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Anemonen – Eigenschaften im Überblick

Zuletzt aktualisiert: 07.12.20214 MinutenVon: OBI Redaktion
Weißes Buschwindröschen blüht im Garten.

Anemonen blühen im Frühjahr, Sommer und Herbst im Garten. Wir zeigen dir, was beim Pflanzen und Pflegen der Staude wichtig ist und welche Krankheiten auftreten können.

Woher kommen Anemonen?

Anemonen gehören zur gleichnamigen Gattung der Anemonen. Ihr Name leitet sich vom griechischen Wort „anemos“ ab und bedeutet Wind. Die Blüten sind so fein, dass schon ein leichter Windhauch sie bewegt. Sie tragen daher auch den Namen Windröschen.

Es gibt rund 120 Arten der Anemone, die fast alle winterhart sind. Sie wachsen in China, Japan, Mittel- und Südeuropa und in Nordamerika.

Früh blühende Anemonen

Je nach Art pflanzt du früh blühende Anemonen an einen sonnigen oder schattigen Standort. Die bekanntesten Arten sind das Balkan-Windröschen, das hierzulande heimische Buschwindröschen und die Herbst-Anemonen. Anemonen, die im Frühjahr blühen, brauchen einen durchlässigen, sandig-humosen Boden.

Bereits im Februar blüht das Balkan-Windröschen in einem attraktiven Rosa. Es wird 10 cm bis 15 cm hoch. Das Buschwindröschen zeigt seine weißen Blüten etwas später. Es gibt aber auch Sorten in zartrosa oder lavendelblau.

Das Große Wald-Windröschen hat ebenfalls weiße Blüten, die sich von April bis Juni öffnen. Es wächst 40 cm hoch und verträgt Trockenheit. Aus den Blüten entwickeln sich wollige Samenstände. Ist die Umgebung optimal, breitet sich das Große Wald-Windröschen stark aus.

Herbst-Anemonen

Anemone tomentosa robustissima blüht im Garten in weiß und violett.

Die „Anemone tomentosa robustissima“ blüht zartlila. Sie gehört zu den Herbst-Anemonen.

Beliebt sind die Herbst-Anemonen. Dazu zählen vor allem drei Arten aus Asien: „Anemone japonica“, „Anemone hupehensis“ und „Anemone tomentosa“. Sie haben zarte, gefüllte oder ungefüllte Blüten. Diese sind karminrot, rosa oder weiß.

Die Herbst-Anemonen blühen von Juli bis Oktober. Die Pflanzen eignen sich mit anderen Stauden für halbschattige Staudenbeete. Als Erstes blüht „Anemone hupehensis“ im Juli. „Anemone japonica“ und „Anemone tomentosa“ zeigen erst im August ihre Pracht. Dafür bleibt diese bis Oktober erhalten. Die drei Arten gibt es als Zuchtformen oder Hybrid-Sorten.

Pflanze Herbst-Anemonen im Halbschatten. Verwende einen lehmigen, humus- und nährstoffreichen Boden. Du kannst sie auch an einem sonnigen Platz in deinem Garten setzen. Achte aber darauf, dass der Boden gleichmäßig feucht ist. In der Sonne blühen die Blumen reicher.

Die Blüten sind bis zu 9 cm groß. Sie wachsen an filigranen, stabilen Stängeln über dem Blatthorst. Aus den Blüten bilden sich wollige Samenstände. Die Pflanzen werden zwischen 50 cm und 120 cm hoch. Besonders schön blühen die Sorten „Honorine Jobert“ (weiß) und die früh blühende „Praecox“ (rosa).

Anemonen im Garten

Du kannst die Anemonen dank unterschiedlicher Blütezeit auf viele Arten verwenden. Als flächendeckende Bepflanzung von Gehölzen bieten sich zum Beispiel das Busch-Windröschen, das Balkan-Windröschen und auch das Gelbe Windröschen an. Da die Frühlingsblüher früh ihre Blüten verlieren, solltest du später blühende Schattenstauden als Pflanznachbar in deinem Beet setzen. Diese überdecken im Sommer die vergilbten Blätter.

Pflanze hohe Herbst-Anemonen einzeln oder in kleinen Gruppen. So sorgst du in deinem Staudenbeet auch im Herbst noch für Farbe. Kombiniere sie beispielsweise mit Eisenhut, Funkien, Silberkerzen oder der Stauden-Sonnenblume „Lemon Queen“. Diese hat gelbe Blüten und bildet einen Kontrast zu den pinkfarbenen Herbst-Anemonen.

Ebenfalls passende Pflanzen sind Ziergräser, die im Herbst blühen. Sie heben die Anemonen besonders hervor. Da die Gewächse der Gattung eine lange Blütezeit haben, bieten sie sich auch als Topfpflanzen an. Diese verschönern deinen Balkon oder die Terrasse. Die Kronen-Anemone ist eine gute Schnittblume und eignet sich für Blumensträuße.

Jemand schneidet eine japanische Herbst-Anemone im Garten.

Hohe Anemonen pflanzt du einzeln oder in kleinen Gruppen.

Pflanzen und schneiden

Pflanze Herbst-Anemonen im Frühjahr. So bleibt ihnen genug Zeit, um bis zum Winter anzuwachsen. Je früher du die Stauden in deinen Garten setzt, desto besser kommen sie durch den Winter. Du kannst sie auch später im Jahr pflanzen. In diesem Fall ist aber ein leichter Winterschutz notwendig.

Im Herbst pflanzt du Anemonen, die im Frühjahr blühen. Dafür setzt du ihre Rhizome in die Erde. Lege sie vor der Pflanzung über Nacht in Wasser. Sie trocknen leicht aus.

Entferne bei der „Anemone hupehensis“ regelmäßig Verblühtes, damit sie länger blüht. Im Frühjahr schneidest du deine Herbst-Anemonen mit einer Gartenschere.

Winterschutz und weitere Pflegetipps

Ist es im Winter kalt in deiner Region, schützt du Herbst-Anemonen in den ersten beiden Jahren mit ein wenig Laub. Mit Tannenreisig schützt du sie vor Kahlfrösten. Ist der Untergrund zu alkalisch, färben sich die Blätter des Buschwindröschens allerdings gelb. Dies verhinderst du, indem du Nadelstreu, Laub- oder Rindenkompost um die Pflanze verteilst.

Anemonen vermehren

Jemand schneidet einen Wurzelsteckling mit einem Messer ab.

Vermehre Herbst-Anemonen mit Wurzelstecklingen. Nimm dafür etwa 10 cm lange Stücke ab.

Viele Anemonen Arten vermehrst du durch Teilung. Eine Aussaat lohnt sich in der Regel nur bei Wildarten. Der Grund dafür ist, dass die neuen Pflanzen bei den Gartensorten anders aussehen als die Mutterpflanze.

Herbst-Anemonen musst du nicht verjüngen. Allerdings breiten sie sich nach einiger Zeit stark aus. In diesem Fall teilst du sie im Frühjahr. Dadurch erhältst du auch neue Pflanzen und die Stauden bilden bis zum Sommer neue Wurzeln. Noch im selben Jahr blühen sie wieder. Herbst-Anemonen kannst du aber auch durch Wurzelschnittlinge vermehren.

Ist die Blütezeit von Frühlingsanemonen vorbei, stichst du ein paar Stücke ab. Setze sie an einem neuen Standort wieder ein. Sie wachsen direkt wieder an. Dies ist auch eine Möglichkeit, Pflanzenteppiche zu verkleinern.

Krankheiten und Schädlinge

Anemonen leiden ab und zu unter Blattläusen und Mehltau. Häufig tritt außerdem Schneckenfraß auf. Herbst-Anemonen werden zudem von Nematoden befallen. Du erkennst betroffene Pflanzen daran, dass zwischen ihren Blattadern abgestorbenes Gewebe ist.

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