharonfrüchte bekannt. Diese enthalten zwar kaum Tannine, sind allerdings auch weniger winterhart. In der Regel lassen sie sich nur im Mittelmeerraum kultivieren wie in Spanien oder Italien.
Kakis ernten und verwerten
Fruchtsorten vom Kakibaum, die für den Anbau in unseren Breiten geeignet sind, sind teils einhäusig, zum Teil aber auch zweihäusig. Das wirkt sich auf ihren Ertrag allerdings kaum aus, denn alle heute angebauten Kaki-Fruchtsorten sind parthenokarp. Das heißt, weibliche Blüten bilden auch ohne Befruchtung Früchte, allerdings mit einem leeren Kerngehäuse.
Bei einhäusigen Sorten werden die Blüten auch zum Teil durch unterschiedliche Insekten befruchtet. Wie die meisten anderen Obstbäume auch werden die Fruchtsorten des Kakibaums vermehrt, indem sie veredelt werden. Ein einziger Kakibaum kann in guten Sommern bis zu 100 kg Früchte tragen.

Ab Oktober kannst du die Kaki ernten und genießen.
Kakifrüchte sind im Oktober erntereif. Meist hat der Baum seine Blätter dann schon abgeworfen. Die je nach Sorte orangefarbenen bis karminroten Früchte pflückst du möglichst vor dem ersten Frost. Idealerweise sind sie dann schon weich, bei 12 °C bis 15 °C reifen sie in zwei Wochen auch noch nach. Essbar sind sie erst im vollreifen Zustand, da dann die Bitterstoffe abgebaut sind und der süße Geschmack zum Vorschein kommt.
Kakis sind aufgrund ihres hohen Zuckergehalts von bis zu 20 % sehr kalorienreich und enthalten viele Ballaststoffe. Die Früchte sind reich an Provitamin A und Vitamin C, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe. Die traditionelle chinesische Medizin spricht ihnen daher eine hohe Heilkraft zu: Sie helfen gegen Magen- und Durchfallerkrankungen und wirken blutdrucksenkend.
Kakifrüchte lassen sich im kühlen Keller zwar ein paar Wochen lang lagern, am besten verbrauchst du sie aber möglichst schnell nach der Ernte. Aus Kakis kannst du Konfitüre, Fruchtpüree oder Saft machen.
Krankheiten beim Kakibaum

Kakibäume sind zwar widerstandsfähig, können jedoch auch von Schildläusen befallen werden.
Kakibäume sind sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten. Auch Schädlinge sind nur sehr selten zu finden. Ab und zu kannst du im Freiland Blattläuse an ihnen ausmachen. Bei Kakibäumen in Kübeln kann es hin und wieder zum Befall mit Schildläusen und Spinnmilben kommen.





