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Blühende Hecken – Eigenschaften & Tipps

Zuletzt aktualisiert: 11.07.20195 Minuten
Rhododendron als Hecke in einem Garten mit grünem Rasen im Vordergrund.

Sträucher mit Laub, vielen Blüten oder Früchten werden Blühhecken genannt. Dieser Ratgeber zeigt die beliebtesten blühenden Hecken und erklärt, wie man sie richtig pflanzt. 

Vor- und Nachteile von blühenden Hecken

Freiwachsende Blühhecken werten Ihren Garten das ganze Jahr über optisch auf. Sie blühen sehr lange – manche von ihnen sogar im Winter. Außerdem verfügen viele freiwachsende Blühhecken im Herbst über eine ansprechende Laubfärbung. Aufgrund der weiten Pflanzabstände benötigen Sie für das Anlegen einer Blühhecke weniger Pflanzen als bei Formschnitthecken. Besonders pflegeleicht sind Blühhecken außerdem, weil sie selten einen Rückschnitt benötigen.

Beachten Sie, dass eine freiwachsende Blühhecke in der Breite mindestens 100-200 cm Platz benötigt. Im Vergleich zu einer Formschnitthecke kann dies ein Nachteil sein. Die Blickdichte blühender Hecken ist im Winter eher schwach ausgeprägt. Obwohl der Rückschnitt nur alle drei bis vier Jahre nötig ist, fällt dabei eine große Menge Grünabfall an.

Beliebte Blühhecken

Rhododendron – immergrüne Alpenrose

Bei richtiger Pflanzung und Pflege des Rhododendron, können Sie sich von April bis Juni an seinen prächtigen Blüten erfreuen. Die Pflanze gedeiht auf saurem Boden mit lockerer, humusreicher Erde. Bei Bedarf düngen Sie zusätzlich mit etwas Hornspäne. Beim Standort gilt es, pralle Mittagssonne zu vermeiden.

Pflanzen Sie Rhododendron im April oder Mai und gießen Sie die Pflanze großzügig an. Auch im Sommer benötigt die Hecke sehr viel Wasser. Ansonsten ist sie pflegeleicht und winterhart. Da die Alpenrose üblicherweise langsamwachsend ist, wird sie nur bei Bedarf geschnitten. Für eine möglichst dichte Hecke wird ein Pflanzabstand von 100 cm empfohlen.

Rhododendron mit prächtigen Blüten und grünem Blattwerk.

Goldrausch – farbenfrohe, schnellwachsende Forsythie

Goldrausch hält, was sein Name verspricht: Die gelb-goldene Blüte und die prächtige Herbstlaubfärbung machen diese Forsythie im März und April zu einer besonders farbintensiven Heckenpflanze. Sie hat eine Wuchsbreite von 100 cm und wird zwischen 200 und 250 cm hoch. An einem sonnigen bis halbschattigen Standort fühlt sie sich besonders wohl. 

Für eine möglichst dichte Hecke setzen Sie die Sträucher in einer Reihe jeweils im Abstand von etwa einem Meter zueinander.  Für einen bienenfreundlichen Garten ist der Goldrausch jedoch ungeeignet, da er trotz großer Blüten keine leichte Nahrung für die Insekten bietet.

Goldrausch, ein Forsythienstrauch mit gelben Blüten.

Zierjohannisbeere – winterharter Frühjahrsblütenstrauch

Zwar trägt die Zierjohannisbeere keine Früchte, die sich zum Verzehr eignen, im April begeistert sie dafür aber mit kräftig roten oder pinken Blüten. Der Strauch ist winterhart und schnittverträglich und genießt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. In Wuchsbreite und -höhe unterscheidet sich die Zierjohannisbeere kaum von der Forsythie. Sie produziert jedoch Pollen und ist deshalb eine gute Wahl für den bienenfreundlichen Garten.

Setzen Sie die Zierjohannisbeere im Abstand von etwa einem Meter in einer Reihe, um eine Blühhecke zu pflanzen. Die Sträucher wachsen buschig und üblicherweise bis zu 40 cm im Jahr. 

Ein Zierjohannisbeerstrauch mit roten Blüten.

Flieder – ein pflegeleichter Sonnenanbeter

Der Flieder ist für seine gestielten, farbigen Blüten bekannt und aufgrund seiner Trockenheitsverträglichkeit eine beliebte Heckenpflanze. Der sommergrüne Strauch bevorzugt je nach Art nährstoffreichen, lehmigen Boden oder kalkarme, feuchte Erde. Staunässe gilt es jedoch in jedem Fall zu vermeiden. 

Als ideale Pflanzzeit gilt der Herbst. Achten Sie dabei darauf, den einzelnen Pflanzen ausreichend Platz zu geben. Im Vergleich zum Rhododendron benötigt Flieder anschließend nur wenig Wasser. Die Pflege beschränkt sich ebenfalls auf wenige Punkte: Reichern Sie die Erde im Frühjahr mit Kompost an und warten Sie mit kleineren Schnitten bis Ende Mai.

Flieder (Sommerflieder) in Blüte als Hecke.

Spiere – unkompliziert und farbenfroh

Ob Sommer-, Strauch- oder Prachtspiere – die Blühsträucher begeistern von April bis Mai mit auffälligen und besonders dichtliegenden Blüten. Die Wuchshöhe liegt bei etwa 150 bis 200 cm, die Wuchsbreite beträgt etwa 125 cm. Um eine möglichst dichte Hecke zu erzielen, pflanzen Sie die Sträucher idealerweise mit einem Abstand von einem 100 cm zueinander.

Die Wuchsform der meisten Spiersträucher ist aufrecht, einige Arten wachsen jedoch polsterförmig und sind deshalb auch als Bodendecker geeignet. Einen Rückschnitt nehmen Sie nur bei Bedarf, meist einmal jährlich, vor.

Eine Spiere bzw. ein Spierstrauch mit rosafarbenen Blüten.

Blasenspiere – winterhartes Blütengehölz

Aus den Spiersträuchern ist die Blasenspiere besonders hervorzuheben. Mit ihrem dunkelroten Laub und den hellen Blüten ist die Pflanze ein kontrastreicher Hingucker. Zudem ist sie äußerst winterhart und schnellwachsend. Die Wuchsbreite beträgt etwa einen Meter, die Wuchshöhe etwa 150 bis 200 cm. 

Pflanzen Sie die Blasenspiere an einem sonnigen bis halbschattigen Standort und halten Sie etwa einen Meter Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen, um eine möglichst dichte Hecke zu erhalten. Mit der Blüte können Sie in den Sommermonaten Juni und Juli rechnen. 

Blasenspiere mit dunklem Laub und rosafarbenen Blüten.

Gartenjasmin – bienenfreundlich und schnellwachsend

Wenn Sie Bienen und Insekten etwas Gutes tun wollen, ist Gartenjasmin als Heckenpflanze ganz besonders für Sie geeignet. Im Vergleich zu vielen anderen Sträuchern, verfügt sie über besonders große und offene Blüten. So gelangen Bienen leicht an das Innere und können ihren Pollen sammeln. 

Gartenjasmin ist schnellwachsend und eignet sich für sonnige bis halbschattige Standorte. In die Breite wächst die Pflanze etwa 150 cm, hoch wird sie bis zu 250 cm.

Gartenjasmin mit weißen Blüten.

Blühende Hecken richtig pflanzen

Vor dem Pflanzen einer Blühhecke gilt es, einige Punkte zu beachten. Bedenken Sie zunächst den Standort. Entsprechend der Bodenbeschaffenheit eignen sich bestimmte Heckenarten mehr oder weniger gut. Auch auf die Lichtverhältnisse gilt es zu achten. Pflanzen Sie an schattige Standorte nur schattenverträgliche Blühhecken.

Wenn Kinder oder Haustiere den Garten nutzen, berücksichtigen Sie vor dem Pflanzen idealerweise auch, ob die Hecke stachelig oder giftig ist. Unter Umständen lohnt es sich außerdem, Farbzusammenspiele zu planen. Die richtige Pflanzzeit für blühende Hecken liegt im Allgemeinen im Frühjahr oder Herbst.

Bei Pflanzungen in gerader Linie spannen Sie im ersten Schritt eine Schnur. Danach heben Sie den Pflanzgraben aus und arbeiten Dünger ein. Legen Sie die Pflanzen dann entsprechend Ihrer Planung aus.

Sollten Sie Frühjahrsblüher und Sommerblüher mischen, achten Sie darauf, die Pflanzen abwechselnd zu setzen. Stellen Sie diese auf und decken Sie die Wurzeln mit Erde ab. Nach dem Festtreten richten Sie die Sträucher aus und gießen sie an.

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