
Nistkasten bauen –Schritt für Schritt
Nistkästen werden immer wichtiger: Besonders in Städten finden Vögel immer weniger geeignete Brutplätze. Hilf ihnen einfach mit einem selbstgebauten Nistkasten – wir zeigen dir, wie es geht!
Nistkasten bauen: Rückzugsort für Vögel
Felsenbrüter haben es immer schwerer, geeignete Nistplätze zu finden. Grund dafür sind die nachträglichen Isolierungen alter Häuser. Löcher und Lücken in Mauern und Dach werden dabei geschlossen. Moderne Architektur setzt zudem vermehrt auf minimalistisches Design. Rotschwänze, Mehlschwalben und Mauersegler finden keinen Unterschlupf.
Auch Höhlenbrüter haben es schwer, passende Bäume mit natürlichen Höhlen zu finden. Es gibt kaum noch Gärten mit altem Baumbestand. Allerdings fühlen sie sich auch in Nistkästen wohl, die bereits recht weit verbreitet sind. Einen solchen Nistkasten kannst du aber auch selbst bauen. So hilfst du den Tieren im Herbst einen geeigneten Rückzugsort zu finden.
Nistkasten bauen: Schritt für Schritt
12 Schritte
1Sägeschnitt anzeichnen

Auf einen Blick
Maße anzeichnen
2Bauteile zuschneiden

Auf einen Blick
Brett in Werkbank einspannen
Teile aussägen
3Seiten- und Rückwände abschrägen

Auf einen Blick
Seitenteile schräg ansägen
Rückwand abschrägen
4Sägekanten glätten

Auf einen Blick
Kanten mit Schleifpapier bearbeiten
5Einflugloch vorbereiten

Auf einen Blick
Einflugloch anzeichnen
6Einflugloch bohren und erweitern

Auf einen Blick
Einflugloch bohren
Lochgröße je nach Vogelart erweitern
7Ablauflöcher für die Bodenplatte

Auf einen Blick
Ablauflöcher bohren
8Seitenwände aufrauen

Auf einen Blick
Innenflächen mit Raspel bearbeiten
9Nistkasten zusammenbauen & Dach befestigen

Auf einen Blick
Bauteile verschrauben
Dach befestigen
Dach verkleiden
10Befestigung für die Klappe anbringen

Auf einen Blick
Schraubhaken montieren
11Aufhängung anbringen

Auf einen Blick
Ösen an den Seitenwänden anbringen
12Halterung für den Nistkasten

Auf einen Blick
Draht durch Ösen ziehen
Enden verknoten
Das benötigst du für dein Projekt
Zwei Seitenwände (jeweils 15 x 28 cm)
Rückwand (17 x 28,5 cm)
Vorderseite (13 x 25 cm)
Dach (20 x 23 cm)
Boden (13 x 13 cm)
Senkkopfschrauben
kurze Senkkopfschrauben oder Nägel
Schraubhaken
Schraubösen
Dachpappe oder altes Rindenstück
kunststoffummantelter Draht
Stichsäge
Frostnerbohrer
Schleifpapier
Akkubohrer
Akkuschrauber
Holzraspel
Holzbohrer
Nistkasten richtig aufhängen
Hänge deinen selbst gebauten Nistkasten spätestens Anfang Februar an einen Baum. Somit haben die Vögel genügend Zeit, sich an ihn zu gewöhnen.
Wichtig ist, dass du den Kasten an den richtigen Standort hängst. Halbhöhlen und Schwalbennester bringst du am besten an der Hauswand an. Dort fühlen sich diese Felsenbrüter am wohlsten. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Zaunkönige nisten gern in Halbhöhlen in einem dichten Strauch. Alternativ hängst du den Kasten in das dichte Geäst einer Kletterpflanze an deiner Hauswand.
Für Meisen und anderen Höhlenbrüter ist ein Nistkasten an einem Baum ideal. Diesen bringst du auf einer Höhe von 2 m bis 3 m an. Befestige Nistkästen nicht mit Nägeln oder Schrauben am Baum, um den Stamm nicht zu beschädigen.
Achte darauf, dass das Einflugloch entgegen der Hauptwindrichtung liegt. Dadurch verhinderst du, dass es in den Nistkasten hineinregnet. In unseren Breiten richtest du den Nistkasten am besten nach Osten aus.








