
Koniferen – Eigenschaften im Überblick
Koniferen und Nadelbäume sind keine Synonyme: Koniferen bilden eine eigene botanische Pflanzgruppe. Hier erfährst du, was Koniferen sind und wie du sie richtig pflegst.
Was sind Koniferen?
Koniferen gehören zu den Nacktsamern. Das heißt: Ihre Samen sind nicht von einem Fruchtknoten umgeben, sondern sie liegen offen hinter Zapfenschuppen. Der Name der Koniferen kommt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich „Zapfenträger“.
Oft werden Koniferen auch als Nadelgehölze bezeichnet. Genau genommen sind aber nicht alle Pflanzen aus dieser Gruppe Nadelbäume. So sind zum Beispiel Zypressengewächse ebenfalls Koniferen. Die Echte Zypresse (Cupressus), die Scheinzypresse (Chamaecyparis), der Lebensbaum (Thuja) und der Wacholder (Juniperus) tragen aber keine Nadeln. Stattdessen haben sie Schuppenblätter, die eng am Zweig anliegen.
Die meisten Koniferen sind immergrün. Es gibt aber Arten, die im Herbst ihr Laub verlieren. Dazu zählen Lärchen, Sumpfzypressen und Urweltmammutbäume.
Unter den Nacktsamern bildet der Ginkgo eine Ausnahme: Er gehört als einziger nicht zu den Koniferen. Statt Zapfen besitzt er einzigartige Blüten. Auch sein Laub unterscheidet sich deutlich von anderen Koniferen und Nadelgehölzen. Zudem ist der Ginkgo der einzige Nacktsamer, der zweihäusig getrenntgeschlechtig ist: Ein Ginkgobaum bildet entweder weibliche oder männliche Blüten.
Koniferen und Nadelbäume gibt es seit über 270 Millionen Jahren. Damit sind sie älter als Laubbäume und -sträucher. Sie haben die Wälder nach den großen Eiszeiten stark geprägt – zusammen mit Birken, Eichen und Haselnusssträuchern. Über die Jahrhunderte wurden sie wegen der schleichenden Erwärmung des Klimas von Laubgehölzen zurückgedrängt. Sie kommen nun vor allem in subpolaren und trockenen Klimazonen vor. Im Vergleich zu den meisten Laubbäumen sind Fichten, Kiefern oder Föhren und Tannen frosthärter. Kiefer und Zypresse wachsen auch auf mäßig trockenen Böden, auf denen Laubbäume nicht bestehen.
Die meisten Koniferen wachsen auf der Nordhalbkugel. Nur wenige Arten kommen auch auf der südlichen Erdkugel vor. Eine davon ist die Chilenische Araukarie aus den südamerikanischen Anden. Sie ist auch als Andentanne bekannt.
Koniferen-Gattungen für den Garten
Die Artenvielfalt ist bei Laubbäumen inzwischen größer als bei Nadelbäumen. Über die Jahrmillionen sind viele Arten der Nadelgehölze ausgestorben. Wuchsstarke Laubgehölze haben sie an ihren ursprünglichen Standorten verdrängt. Wie Funde aus Braunkohlegebieten belegen, gab es vor rund 65 Millionen Jahren noch deutlich mehr Nadelgehölze.
Hierzulande wuchsen früher sogar Mammutbäume und andere Arten, die heute nur noch in Nordamerika vorkommen. Viele der bewährten Arten und Gattungen haben aber inzwischen neue Zuchtformen hervorgebracht. Einige davon bieten sich auch für den Garten an.
Tannen

Tannen sind eine von vielen Koniferen-Gattungen. Sie werden häufig als Weihnachtsbäume verwendet.
In den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel wachsen Tannen (Abies) in der freien Natur. Weltweit gibt es etwa 40 Arten. Sie werden als Weihnachtsbäume, Forstgehölze sowie Zierbäume verwendet. Tannen haben gewisse Ansprüche an Klima und Umgebung: Sie vertragen keine Luftverschmutzung und auch keine trockene Hitze. Außerdem ist ein gleichmäßiger Wasserhaushalt im Boden wichtig, damit Tannen im Garten gedeihen.
Fichten

Fichten gehören zu den frostharten Koniferen. Man findet sie daher auch nördlich des Polarkreises.
Unter den Koniferen kommen Fichten (Picea) am besten mit Frost zurecht. Weltweit gibt es 50 Arten, die alle auf der nördlichen Halbkugel vorkommen. Nördlich des Polarkreises bilden Fichten das Herzstück der borealen Nadelwälder. Die Bäume wachsen im Flachland und im Hochgebirge bis zur Baumgrenze.
Zwischen Fichten und Tannen kann es zu Verwechslungen kommen. Als deutliches Unterscheidungsmerkmal kannst du die Wuchsform der Zapfen heranziehen: Fichten bilden hängende Zapfen. Sind sie reif, fallen sie in einem Stück zu Boden. Im Gegensatz dazu wachsen Tannenzapfen aufrecht. Sind sie reif, zerfallen sie in einzelne Teile. Dabei bleibt die sogenannte Zapfenspindel am Baum hängen und fällt erst später herunter. Sie hält die einzelnen Schuppen des Zapfens zusammen. Außerdem sind die Nadeln der Fichte steifer und stechen. Tannennadeln sind hingegen weicher und vergleichsweise biegsam.
Kiefern

Zur großen Familie der Kieferngewächse zählen weltweit mehr als 100 Arten.
Eine der beiden großen Familien der Koniferen sind die Kieferngewächse (Pinaceae). Von der Kiefer oder Föhre (Pinus) gibt es weltweit über 100 Arten. Damit ist sie die umfangreichste Gattung. Kiefern kommen ebenfalls verstärkt auf der Nordhalbkugel vor. Es gibt jedoch auch Arten in Südasien, die südlich des Äquators wachsen.
Einige Kiefernarten sind hierzulande heimisch und bieten sich für den Garten an. Sie vertragen auch sommerliche Hitze und trockene Standorte. Die Nadelbäume zeichnen sich meist durch einen hohen Wuchs aus. Es gibt aber auch Kiefern, die kissenförmig, gedrungen oder rundkronig wachsen.
Lebensbäume

Die immergrünen Thujen sind als Heckenpflanzen beliebt. Sie bieten sich für den Formschnitt und als Sichtschutz an.
Weltweit unterscheidet man fünf Arten von Lebensbäumen oder Thujen, die in Nordamerika und Ostasien beheimatet sind. Hierzulande ist Thuja eine beliebte Heckenpflanze mit zahlreichen Züchtungen.
Thujen eignen sich besonders gut für immergrüne Hecken und als Formgehölz. Dafür kommen meist unterschiedliche Sorten des Abendländischen Lebensbaums (Thuja occidentalis) zum Einsatz. Eine Lebensbaum-Hecke ist ein zuverlässiger Sicht- und Windschutz: Auch im Winter bleibt sie blickdicht.
Thujen sind unempfindlich gegen Frost. Dies gilt insbesondere für die nordamerikanischen Arten Thuja occidentalis und Thuja plicata.
Scheinzypressen

Scheinzypressen eignen sich als Formgehölze, um interessante Akzente im Garten zu setzen.
Weitere für den Garten geeignete Koniferen sind die Scheinzypressen (Chamaecyparis). Weltweit gibt es fünf Arten, wovon zwei in Nordamerika und drei in Ostasien beheimatet sind.
Die nordamerikanische Nootka-Scheinzypresse (Chamaecyparis nootkatensis) gehörte früher ebenfalls zur Gattung der Scheinzypressen. Inzwischen bildet sie gemeinsam mit Xanthocyparis vietnamensis eine eigene botanische Gattung: Xanthocyparis.
Die Auswahl an Scheinzypressen für den Garten ist groß. Die mutationsfreudige Pflanze hat zahlreiche neue Züchtungen mit diversen Laubfarben hervorgebracht.
Genutzt wird die Scheinzypresse für Hecken und als Formgehölz. Sie steht unter anderem in Gärten, Parkanlagen und auf Friedhöfen. Dabei kann es zu Verwechslungen mit dem Lebensbaum kommen. Am einfachsten unterscheidest du die beiden Koniferen anhand ihrer Zapfen. Die Scheinzypresse hat kugelrunde und holzige Zapfen. Sie erinnern an die der Echten Zypresse (Cupressus sempervirens), sind aber kleiner. Die Zapfen des Lebensbaums sind hingegen länglich und die Schuppen weicher.
Wacholder

Wacholder kommt mit kargen, trockenen Böden zurecht.
Mit gut 60 Arten ist der Wacholder (Juniperus) die artenreichste Gattung innerhalb der Familie der Zypressengewächse. Wacholder kommt auch in den arktischen Klimazonen vor. Einige Arten findet man in den Subtropen. In Mitteleuropa ist der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) als einziges Zypressengewächs heimisch. Er ist aber auch in Nordafrika, Nordamerika und Zentralasien weitverbreitet.
Gemeiner Wacholder kommt natürlich vor allem in Heidelandschaften vor, da er auch mit kargen und trockenen Böden zurechtkommt. Für den Anbau im Garten werden verschiedene Arten und Hybride angeboten, die sich in ihrer Wuchsform teils stark unterscheiden. Einige Arten wachsen flach und eignen sich damit als Bodendecker. Andere zeichnen sich durch einen schlanken, hohen Wuchs mit schmaler Krone aus.
Heimische Koniferen
Hierzulande sind einige Koniferen heimisch. Sie wachsen meist an Grenzstandorten wie kargen Heidegebieten, windigen Dünen oder steilen Berghängen. Im Gegensatz zu Laubbäumen vertragen Nadelgehölze die dort vorherrschenden klimatischen Bedingungen und eher trockenen, nährstoffarmen Böden besser. Wir zeigen dir die wichtigsten heimischen Arten.
Gemeine Fichte

Die Gemeine Fichte wird bis zu 600 Jahre alt und erreicht dabei eine Höhe von bis zu 60 m.
Schnelles Wachstum und ein gerader Stamm zeichnen die Gemeine Fichte (Picea abies) aus. Sie ist auch als Rotfichte bekannt. Die Gemeine Fichte ist ein wichtiges Nutzholz und gilt auch als „Brotbaum der Forstwirtschaft“. Sie hat außerdem einen großen Anteil am heimischen Waldbestand und kann bis zu 600 Jahre alt werden.
Dabei erreicht der Nadelbaum in der Regel eine Höhe von 20 m bis 40 m. In Ausnahmefällen wird eine Fichte bis zu 60 m hoch. Die spitzen, vierkantigen Fichtennadeln sind kreisförmig um den Zweig angeordnet. Mit der Samenreife hängen bis zu 15 cm lange Zapfen von den Zweigen, die vom Baum schon bald im Ganzen abgeworfen werden.
Fichten sind Flachwurzler und somit windanfällig. Vor allem größere Arten benötigen daher einen windgeschützten Standort im Garten.
Weißtanne

Charakteristisch für die Weißtanne sind die bläulich-weißen Wachsstreifen auf der Unterseite der biegsamen Nadeln.
Die Weißtanne (Abies alba) erreicht Wuchshöhen von bis zu 50 m, im Einzelfall bis zu 65 m. Der Nadelbaum gedeiht auch an schattigen Standorten und verträgt frostige Temperaturen. Die Weißtanne ist mit einer langen Pfahlwurzel tief im Erdreich verankert und dadurch kaum sturmgefährdet. In Mischwäldern tragen Weißtannen, die mehr als 500 Jahre alt werden können, mit ihrem tiefgreifenden Wurzelsystem zum Bodenschutz bei.
Die Tannennadeln sind flach, biegsam und fast weich. An der Unterseite haben sie zwei weiße Spaltöffnungsstreifen. Die walzenförmigen, bis zu 20 cm langen Tannenzapfen stehen aufrecht auf den Zweigen und bleiben dort, bis sie im Herbst zerfallen und so die Samen freigeben.
Waldkiefer

Die Waldkiefer ist auch als Rotföhre bekannt. Der Name geht auf die rötlich-orange gefärbten Stamm- und Astbereiche zurück.
Obwohl die Waldkiefer (Pinus sylvestris), die auch als Rotföhre bekannt ist, nicht sehr konkurrenzstark ist, findet man den Nadelbaum hierzulande in zahlreichen Wäldern in unterschiedlichster Höhenlage. Der Baum ist von forstwirtschaftlicher Bedeutung und wird so gezielt angepflanzt. Dabei kann er bis zu 500 Jahre alt werden. Ihren Trivialnamen hat die Rotföhre der Rotfärbung im oberen Stammbereich zu verdanken.
Waldkiefern besitzen einen schlanken Stamm von bis zu 1 m Durchmesser und können bis zu 50 m hoch werden. Der Nadelbaum bildet eine kegelförmige bis schirmförmige Baumkrone aus und hat bis zu 6 m lange Nadeln, die paarweise angeordnet sind. Die starren, spitzen Nadeln sind grün, grau oder gelblich, die Zapfen kurz und eiförmig.
Die Waldkiefer gedeiht auf moorigen Böden, aber auch in trockener Umgebung auf felsigem oder sandigem Untergrund. Bei Bedarf dringt die Pfahlwurzel selbst in tiefer gelegene Bodenschichten vor, um den Baum mit Wasser zu versorgen.
Zirbelkiefer

Die Zirbelkiefer ist im Alpenraum weitverbreitet und kann bis zu 1.000 Jahre alt werden.
Die Zirbelkiefer (Pinus cembra), auch einfach nur Zirbel oder Zirbe, wächst im alpinen Raum in Höhenlagen ab etwa 1.500 m, wo sie Wuchshöhen von bis zu 25 m und ein Alter von bis zu 1.000 Jahren erreicht. Du erkennst die Zirbelkiefer an den fünfblättrigen Nadelbüscheln. Charakteristisch ist außerdem das duftende, rotbraune Holz.
Im Wald und im Garten wächst der Nadelbaum meist gerade in die Höhe und bildet eine schmale Krone aus. Die Äste reichen oft bis zum Boden. Im Gebirge nehmen freistehende Bäume schon mal bizarre Wuchsformen an. Ein Wurzelsystem aus Pfahl- und Senkerwurzeln verankert die Zirbelkiefer im Boden und selbst auf Felsspalten.
Die Zapfen kommen bei der Herstellung von Zirbenlikör und -schnaps zum Einsatz. Die Zirbelkerne kannst du wie Pinienkerne verwenden.
Europäische Lärche

Lärchen wachsen vor allem im Hochgebirge und markieren dort auf etwa 2.500 m Höhe die Baumgrenze.
Die Europäische Lärche (Larix decidua) ist hierzulande der einzige winterkahle Nadelbaum. Im Herbst wirft die Lärche ihre büschelweise angeordneten Nadeln zum Frostschutz ab, wie es sonst nur Laubbäume tun. Der schlanke Baum mit einer lichten, kegelförmigen Krone wird bis zu 50 m hoch und bis zu 700 Jahre alt.
Die Lärche wächst vor allem im Bergland auf Höhen bis zu 2.500 m. Dabei bevorzugt sie skelettreiche, grobkörnige Böden mit hohem Kies- oder Sandanteil.
Das Holz der Lärche ist sehr fest und findet vor allem als Bauholz Verwendung. Die Zapfen wachsen eiförmig und aufrecht am Zweig. Aufgrund des ausgeprägten Herzwurzelsystems ist diese Konifere nur etwas für große Gärten mit tiefgründigem Boden.
Europäische Eibe

Die Eibe ist die älteste Baumart in Europa und stark giftig.
Die älteste Baumart Europas ist die Europäische Eibe (Taxus baccata), auch bekannt als Gemeine Eibe oder nur Eibe. Der Nadelbaum wächst oft mehrstämmig und gedeiht auch an schattigen Standorten. Die Baumkrone ist breit kegelförmig bis rund. Eibennadeln sind dunkelgrün, biegsam und weich. Sie wachsen auf eine Länge von bis zu 3 cm heran und fallen erst nach mehreren Jahren vom Baum.
Die Eibe entwickelt kleine kugelige Zapfen mit einem roten, fleischigen Samenmantel. Aufgrund des Aussehens spricht man fälschlicherweise auch von Beeren. Die Eibe ist stark giftig mit Ausnahme des Samenmantels.
Hierzulande wächst die Eibe nur noch selten in freier Natur: Im frühen Mittelalter wurden die natürlichen Bestände großflächig abgeholzt, um an das harte Eibenholz zu gelangen, das unter anderem für den Bogenbau verwendet wurde. In Parks und Gärten findet man Eiben hingegen häufiger. Dort dient sie vor allem als Heckenpflanze.
Gemeiner Wacholder

Wacholder entwickelt beerenförmige Zapfen. Die Wacholderbeeren dienen als Gewürz und zur Herstellung von Wacholderschnaps.
Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) kommt strauchförmig oder als kleiner Baum auf mageren Wiesen und in lichten Wäldern vor. Er ist auch als Heide-Wacholder bekannt. Seine Krone ist schmal und kegelförmig. Das Gehölz wächst bis zu 12 m hoch. Die Nadeln sind rund 2 cm lang, spitz und sitzen zu dritt am Zweig.
Bis zu 600 Jahre wird der Tiefwurzler alt. Bis die beerenförmigen Zapfen, die sogenannten Wacholderbeeren, reif sind, dauert es drei Jahre. Zunächst sind die Zapfen noch grün. Erst im dritten Jahr färben sie sich schwarzbraun mit bläulichem Schimmer.
Koniferen im Garten verwenden
In der Gartengestaltung dienen Koniferen als strukturbildendes Element. Vor allem dicht wachsende Gehölze wie Eiben, Thujen und Scheinzypressen eignen sich als Heckenpflanzen und Formgehölze, können aber auch freistehen. Sie bilden einen immergrünen Hintergrund für das Staudenbeet. So kommt die Blütenpracht sehr gut zur Geltung.
Die immergrünen Zypressengewächse sind pflegeleicht, sollten im Garten aber eher sparsam eingesetzt werden, damit die Grünfläche weiterhin lebendig wirkt. Indem du unterschiedliche Koniferen miteinander kombinierst, lockerst du das Erscheinungsbild auf. Pflanze beispielsweise säulenförmigen Wacholder an den Wegrand, ziehe eine gepflegte Eibenhecke heran und nutze eine hochgewachsene Kiefer als Blickpunkt im Garten.
Nadelbäume lassen sich mit Stauden unterpflanzen.
Hinweis: Durch herabfallende Nadeln verändert sich mit der Zeit der pH-Wert des Bodens: Er wird sauer. Das gilt insbesondere bei Fichten und Kiefern.
Verwende daher Pflanzen, die im Halbschatten und auf humusreichen, sauren Böden gedeihen. Geeignete Pflanzpartner sind Farne und Bodendecker wie die Herzblättrige Schaumblüte. Mit sauren Bedingungen kommen auch Elfenblumen, Funkien und viele Wald- oder Waldrandstauden zurecht.
Tipp: Unterpflanze Koniferen mit Farnen, Stauden und Ziergräsern, die sich auch für den Rhododendrongarten eignen.
Koniferen auf Balkon und Terrasse
Zwergformen von Wacholder und Kiefer wachsen auch in großen Pflanzgefäßen. Sie sorgen für mehr Grün auf dem Balkon oder der Terrasse.
Hinweis: Bedenke aber, dass ein im Kübel kultivierter Lebensbaum auf regelmäßiges Gießen angewiesen ist, da die Erde im Topf schneller austrocknet. Auch Scheinzypressen vertragen keine Trockenheit.
Die richtige Pflanzzeit
Koniferen sind meist im Container-Topf erhältlich. Größere Nadelbäume werden teils auch mit Erdballen ausgeliefert. Der optimale Zeitpunkt zum Pflanzen ist im Frühling ab Mitte März. Koniferen mit Topfballen lassen sich auch im Sommer einpflanzen, sofern du sie von Anfang an mit ausreichend Wasser versorgst. Der späteste Zeitpunkt zum Einsetzen ist im August. So hat die Pflanze noch ausreichend Zeit, um rechtzeitig vor dem Winter einzuwurzeln.
Hinweis: Die meisten Nadelbäume vertragen Trockenheit nur mäßig, zeigen aber Trockenstress im Gegensatz zu Laubbäumen nicht rechtzeitig an. Insbesondere Jungpflanzen sind auf regelmäßiges Gießen angewiesen. Werfen sie ihre Nadeln ab oder färben sich die Triebspitzen braun, ist es meist schon zu spät.
Heckenpflanzen wie die Eibe gibt es in sehr wenigen Fällen auch wurzelnackt. Dabei handelt es sich in der Regel um drei- bis vierjährige Sämlinge. Für sie ist der späteste Zeitpunkt zur Pflanzung bereits im März. Bevor du sie in den Boden setzt, kürzt du mit einer Gartenschere die Wurzeln.
Koniferen pflanzen und pflegen

Koniferen bevorzugen eher durchlässige Böden. Schwere Böden lassen sich mit frischem Humus auflockern.
Wenn du einen Nadelbaum kaufst, schaue dir den Ballen genau an. Er sollte im Idealfall gut durchwurzelt und fest sein. Achte auch auf die Nadeln. Sind sie satt gefärbt?
Wähle einen Standort im Garten, der der Wuchsgeschwindigkeit der Konifere gerecht wird. Behalte auch die Endhöhe im Kopf. Die Gewächse brauchen einen ausreichend großen Abstand zu anderen Bäumen, Sträuchern oder Stauden.
Bei der Auswahl des Bodens musst du nicht viel beachten. Der Großteil der Koniferen hat kaum Ansprüche an den Untergrund. Wichtig ist, dass dieser nicht staunass oder verdichtet ist. Hast du einen schweren Boden in deinem Garten, lockerst du ihn vor dem Pflanzen tiefgründig auf und bringst Sand oder Humus ein, um ihn durchlässiger zu machen. Die Erde im Pflanzloch reicherst du mit Humus an, bevor du den Baum pflanzt.
Hinweis: Setze Nadelbäume nicht tiefer in die Erde, als sie zuvor im Topf standen. Die meisten Koniferen reagieren sehr empfindlich, wenn sie zu tief gepflanzt werden. In der Folge wachsen sie die nächsten Jahre kaum und verkümmern.
Hast du den Baum gepflanzt, gießt du ihn zum Schluss gut an. Im Wurzelbereich verteilst du Rindenmulch. Größere Koniferen schützt du mit einem Pfahl vor Windschäden. Schlage dazu vor dem Einsetzen auf der Ostseite des Baumes schräg neben dem Pflanzloch die Stütze in den Boden. Binde den Pfahl auf einer Höhe von 120 cm bis 150 cm mit Kokosstrick am Stamm fest. Den unterstützenden Pfahl lässt du so lange stehen, bis die Konifere nach den ersten Jahren vollständig eingewurzelt ist.
Ist es längere Zeit trocken, gießt du die Nadelbäume. Das gilt auch im Winter, wenn Niederschläge ausbleiben und der Boden frostfrei ist. Zwischen Frühjahr und Sommer düngst du in Maßen mit Koniferendünger. Du kannst auch Hornspäne und Kalimagnesia (Bittersalz) im Frühjahr im Wurzelbereich verteilen. Mische die Stoffe dabei im Verhältnis von 3:1.
Koniferen schneiden
Einige Nadelbäume sind immergrün und haben eine dichte Belaubung. Daher bietet es sich an, sie als Formgehölze im Garten zu halten. Eiben und Zypressengewächse lassen sich ganz unterschiedlich in Form bringen: Kugel, Kegel, Säule oder Quader.
Hinweis: Nadelbäume treiben aus dem alten Holz nicht mehr aus. Um kahle Stellen zu vermeiden, solltest du beim Formschnitt nur junge Zweige wegschneiden und einen allzu radikalen Rückschnitt vermeiden.
Davon ausgenommen sind lediglich Eiben (Taxus) und nahe Verwandte wie Steineiben (Podocarpus), Nusseiben (Torreya) und Kopfeiben (Cephalotaxus).
Koniferen lassen sich das ganze Jahr über trimmen. Dabei sollten stets noch Triebe mit grünen Nadeln stehen bleiben. Für einen Formschnitt eignen sich die Monate Juni bis August besonders. Der August ist zudem ein guter Zeitpunkt, um größere Äste zu entfernen, beispielsweise wenn du den Stamm einer alten Kiefer aufasten möchtest.
Eiben wachsen sehr dicht. Sie bieten sich deshalb als Formgehölze im Garten an.
Krankheiten und Schädlinge
Nadelbäume können unter Trockenstress leiden. Dieser ist nicht sofort erkennbar. Er zeigt sich daran, dass sich die Blattspitzen oder Triebe braun färben und die Nadeln abfallen. Häufig davon betroffen sind Fichten, Tannen sowie Hecken aus Thujen und Scheinzypressen. Diese vier Gehölze haben einen vergleichsweise hohen Wasserbedarf. Gieße sie daher regelmäßig. Rindenmulch hält die Feuchtigkeit im Boden und durch regelmäßige Gaben von Kompost erhöhst du die Speicherfähigkeit des Bodens.
Färben sich die Nadelspitzen gelb, ist dies ein mögliches Anzeichen für einen Magnesiummangel. Betroffene Pflanzen kannst du mit Bittersalz versorgen. Mische es mit Wasser und besprühe damit direkt die Nadeln, so dringt der Wirkstoff am schnellsten ein.
Bräunlich verfärbte Nadeln oder Schuppen deuten auf Baumkrankheiten hin, die durch Pilze ausgelöst werden. Dazu zählen Rost und Schuppenbräune. Insbesondere Thujen werden davon befallen, wenn sie zu trocken oder in der prallen Sonne stehen.
Sind Nadelbäume geschwächt, droht bei langer Trockenheit ein Befall durch Borkenkäfer. Rindenbrütende Arten zerstören die Lebensadern der Bäume und ernähren sich von den saftführenden Gefäßen. Holzbrütende Borkenkäfer fressen sich durch das Holz. Dadurch können Pilze leichter eindringen und sich verbreiten. Um zu verhindern, dass die Käfer auf andere Pflanzen übergehen, sollten befallene Bäume umgehend gefällt werden.
Weitere Schädlinge, die man häufig bei Koniferen antrifft, sind Miniermotten, Spinnmilben und Pflanzenläuse wie die Sitkafichtenlaus. Sie befällt nicht nur die Sitkafichte, sondern auch andere Fichtenarten. In milden Wintern ist das Insekt aktiv. Du erkennst den Schädling an seinen roten Augen. Entdeckst du einen Befall bei kleineren Fichten, greifst du zu biologischen Hausmitteln. Dazu gehört eine warme Kaliseifenlösung, mit der du alle Nadeln und jüngeren Triebe gründlich einsprühst. Gehe dabei von oben nach unten vor. Wiederhole die Behandlung zwei- bis dreimal innerhalb der nächsten vier bis sechs Wochen.








