
Baum pflanzen – Schritt für Schritt
Wie du am besten vorgehst, wenn du einen Baum pflanzt, erfährst du in diesem Ratgeber mit Videoanleitung. Wir erklären dir, wann die richtige Pflanzzeit ist und wie du den Stamm nach dem Pflanzen stützt. Außerdem liefern wir dir hilfreiche Tipps für die Auswahl der passenden Baumart und Hinweise zur Pflege.
Wann sollte ich einen Baum pflanzen?
Ob Obstbaum, Hainbuche oder eine seltene Baumart wie die Japanische Zierkirsche: Einen Baum pflanzt du am besten im Herbst oder Frühling. Im Gegensatz zum Sommer ist es dann angenehm warm – weder zu heiß noch zu kalt. Es regnet häufiger, sodass der junge Baum genügend Wasser aufnehmen kann.
Die optimale Pflanzzeit ist der Frühherbst, etwa Ende September. Laubbäume haben zu diesem Zeitpunkt bereits die Blätter abgeworfen und können ihre Energie in die Wurzeln stecken, um noch vor dem Frost anzuwachsen.
Eher frostempfindliche Baumarten pflanzt du am besten im Frühjahr. Das gilt beispielsweise für Pfirsich, Quitte oder Feige, deren Blüten keinen Frost vertragen, sobald sie einmal offen sind. Im Frühjahr gepflanzt haben die jungen Bäume außerdem mehr Zeit, um bis zum Winter kräftige Wurzeln auszubilden.
Standort und Baum zum Pflanzen auswählen
Nimm dir Zeit, den Baum passend zum Standort auszuwählen. Schließlich lässt sich ein Baum nicht ohne Weiteres umsetzen. Wichtig ist, dass der Baum genügend Platz neben anderen Pflanzen bekommt.
Obstbäume sind für eine reiche Ernte auf ausreichend Sonneneinstrahlung angewiesen. Das gilt auch für wärmeliebende Arten wie den Olivenbaum.
Für kleine Gärten bieten sich kompakt wachsende Gehölze an, zum Beispiel Kugel-Ahorn, Kugel-Ginkgo und andere Laubbäume in Kugelform. Aber auch Zwergkoniferen und säulenförmige Arten wie die Säulenkirsche sind geeignet.
Ausladend und schnell wachsende Baumarten wie der Trompetenbaum sind eine gute Wahl für größere Gärten.
Jeder Standort bringt eine eigene Bodenbeschaffenheit mit. Stimme deshalb die Baumarten auch auf die Eigenschaften des Bodens im Garten ab. Lehmige Böden eignen sich beispielsweise für den Amerikanischen Amberbaum oder für Fächerahorn. Zierquitte und Hainbuche gedeihen auch auf sandigen Böden. Nadelbäume bevorzugen saure Böden, während Obstbäume mit neutralen Böden besser zurechtkommen. Ein Birnenbaum gedeiht aber auch auf leicht saurem Boden und ein Kirschbaum verträgt selbst einen kalkigen Untergrund.
Was du sonst noch beachten solltest, erfährst du in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung und im Video.
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Baum pflanzen – Anleitung
6 Schritte
1Baum auswählen

Auf einen Blick
Klimatische Bedingungen beachten
Bodenqualität berücksichtigen
2Einpflanzen des Baums vorbereiten

Auf einen Blick
Einpflanzen
Wurzeln über Nacht wässern
3Pflanzloch ausheben

Auf einen Blick
Pflanzloch ausheben
Etwas Kompost ins Loch geben
Gegebenenfalls Pflanzschnitt durchführen
4Baum einpflanzen

Auf einen Blick
Baum ausrichten
Gut wässern
5Baum stützen

Auf einen Blick
Baum abstützen
Pfahl nach Westen ausrichten
6Pflege und Schnitt des Baums

Auf einen Blick
Baum regelmäßig schneiden
Zeitpunkt beachten
Baumschnitt und -pflege
Damit der frisch gepflanzte Baum zu einem prächtigen Exemplar heranwächst, kommt es auf die richtige Pflege an. Wichtige Hinweise für die jeweilige Baumart findest du auf dem Pflanzenetikett.
Die Bodenzusammensetzung spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung. Informiere dich, in welchem Boden dein Baum am besten gedeiht. Grundsätzlich ist der beim Einpflanzen ausgehobene Mutterboden sehr reichhaltig. Damit ist die oberste, circa 20 cm bis 30 cm dicke Bodenschicht gemeint. Bei den meisten heimischen Baumarten bietet es sich an, den Mutterboden vor dem Einfüllen mit torffreier Blumenerde zu mischen, um einen lockeren und nährstoffreichen Boden zu schaffen.
Tipp: Den restlichen Mutterboden kannst du auf Beeten im Garten verwenden.
Eine ausreichende Sauerstoffzufuhr ist wichtig für die Wurzelentwicklung. Neben einem lockeren Boden wirken eine gute Drainage und das richtige Gießen unterstützend. Eine Mulchschicht um den Baum herum hilft, den Boden feucht zu halten, und schützt vor direkter Sonneneinstrahlung. Das fördert die Wurzelgesundheit und den Sauerstoffaustausch.
In den ersten Jahren nutzt du einen Stützpfahl, um den Baum vor Windschäden zu schützen. Verwende weiche Materialien wie Naturstricke oder Baumbinder, um den Stamm nicht zu beschädigen. Schlinge den Strick mit etwa einer Daumenbreite Abstand um den Stamm, damit der Baum ungehindert wachsen kann.
Mit einem regelmäßigen Schnitt hältst du den Baum in Form und unterstützt zugleich das Wachstum. Man unterscheidet zwischen Sommer- und Winterschnitt. Der Sommerschnitt erfolgt nach der Wachstumsperiode und zielt darauf ab, kranke und tote Äste zu entfernen, um das Wachstum zu fördern. Der Winterschnitt, während der Ruhephase, formt den Baum und beseitigt übermäßiges Wachstum.








