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Eine Florfliege sitzt auf einem Blatt.

Die Florfliege gehört zu den Nützlingen im Garten und gilt als effektive Waffe gegen Pflanzenschädlinge wie Blattläuse. Erfahre hier, wie du das Insekt in deinem Garten ansiedeln und es als natürliche Unterstützung gegen Schädlinge einsetzen kannst.

Warum gilt die Florfliege als Nützling?

Die Florfliege gilt als einer der wertvollsten Nützlinge im Garten, denn sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen Insekten leisten ihren individuellen Beitrag zum natürlichen Pflanzenschutz.

Die Larven der Florfliege tragen den Beinamen „Blattlauslöwen“ und das nicht ohne Grund: Die jungen Larven sind äußerst räuberisch und hungrig und verspeisen in ihrer Wachstumsphase zahlreiche verschiedene Gartenschädlinge, darunter:

  • Blattläuse

  • Spinnmilben

  • Schmierläuse

  • Thripse

  • Wollläuse

  • Schildläuse

  • Blattminierer

In den zwei bis drei Wochen, in denen sich eine Florfliegenlarve entwickelt, isst sie bis zu 500 Blattläuse oder 10.000 kleine Spinnmilbenlarven. Erst dann spinnt sie sich in einen Kokon ein und entwickelt sich über das Puppenstadium zu einem Vollinsekt.

Die ausgewachsene Florfliege ernährt sich dann von Pollen, Nektar und Honigtau. Dadurch zählt das Insekt zu den Bestäubern und leistet so einen Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt.

So setzt du die Florfliege als Nützling im Garten ein

Die Florfliege ist also ein nützlicher Helfer. Doch wie bringst du das Insekt in deinen Garten und machst es dir so zu nutzen?

Hier gibt es zwei Optionen: Entweder du kaufst gezüchtete Florfliegenlarven und setzt diese gezielt aus oder aber du lockst die Insekten auf natürliche Weise in deinen Garten, sodass sie sich dort langfristig ansiedeln. Wie beides funktioniert, erklären wir dir jetzt.

Florfliegenlarven gezielt aussetzen

Eine Florfliege fliegt einen Weißdorn an.

Diese Florfliege ist im Landeanflug auf das Blatt eines Weißdorns.

Wenn du einen akuten Blattlausbefall an einer Pflanze bemerkst, können dir die Larven der Florfliegen gute Dienste erweisen. Kaufe vorgezüchtete Larven und setze sie auf den Pflanzen aus, die von den Blattläusen befallen sind.

Die Lieferung der Florfliegenlarven erfolgt in der Regel in kleinen Pappwaben, die entweder mit Futter für die Insekten ausgestattet sind oder jeweils nur eine Larve enthalten. Das ist wichtig, da sich die hungrigen Larven sonst während des Transports gegenseitig auffressen würden.

Das Schutzpapier der Pappwaben lässt sich in der Regel Stück für Stück öffnen, so kannst du kontrollieren, wie viele Larven du auf einer Pflanze aussetzt. Um die Florfliegenlarven auszubringen, drehst du die Waben dann einfach um und klopfst die Insekten aus der Pappe heraus.

Da die Larven nur rund zwei bis drei Wochen aktiv sind, bevor sie sich in einem Kokon verpuppen, kann es bei starkem Befall nötig sein, nach ca. 2 Wochen erneut Larven auf der Pflanze auszusetzen.

Hinweis: Im Freien benötigen die Larven eine Mindesttemperatur von 12 bis 15 °C, um sich zu entwickeln. Das bedeutet, dass du die Larven im Garten nur von Frühling bis Spätsommer bei entsprechenden Temperaturen einsetzen kannst. In Gewächshäusern mit geeigneten Lebensbedingungen kommen sie auch früher zum Einsatz.

Florfliegen in den Garten locken und dort halten

Eine Florfliege sitzt auf der Spitze eines grünen Blattes.

Florfliegen haben vier Flügel, von denen zwei grünlich schimmern.

Wenn du die Nützlinge nicht nur gezielt, sondern über längere Zeit präventiv einsetzen und auf natürliche Weise in deinen Garten locken willst, sorge für ein üppiges Blumenbeet mit einem großen Pollen- und Nektarangebot. Gut geeignet sind hier alle insektenfreundlichen Blühpflanzen, wie z. B.:

Besonders empfehlenswert ist das Pflanzen von Katzenminze, denn damit fühlt sich die Florfliege im Garten besonders wohl. Die darin enthaltenen chemischen Verbindungen ähneln dem Sexuallockstoff der Insekten und ziehen Florfliegen deshalb stark an. Um den Nützlingen nicht zu schaden, solltest du keine Insektizide in deinem Garten verwenden. Beachtest du diese Dinge, stehen die Chancen gut, dass sich bald die ersten Florfliegen in deinem Garten einnisten.

Um die Insekten dann aber auch langfristig im Garten zu halten, benötigen sie passende Winterquartiere, um zu überwintern. Die ideale Unterkunft für die Insekten ist ein Florfliegenkasten.

Möchtest du keinen Kasten kaufen, kannst du diesen auch selbst bauen. Wenn du ihn in der Farbe Rot streichst, hast du besonders gute Chancen, dass er von den Florfliegen angenommen wird, da die Insekten diese Farbe gut wahrnehmen. Gib etwas Stroh in den Kasten und hänge ihn windgeschützt an einem Baum auf.

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Alternative Nützlinge zur Florfliege

Florfliegen sind hervorragende Schädlingsbekämpfer, doch sie sind nicht die einzigen Nützlinge, die Schädlinge in Schach halten. Je nach Schädlingsart gibt es verschiedene Alternativen oder auch Ergänzungen, die den Garten gesund halten und für ein natürliches Gleichgewicht sorgen. Zu den weiteren Nützlingen zählen:

  • Marienkäfer (Coccinellidae): Zu deren Beute zählen Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben.

  • Schwebfliegen (z. B. Episyrphus balteatus): primär effektiv gegen Blattläuse.

  • Raubmilben (z. B. Phytoseiulus persimilis): Ernähren sich von Spinnmilben und Thripse.

Weitere Informationen rund um die Florfliege

Die Herkunft der Florfliege

Die Florfliege (Chrysopidae) gehört einer Insektenfamilie von etwa 35 verschiedenen Arten an. Am bekanntesten ist die vor allem in Mitteleuropa vorkommende Gemeine Florfliege (Chrysoperla carnea).

Die Heimat der Tiere ist Europa, Asien, Amerika, aber auch Afrika. Und auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, gehört die Florfliege nicht zu den Fliegen, sondern ist ein sogenannter Netzflügler.

Das Aussehen der Florfliege

Nahaufnahme einer Florfliege auf einem Pflanzenstiel.

Die Florfliege ist gut zu erkennen an ihren großen, durchsichtigen Flügeln und ihren markanten goldenen Augen.

Florfliegen haben vier sehr feine, durchsichtige Flügel. Zwei davon sind leicht grünlich gefärbt, im Herbst nehmen sie einen braunen Farbton an.

Die Florfliege ist etwa 10 mm bis 15 mm lang und hat goldene, glänzende Facettenaugen. Dieses Merkmal ist der Grund dafür, dass man die Florfliege auch Goldauge nennt.

Die Larven der Florfliegen sind etwa 1 cm lang und rotbraun. An der Vorderseite besitzen sie kräftige Mundwerkzeuge, die an Zangen erinnern. Die Nahrung der Larven besteht überwiegend aus Blattläusen.

Aufgrund ihrer Nahrungsvorliebe werden die Insekten zum Teil speziell zur Beseitigung von Blattläusen gezüchtet und als natürliche Waffe gegen die Schädlinge verkauft.

Ernährung und Verhalten der Florfliegen

Ausgewachsene Florfliegen sind vor allem in der Dämmerung aktiv. Dann ernähren sie sich von Nektar, Pollen und Honigtau.

Die Paarung der Netzflügler findet im Frühjahr, unmittelbar nach der Überwinterung, statt. Pro Jahr sind in der Regel zwei Generationen anzutreffen. Die erste Generation legt ihre Eier von Mai bis Juli ab, die zweite anschließend im August.

Die Weibchen legen die Eier dabei meist an einem etwa 5 mm langen Stiel an der Blattunterseite ab. Dabei achten die Tiere auf die Nähe zu einer Blattlauskolonie, damit die Versorgung der Larven gesichert ist.

Direkt nach dem Schlüpfen sind die Larven der Florfliege bereits sehr aktiv und beginnen sofort mit dem Verzehren der Blattläuse. Dabei werden die Schädlinge nicht komplett verspeist: Die Larven spritzen ihren Opfern einen Verdauungssaft ein und saugen die Innereien der Schädlinge aus. Die ausgesaugten Hüllen der Blattläuse bleiben auf den Blättern zurück.

FAQ – Fragen und Antworten zur Florfliege

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