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Bambushecken als Sichtschutz

Zuletzt aktualisiert: 30.09.20214 MinutenVon: OBI Redaktion
Bambushecke als Sichtschutz im Garten

Wie du eine Bambushecke als Sichtschutz anlegen kannst, das zeigen wir dir in diesem Ratgeber. Erfahre zudem mehr über das Anpflanzen, die Pflege und den richtigen Schnitt.

Bambushecken als Sichtschutz: Vor- und Nachteile

Bambus wächst schnell und ist robust. Damit ist er ideal als Sichtschutz geeignet. Zudem bremsen die Hecken Wind und schützen dich vor Lärm. Dies gelingt der Pflanze dank ihres dichten Blattwerks. Mit der richtigen Art brauchst du auch keine Rhizomsperre.

Echte Nachteile hat Bambus als Sichtschutz im Grunde nicht. Problematisch ist höchstes der Durst der Pflanze im Sommer. Die feinen Blätter brauchen viel Wasser. Im Winter reagieren sie empfindlich auf Wind. Daher eignet sich Bambus nicht für Hecken an ungeschützten Nord- oder Ostseiten. Winterhart ist Bambus dennoch.

Bambushecken im Kübel

Nicht nur im Garten ist eine Bambushecke ein guter Sichtschutz. Die Pflanze wächst auch im Kübel und lässt sich somit auch auf dem Balkon oder der Terrasse verwenden. Achte darauf, dass der Topf groß, kippsicher und frostfest ist. Stelle die mobile Hecke im Winter an die Hauswand. Dadurch friert der Erdball nicht durch. Alternativ umwickelst du sie mit Noppenfolie.

Verwendezum Beispiel Schirmbambus für die Hecke im Topf. Dafür eignet sich die Art „Fargesia rufa“. Sie hat leicht bläuliches Laub. Du kannst aber auch Zwergbambus einsetzen.

Bambushecke in Kunststoffkübeln

Steht die Bambushecke in einem Kunststoffkübel, kannst du sie bei Bedarf problemlos an einen anderen Ort stellen.

Diese Bambusarten sind als Sichtschutz geeignet

In der Regel verwenden Gärtner zwei Bambus-Arten als Sichtschutz: Schirmbambus und Flachrohrbambus. Letzterer bildet sehr viele Rhizome. Daher benötigst du für diese Art eine Rhizomsperre. Dafür hat Flachrohrbambus eine schöne Färbung und wächst höher.

Ohne Rhizomsperre kommen die Fargesia-Arten aus. Sie wachsen aufrecht horstig. Eine beliebte Sorte ist „Standing Stone“. Für eine hohe oder schmale Hecke eignet sich „Campbell“. Beide Sorten pflanzt du an sonnigen bis halbschattigen Plätzen.

Die Zwergbambus-Sorte „Bimbo“ erreicht eine Höhe von 1,5 m. Sie wirkt wie ein kleiner Zaun und ist ideal für kleinere Gärten. Ebenfalls wenig Platz braucht Jadebambus. In der Sonne nehmen seine Halme eine rötliche Farbe an. Du kannst ihn aber auch im Schatten pflanzen.

Bambushecken als Sichtschutz pflanzen

Wähle für deine Bambushecke einen wasserdurchlässigen, humus- und nährstoffreichen Boden. Der Standort ist idealerweise in der Sonne oder im Halbschatten. Meide windige Pflanzorte. Der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen ist im Frühjahr. Somit hat die Hecke genügend Zeit, um bis zum Herbst anzuwachsen. Lasse 1 m Platz neben der Hecke. Steht sie an der Grundstücksgrenze, ziehst du unbedingt eine Rhizomsperre.

In Töpfen mit mindestens 10 l Fassungsvermögen achtest du auf einen Pflanzabstand von 70 cm bis 100 cm. Für kleinere Töpfe plane auf 1 m etwa zwei bis drei Pflanzen ein. Halte zu Gebäuden einen Mindestabstand von der Endhöhe der Hecke ein.

Bevor du Bambus pflanzt, setzt du den Wurzelballen in ein Wasserbad. Währenddessen gräbst du mit einer Schaufel einen Pflanzgraben in einem lockeren Boden. Ein Graben ist zwar mehr Arbeit, garantiert aber gleichmäßig lockeren Boden. Durch diesen verteilt sich das Wasser beim Gießen auch besser. Entscheidest du dich für Pflanzlöcher, sollten sie mindestens so groß sein wie die Wurzelballen.

Lockere den Boden am Grund bei beiden Methoden auf. Fülle anschließend eine Schicht aus Kompost und Gartenboden ein. Sie sollte etwa 10 cm dick sein. Für einen Gießrand füllst du die Erde bis etwas unterhalb des Gartenbodens auf. Kürze anschließend alle Halme mit einer Gartenschere um ein Drittel ein. Dadurch wächst der Bambus buschiger.

Sitzbank vor einer hohen Bambushecke im Garten

Bambus erreicht stattliche Höhen. Willst du ihn kleiner halten, schneidest du ihn im Frühjahr.

Bambushecken richtig schneiden

Im Frühjahr schneidest du die Hecke. Dadurch begrenzt du sie in der Höhe. Gleichzeitig wird sie dichter und bleibt in Form. Warte bis zum Austrieb der ersten Seitentriebe.

Zwar gehört Bambus zu den Gräsern, dennoch braucht er einen anderen Schnitt. Denn er bildet mehrjährige, verholzte Halme. Abgeschnittene Halme wachsen nicht weiter. Der Bambus treibt dafür aus dem Boden neu aus. Zudem bildet er kurze Seitentriebe. Bambushalme wachsen nur eine Saison lang. Danach behalten sie diese Größe. Damit unterscheiden sie sich von anderen Gehölzen.

Jedes Jahr wachsen die Neuaustriebe so lange, bis sie ihre endgültige Höhe erreicht haben. Schneide keine Halme tiefer als die geplante Heckenhöhe. Ansonsten schließt der Bambus erst im nächsten Jahr die entstandenen Lücken.

Beim sogenannten Pflanzschnitt schneidest du nach dem Pflanzen alle Triebe um ein Drittel zurück. Danach bietet sich ein weiterer Schnitt an. Dabei kürzt du die Halme in mehreren Höhenabstufungen ein. Mit der Gartenschere bringst du die hohen Bambustriebe in der Mitte auf deine geplante Heckenhöhe.

Etwas tiefer schneidest du die äußeren seitlichen Triebe ab. Auf diese Weise wächst die Hecke im unteren Drittel dicht und belaubt. Alle Triebe, die über das Heckenniveau hinauswachsen, stutzt du zurecht. Somit bleibt die Hecke in Form.

Für Fargesia-Hecken eignet sich eine Heckenschere. Flachrohrbambus ist kräftiger. Für diesen brauchst du eine Gartenschere. Schneide stets kurz über einem Sprossknoten.

So pflegst du Bambushecken

Dichte Bambushecke im Garten

Eine Bambushecke braucht viel Wasser. Abgesehen davon ist das Gewächs sehr pflegeleicht.

Viel Pflegeaufwand hast du bei einer Bambushecke nicht. Bringe im Frühjahr organischen Dünger aus. Ansonsten braucht die Pflanze regelmäßig Wasser. Dies gilt vor allem, wenn es längere Zeit trocken bleibt. Die feinen Blätter trocknen sonst schnell aus und bekommen Grauschleier. An frostfreien Tagen im Winter gießt du die Hecke ebenfalls.

Rollen sich die Blätter ein, braucht der Bambus nicht sofort Wasser. Dies kann auch ein Zeichen für zu viel Nässe sein. Überprüfe daher vor dem Gießen die Feuchtigkeit des Bodens. Das ist besonders bei Kübelpflanzen wichtig.

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