
Kleine Bäume im Garten – Arten und Pflege
Dieser Ratgeber gibt dir alle wichtigen Informationen zu Sorten, Höhe und Boden von kleinen Bäumen in deinem Garten. Erfahre, welche Bäume sich für einen kleinen Garten eignen, wie du diese im Frühjahr oder Sommer anpflanzt und ihre Wurzeln und Blüten anschließend richtig pflegst.
Beliebte kleine Bäume für den Garten
In privaten Gärten sind eine Gruppe bekannter Hausbaumarten besonders häufig zu finden. Dazu zählen beispielsweise Kugelahorn, Rotdorn und Apfeldorn. Sie bilden kugelförmige Kronen aus, die im Sommer mit ihren Blüten teilweise einen Durchmesser von bis zu fünf Meter ausbilden können und besonders für kleine Gärten daher schon fast zu groß sind.
Für kleinere Grundstücke eignen sich Sorten, die nur wenige Meter groß werden. Dazu gehören beispielsweise die Schnee-Felsenbirne (3 m bis 5 m breit), die Kugel-Steppen-Kirsche (1,5 m bis 2,5 m breit) oder die Kugelsumpfeiche (1,5 m breit).
Der beste Standort für kleine Bäume

Welcher Baum sich für deinen Garten eignet, hängt von den Ansprüchen der einzelnen Sorten ab. Besonders die Licht- und Bodenverhältnisse spielen dabei eine Rolle. Die Gegebenheiten des Bodens lassen sich beispielsweise durch Veränderungen des Erdreichs mit Sand, Kies, Mulch oder spezieller Erde nur für einen kurzfristigen Zeitraum ändern. Ein Baum stellt jedoch eine langfristige Anschaffung dar und sollte daher so gewählt werden, dass die Standortansprüche auf natürliche Weise erfüllt werden. So sparst du dir unnötige Pflegemaßnahmen.
Tipp: Beachte beim Pflanzen von Bäumen in der Nähe von Grundstücksgrenzen die gesetzlichen Grundlagen. Diese unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.
Tipps zum Einpflanzen von Bäumen

Der Herbst und Frühling eignen sich besonders zum Pflanzen eines Baumes. Achte dabei auf die Größe des Pflanzlochs, das etwa doppelt so groß sein soll wie der Wurzelballen. Zur Stabilisierung des Baumes wird auf der Windseite ein Pfahl in den Boden des Lochs geschlagen. Vorsichtiges Auflockern des Wurzelballens hilft außerdem beim Anwurzeln. Den Baumstamm bindest du mit Baumbinder oder Kokosband an den Pfahl.
Tipp: Damit der Baum direkt mit Nährstoffen versorgt ist, lohnt sich der Einsatz eines Langzeitdüngers. Zum Schutz eignen sich außerdem eine Schicht Rindenmulch und kräftiges Gießen direkt nach dem Pflanzen.
Hausbäume richtig pflegen

Ein Vorteil von kleinen Bäumen ist, dass du großen Einfluss auf die Wuchsform hast. Viele Sorten von Baumkronen lassen sich in Form einer Kugel oder eines Würfels bringen. Die Entscheidung über die Wuchsform triffst du mit einem regelmäßigen Formschnitt, den du im späten Herbst oder am Anfang des Frühjahrs mit einer Baumschere und einer Astsäge durchführst.
Schneide dabei alle Triebe und Blüten ab, die nicht in der gewünschten Form wachsen. So gestaltest du die kleinen Bäume genau nach deinen Vorstellungen und sorgst gleichzeitig dafür, dass sich kräftigere Triebe ausbilden und gesund wachsen.
Kronenformen kleiner Bäume

Neben den besonders beliebten Kugelbäumen existiert eine ganze Reihe weiterer Sorten mit unterschiedlichen Wuchsformen. Für romantische Gärten bieten sich zum Beispiel Bäume mit überhängenden Kronen in einigen Metern Höhe an. Da die hängenden Triebe dieser Bäume Unterbepflanzungen einen Schatten machen, eignen sie sich besonders als alleinstehende Solitärbäume zum Beispiel an Grundstücksgrenzen. Nur wenige Meter Platzbedarf haben die sogenannten Hochstämmchen wie die Harlekin-Weide oder das Mandelbäumchen.
Solitärbaum oder Baumgruppen

Hausbäume ermöglichen dir verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Die kleinen Bäume können nicht nur als Solitärbäume einen besonderen Akzent im Garten setzen, sondern auch in interessanten Kombinationen und Gruppen angepflanzt werden.
Gartenwege können wie eine Allee von zwei gegenüberliegenden Baumreihen eingefasst werden und spenden im Sommer willkommenen Schatten. Mit einer einzelnen Baumreihe aus Hausbäumen derselben Art kannst du auch deine Grundstücksgrenze betonen oder eine räumliche Trennung in deinem Garten vollziehen.
Kleine Bäume in Pflanzgefäßen

Kleine Hausbäume kannst du auch in ausreichend großen Pflanztöpfen wachsen lassen. Berücksichtige dabei immer, dass die Pflanze zwar langsam, aber stetig wächst und das Gefäß ihrem Platzbedarf langfristig nicht nachkommen kann. Spätestens nach einigen Jahren oder wenn er größer als einen Meter ist, muss der Baum dann in den Garten gepflanzt werden.
Selbst in kleinen Gärten findet sich für kleine Bäume fast immer ein geeigneter Platz. Wenn du auf die individuellen Standortansprüche der einzelnen Baumsorten achtest und diese entsprechend beim Pflanzen berücksichtigst, wirst du deinen Bäumen und Blüten viele Jahre beim Wachsen zusehen können und viel Freude an ihnen haben.








