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Gartenweg anlegen und pflastern – Schritt für Schritt

Zuletzt aktualisiert: 08.12.20207 MinutenVon: OBI Redaktion
Gartenweg aus roten Steinen führt an Rasen vorbei.

Wie du in sieben Schritten einen neuen Gartenweg anlegen und pflastern kannst, zeigt dir unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung – vom Aushub des Wegbettes im Garten bis zum Abrütteln des verfugten Weges.

Wie pflastere ich einen Gartenweg?

Wenn du einen Gartenweg anlegen und pflastern willst, beispielsweise zum Gartenhaus oder Carport , sorgst du im ersten Schritt für einen Unterbau mit Kies, Schotter und Sand in passender Dicke. Ein Unterbau mit Wegbegrenzung und Bettung macht den Weg robust und witterungsbeständig. Anschließend verlegst du die Pflastersteine, schneidest Randsteine passgenau zu und fügst diese dem Verlegemuster hinzu. Abschließend verfugst du den neuen Gartenweg und rüttelst ihn gründlich mit einer Rüttelmaschine ab.

Wie tief der Unterbau im Garten ausfallen muss, hängt vom jeweiligen Klima ab. Je kälter es in deiner Region wird, desto tiefer legst du den Unterbau an. Soll der Weg später auch mit Kraftfahrzeugen befahrbar sein, solltest du bei der Auswahl der Steine neben der gewünschten Optik auch bestimmte Mindeststärken beachten.

Mache dir außerdem vor dem Kauf der Pflastersteine bereits Gedanken zum Verlegemuster. Du kannst deinen Gartenweg zum Beispiel wie folgt pflastern:

  • einfache, funktionale Verlegung
  • Fischgräten-Muster
  • Reihenverband
  • kreatives Kombiformat
  • wilder Verband

Wenn du deinen neuen Gartenweg ökologisch gestalten möchtest, verwendest du idealerweise Öko-, Sicker- oder Drainagepflaster. Diese speziellen Pflaster sind wasserdurchlässig und wirken der Flächenversiegelung entgegen. Ein ökologischer Gartenweg dient dem Umweltschutz und der Bodenqualität deines Gartens. Einige Kommunen entlohnen die ökologische Gestaltung sogar mit verminderten Abwassergebühren.

Achte bei allen Schritten darauf, einen tragfähigen und setzungsfreien Untergrund zu schaffen, den du abschließend mit dem Rüttler verdichten kannst. Dies gewährleistet die spätere Stabilität der Fläche.

Tipp: Möchtest du nur einen kleinen Weg in einem wenig genutzten Teil des Gartens anlegen, kann ein Weg aus Rindenmulch das Richtige sein. Über die Vorteile verschiedener Materialien für Gartenwege informiert der OBI Gartenweg-Berater.

So pflasterst du einen Gartenweg

7 Schritte

1
Gartenweg abstecken und Unterbau ausheben
Heimwerker steckt die Fläche für Gartenweg ab und hebt den Untergrund mit dem Spaten aus.
Auf einen Blick
  • Zeichnung mit Maßen anfertigen
  • Fläche abmessen und Weg abstecken
  • Unterbau ausheben
So geht das

Zum Anlegen und Pflastern eines Gartenwegs gehört die genaue Planung im Voraus. Fertige dir eine möglichst maßstabsgetreue Zeichnung mit allen Maßen zur Breite, Länge und Tiefe des Aushubs an. Beziehe Kurven sowie Randsteine ein. Anhand der Abmessungen berechnest du dann die benötigte Menge an Steinen sowie die Kubikmeter-Anzahl an Sand, Kies und Schotter. Beziehe die Lagerfläche ein, die Baumaterialien wie Kies bis zur Verlegung in Anspruch nehmen. Ein liefernaher Standort im Garten spart Kraft beim Transport der Pflastersteine und Baustoffe.

Jetzt steckst du den Gartenweg mit einer Schnur und Holzpflöcken ab. Achte dabei auf eine einheitliche Höhe der Schnur. Anschließend beginnst du mit dem Aushub für den Unterbau. Der Aushub für einen Fußweg muss mindestens 30 cm bis 35 cm tief sein. Je nach regionalen und klimatischen Bedingungen sowie der Nutzung sollten sogar 60 cm bis 90 cm Boden ausgehoben werden. Informationen zur empfohlenen Aushubtiefe erhältst du bei deinem Bauamt. Beim Anlegen längerer Gartenwege lohnt es sich, einen Minibagger auszuleihen.

So geht das

2
Wegbegrenzung legen
Heimwerker verlegt Wegbegrenzung mit Randsteinen.
Auf einen Blick
  • Streifenfundament vorbereiten
  • Beton mischen
  • Randsteine im Betonbett fixieren
So geht das

Randsteine begrenzen den Weg an allen Seiten im Garten und dienen sowohl der Optik als auch dem Halt und der Stabilität. Damit die Einfassungen nicht verrutschen, fixierst du die Steine im Betonfundament. Die Betonschicht sollte mindestens 10 cm bis 20 cm messen und auf einem wasserdurchlässigen Schotterbett liegen.

Stein für Stein setzt du die Wegbegrenzung in das Streifenfundament und klopfst die Randsteine mit einem Gummihammer so auf der richtigen Höhe und Position ein, dass der Stein mit der gespannten Schnur abschließt. Dann stellst du seitliche Rückenstützen mit dem Beton her, sodass der Randstein bis zu einem Drittel seiner Höhe im Beton fixiert ist.

Abschließend lässt du den Beton aushärten, bevor du mit weiteren Arbeitsschritten fortfährst. Beachte beim Aushärten die Herstellerangaben des Betons.

So geht das

3
Bettung des Gartenwegs anlegen
Heimwerker schüttet die Bettung für den Gartenweg mit Kies auf.
Auf einen Blick
  • Tragschicht anlegen
  • Metallschienen einlassen
  • Tragschicht exakt abziehen
So geht das

Ist der Beton ausgehärtet, legst du die Tragschicht für das Pflaster an, damit Regenwasser versickern kann und der Weg stabil bleibt. Nutze für die Tragschicht Kies oder Schotter mit einer Körnung von bis zu 32 mm. Den Kies oder Schotter schüttest du je nach Aushubtiefe etwa 10 cm bis 30 cm hoch auf. Dann verteilest du das Substrat mit einem Rechen und verdichtest den Kies oder Schotter mit einer Rüttelplatte. Halte ein Gefälle von mindestens 2 % (vom Bauwerk abfallend) ein, sodass Regenwasser abläuft und sich nicht staut.

Auf die verdichtete Schicht schüttest du nun noch eine 4 cm bis 5 cm hohe Schicht aus Sand – bei Öko- beziehungsweise sickerfähigen Flächenbelägen nimmst du Splitt (2 mm bis 5 mm). Um die zweite Schicht höhengenau einzubringen, lässt du Metallschienen zum Abziehen des Belags in den Boden ein. Entscheidend für die Qualität des späteren Pflasters ist, dass der Splitt beziehungsweise Sand exakt abgezogen wird.

Führe eine Holz- oder Aluminium-Abziehlatte über die zwei verlegten Metallschienen. Beachte bei der Höhenberechnung, dass die Pflasterfläche später abgerüttelt wird und sich dadurch noch einmal um etwa 1 cm absenkt. Das Pflasterbett sollte nach dem Abziehen nicht mehr betreten werden. Verfülle eventuelle Fehlstellen und gleiche Unebenheiten aus.

So geht das

4
Pflastersteine für den Weg verlegen
Heimwerker verlegt Pflastersteine für Gartenweg und klopft sie mit dem Gummihammer fest.
Auf einen Blick
  • Steine verlegen
  • Gefälle und Fugenbreite einhalten
So geht das

Als Nächstes beginnst du mit der Verlegung der Pflastersteine. Nutze hierzu ebenfalls die gespannte Schnur sowie die Wasserwaage, um den korrekten Sitz der Steine sicherzustellen. Beachte das Gefälle von 2 %, damit sich kein Regenwasser auf den Pflastersteinen sammelt.

Lege die Steine mit einer Fugenbreite von mindestens 3 mm bis 5 mm in das Wegbett und klopfe diese bei Bedarf leicht an. Lege so Stein für Stein deinen Weg durch den Garten an.

So geht das

5
Pflastersteine und Platten zuschneiden
Heimwerker schneidet Steine für Gartenweg mit Steinschneider zu.
Auf einen Blick
  • Schnittkante anzeichnen
  • Steine mit Steinknacker oder -schneider zuschneiden
So geht das

Randsteine oder Platten aus beispielsweise Naturstein schneidest du bei Bedarf mittels Steinknacker, Steintrenner oder Steinschneider passgenau zu. Zeichne dazu die gewünschte Schnittkante auf dem Stein an und lege ihn in das Gerät ein. Die Verwendung eines Knackers bietet einige Vorteile: Er ist leicht zu bedienen, arbeitet schmutzarm, leise und ohne Strom. Er eignet sich jedoch nicht für dickere Natursteine oder lange, saubere Schnittkanten.

Für präzisere Ergebnisse greifst du zum Steinschneider, der auch bei dicken Steinen exakt arbeitet. Der Steinschneider erzeugt allerdings mehr Schmutz und Lärm. Achte deshalb auf einen leicht zu säubernden Stellplatz.

Tipp: Verwendest du Natursteine, solltest du an einem kleinen Stück des Materials zunächst testen, ob es im Steinknacker nicht splittert.

So geht das

6
Fugen verfüllen und Drainfähigkeit herstellen
Heimwerker fegt Fugensand in die Fugen zwischen den Pflastersteinen des Gartenweges ein.
Auf einen Blick
  • Fugensand oder Fugenfüller wählen
  • Gartenweg verfugen
So geht das

Um Schäden am Weg vorzubeugen, ist die Verfugung der Pflastersteine unerlässlich. Für die Fugenfüllung bieten sich dir zwei Optionen:

1. Fugensand
Bei der Verwendung von losem Fugenmaterial wie gewaschenem Fugensand oder Fugensplitt (2 mm bis 3 mm) wird das Fugenmaterial mehrfach auf dem gepflasterten Weg verteilt und mit einem Besen sauber ein- und abgefegt. Splitt macht die Fugen durchlässiger und erhöht die Sickerfähigkeit der Fläche. Das Schüttgut ist daher für größere Pflastersteine besser geeignet. Weil Regen den Sand im Laufe der Zeit auswaschen kann, sollte die Arbeit in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Wenn du dir weiße Fugen wünschst, greifst du zu Quarzsand. Für schwarze Fugen bietet sich Basaltsand an.

2. Aushärtender Fugenfüller
Aushärtender Fugenfüller verhindert das Auswaschen. Auch Unkrautwachstum wird damit deutlich verringert. Allerdings muss der Fugenfüller auf die Nutzungsbedingungen, Steineigenschaften, die Fugenbreite und den verwendeten Unterbau abgestimmt werden. Prüfe daher vor dem Kauf die jeweiligen Herstellerangaben und beachte die Anwendungshinweise.

3. Drain- oder Ökopflaster
Ein Sonderfall in Sachen Wasserdurchlässigkeit ist das Drain- oder Ökopflaster. Dieses Pflaster besteht aus wasserdurchlässigem Material, sodass Regenwasser weitgehend ungehindert abfließt. Sogenannte Sickerpflaster und ökologische Flächenbeläge weisen entsprechend große Öffnungen beziehungsweise einen ausreichend hohen Fugenanteil auf. Die Pflaster sind ebenfalls in unterschiedlichen Optiken erhältlich. Verwende bei allen drainfähigen Flächen Splitt, damit die Wasserdurchlässigkeit gewährleistet bleibt.

So geht das

7
Pflasterweg abrütteln
Heimwerker rüttelt den gepflasterten Weg mit der Rüttelmaschine ab.
Auf einen Blick
  • Pflaster gründlich reinigen
  • Weg abrütteln
  • Sandschicht verteilen (optional)
So geht das

Damit die verlegten Steine beim Abrütteln mit dem Rüttler nicht beschädigt werden, solltest du die Platten und Pflaster gründlich von den Resten des Fugenmaterials reinigen. Nutze außerdem die Gleitvorrichtung der Rüttelmaschine.

Großformatige Außen- und Terrassenplatten – beispielsweise aus Naturstein – dürfen nicht abgerüttelt werden. Beachte die Bedienungsanleitung der Maschine. Bei Bedarf kann abschließend noch eine weitere Sandschicht mit dem Besen verteilt werden.

So geht das

Das benötigst du für dein Projekt

  • Pflastersteine
  • Randsteine
  • Sand
  • Beton
  • Frostschutz
  • Spaten
  • Rüttelplatte
  • Besen
  • Schubkarre
  • Rechen
  • Gummihammer
  • Wasserwaage
  • Steinschneider
  • Metermaß
  • Richtschnur

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