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Asiatischen Garten anlegen

Zuletzt aktualisiert: 19.01.20225 MinutenVon: OBI Redaktion
Ein asiatischer Garten mit Buddha, Kies und Bambus

Dieser Ratgeber gibt dir Tipps zum Anlegen deines eigenen asiatischen Gartens. Lies hier, wie du mit den richtigen Elementen wie Pflanzen, Steinen, Holz, Bambus und exotischen Skulpturen einen asiatischen Garten gestaltest. Außerdem bekommst du Inspirationen zu einer ausgeglichenen Gartengestaltung mit harmonischen Verläufen und passenden Farben.

Welche Pflanzen gehören in einen asiatischen Garten?

Eine große Rolle bei der Gestaltung eines asiatischen Gartens spielen Azaleen. Da sie nur etwa 50 cm bis 100 cm groß werden, eignen sie sich auch für kleine Gärten sehr gut. Besonders im Frühjahr blühen sie in verschiedenen Rottönen, aber auch in Orange oder Weiß. Ziergräser und Farne bringen Ruhe in den asiatischen Garten und ergänzen sich besonders gut zu den Azaleen.

Ein besonderer Blickfang ist Japanischer Ahorn, der besonders im Herbst einen farblichen Akzent schafft und eine außergewöhnliche Form hat. Außerdem kannst du deinen Garten mit weiteren asiatischen Pflanzen wie Kamelie, Ginkgo, Magnolie oder Bambus anlegen.

Teegarten, Teichgarten, Betrachtungsgarten: Drei asiatische Themen-Gärten

Gartenbrunnen in asiatischem Stil

Wenn du einen asiatischen Garten anlegen möchtest, kannst du diesen entweder nach Lust und Laune mit fernöstlichen Bezügen einrichten oder dich dazu entscheiden, einer speziellen asiatischen Idee zu folgen. Eine klassische Gartenform ist zum Beispiel der japanische Teegarten, in dessen Mitte ein Teehaus steht, das von wild wachsenden Pflanzen umgeben wird. Die Natur symbolisiert dabei den Übergang von den Wirren des Lebens zur Ruhe und Entspannung der Teezeremonie.

Auch von den japanischen Teichgärten kannst du dich inspirieren lassen. Die Landschaftsgärten kamen einst von China nach Japan. Wegen ihrer Weitläufigkeit werden sie häufig auch als Wandelgärten bezeichnet. Koikarpfen zählen zu den Bewohnern der vielen Wasseranlagen, die von steinernen Wegen, Säulen, Laternen und Brücken und anderen Elementen gesäumt sind.

Wenn du deinen asiatischen Garten etwas schlichter bevorzugst, orientiere dich an Betrachtungsgärten: Diese Kunstwerke aus Stein, Kies, Moos und wenigen Pflanzen werden traditionellerweise von Mönchen zur Meditation genutzt. Hier ersetzt meist eine Kiesfläche das Wasser. Wenn die Steine aufgeschüttet sind, harkst du das typische Wellenmuster ein und unterstreichst so die Wasser-Symbolik. Bäume, Sträucher oder bemooste Steine können als Insel aus dem Kiesbett ragen.

Gartenkunst aus China, Japan, Thailand und Indonesien

Pagode zwischen Bäumen in asiatischem Garten

Die asiatische Gartenkunst ist Jahrtausende alt. Über die Zeit haben sich verschiedene Landestraditionen herausgebildet. Die chinesische Gartengestaltung etwa zeichnet sich durch eine vollkommene Harmonie und Ruhe zwischen den Elementen aus. Rasenflächen gibt es keine, Beete, Baumpflanzungen und Gewässer werden mit Naturstein eingefasst. Flächen werden gepflastert und mit Gebäuden, Statuen oder Arrangements aus Naturstein aufgelockert.

Die Gestaltung eines japanischen Gartens erfolgt durch ein Zusammenspiel aus meist nicht blühenden, immergrünen Pflanzen, Natursteinen und Wasser. Etwas seltener lässt sich ein thailändisches oder indonesisches Thema in europäischen Gärten ausmachen. Solche Anlagen beherbergen zum Beispiel große Blühpflanzen wie Rhododendren und Azaleen, dicht gesetzte Sträucher, Bodendecker und Stauden.

Aufteilung deines asiatischen Gartens

Kiesgarten mit Steinen in asiatischem Stil

Wenn du deinen Garten völlig neu einrichten willst, plane Wasseranlagen, offene Flächen, kleine Hügel und Anpflanzungen idealerweise im Voraus. Wasser spielt in jedem asiatischen Garten eine zentrale Rolle, lege daher nach Möglichkeit einen kleinen Teich oder einen Bach an.

Berücksichtige bei der Planung von Gartenwegen, gepflasterten Bereichen, Rasenflächen sowie Gartengebäuden, dass in einem asiatischen Garten alles einer bestimmten Ästhetik folgt. Ein geschwungener Gartenweg sollte daher auch um ein Element oder eine Anpflanzung geleitet werden und zu einem Gebäude führen, anstatt im Nichts zu enden.

Wasser im asiatischen Garten

Ein asiatisch angelegter Garten mit Teich

Berücksichtige, welche Art von Gewässer in deinen Garten passt. Ein ruhiger Teich benötigt verhältnismäßig viel Platz und eignet sich daher nicht für kleine Gärten. Alternativ oder zusätzlich kann ein kleiner Bachlauf oder Wasserfall angelegt werden, welcher sich auch leicht in kleineren Gärten installieren lässt.

Ein Gewässer sollte sich immer an einem möglichst tiefen Punkt im Garten befinden, denn dort würde es sich auch auf natürliche Weise ausbreiten. Selbst im kleinsten Garten musst du nicht auf das Plätschern von Wasser verzichten, denn auch ein Vogelbad oder ein Gartenbrunnen in asiatischer Optik können den südöstlichen Charakter deines Gartens abrunden.

Asiatische Akzente aus Holz- und Naturstein

Terrasse mit Bonsai, Gartenlaterne und Pagode

Hast du Gartenwege aus Pflastersteinen oder Holz angelegt sowie einen kleinen Gartenpavillon oder eine Gartenlaube im asiatischen Look errichtet, geht es an die Details deiner Gartendekoration. Wähle gestalterische Elemente dabei so aus, dass sie den fernöstlichen Charakter deines Gartens unterstreichen und gehe mit Gestaltungselementen wie Figuren sparsam um. Zwar ist die Auswahl an Laternen, kleinen Pagoden und Mini-Buddhas groß, allerdings ist weniger hier mehr. Wähle lieber nur einen Blickfang aus, den du dezent in die grüne Landschaft integrierst.

Als Materialien bieten sich wie im gesamten asiatischen Garten Holz und Stein an. Größere Steine wie Findlinge wirken unaufdringlicher als Figuren, aber auch hier solltest du den Garten nicht überfrachten. Gartenbänke unterstreichen die meditative Ausstrahlung deines Gartens.

Tipp: Durch die geschickte Platzierung einer Bank in einer abgelegenen Ecke kannst du einen Ort der vollkommenen Entspannung und Ruhe schaffen. Wände oder Rankgitter aus Bambusrohren können als Sichtschutz dienen.

Auswahl asiatischer Pflanzen

Ein blühender Kirschbaum hinter einer Mauer

Viele Pflanzen, die ursprünglich aus Asien stammen, sind gut an das mitteleuropäische Klima angepasst und bieten sich daher besonders bei der Gestaltung deines asiatischen Gartens an. Zu den bekanntesten asiatischen Pflanzen gehören Kamelie, Ginkgo, Magnolie, Zierkirsche, Bambus und verschiedene Rhododendronarten. Achte bei der Auswahl der einzelnen Pflanzen darauf, winterharte Sorten auszuwählen, damit die Gewächse auch das ganze Jahr über im Garten bleiben können.

Weitere Pflanzen, die deinem Garten ein asiatisches Aussehen geben, sind Kiefern und Pflaumen, Trauerweiden, Chrysanthemen und Pfingstrosen. Für einen japanischen Garten eignen sich zudem Koniferen oder Buchsbäume. Moose wie das Sternenmoos oder Andenpolster bieten weitere Nuancen im Grün des japanischen Gartens.

Tipp: Die berühmte Lotusblume kannst du durch Seerosen in deinem Gartenteich ersetzen. Auch in einem Schöpfbecken oder Brunnen machen sich Wasserpflanzen gut.

Sorgsame Pflege deines asiatischen Gartens

Harke in Kiesbett

Das akkurate Erscheinungsbild eines asiatischen und insbesondere japanischen Gartens ist nur durch regelmäßige Pflege zu erhalten. Entferne regelmäßig welke Blätter und abgestorbene Triebe oder Blüten, um das charakteristische Grün zu bewahren. Bring Hecken, Sträucher und Bäume zweimal im Jahr mit der Schere in Form und kontrolliere das Wachstum der Moose, damit diese keine Steine überwuchern. 

Halte das Kiesbett im japanischen Garten als zentralen Blickfang stets sauber und harke das Wellenmuster regelmäßig nach. In asiatischen Ländern gilt das Harken des Kieses als entspannende Tätigkeit. Wenn du hier mit unterschiedlichen Rechen zu Werke gehst, kannst du eine große Vielfalt an Mustern schaffen.

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