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Reife Holunderbeeren hängen am Strauch.

Sind die kleinen schwarzen Beeren an den Holunderbüschen ausgereift, kannst du sie zu einem gesunden und leckeren Getränk verarbeiten. Mit dem folgenden Rezept kannst du Holundersaft einfach selber machen.

Wissenswertes zur Holunderbeere

Der Holunderstrauch trägt ab Ende August bis in den Herbst seine zu Beeren ausgereiften Dolden. Aus ihnen lassen sich zahlreiche Leckereien zaubern. Roh solltest du die Beeren jedoch nicht essen. Die Samen der rohen Holunderbeeren enthalten ein leichtes Gift, das Sambunigrin. Dieses zersetzt sich, sobald du die Beeren erhitzt. Ansonsten sind die Früchte überaus gesund und enthalten neben Kalium auch viele Vitamine.

Du kannst Holunderbeeren ganz einfach zu Marmelade, Gelee aber auch zu Likör verarbeiten. Unbedingt einmal ausprobieren solltest du, Holundersaft selber zu machen. Dieser hat nicht nur eine lange Tradition als Erkältungsmedizin, sondern zudem einen sehr süßlichen Geschmack.

Holundersaft selber machen: So geht’s

Für das Einkochen von Holundersaft hast du zwei Möglichkeiten: mit oder ohne Entsafter. Für welche Variante du dich auch entscheidest, zuerst solltest du Beeren sammeln. Dafür ziehst du dir am besten ältere Kleidung und Handschuhe an, da die Früchte stark abfärben. Eine Metallschüssel ist als Sammelbehältnis ideal. Auch eine scharfe Gartenschere solltest du dabeihaben.

Achte darauf, dass du nur Dolden mit reifen Beeren erntest. Diese erkennst du an den vollständig durchgefärbten dunkelviolett-schwarzen Früchten. Hast du genug gesammelt, befreist du die Dolden zunächst von Insekten. Anschließend trennst du die Beeren von ihren Stängeln. Besonders gut funktioniert dies mit einer Gabel. Sollten einige der kleinen Stiele hängen bleiben, ist das kein Problem, da die Beeren später gesiebt werden.

Solltest du so viele Beeren gesammelt haben, dass du sie nicht alle auf einmal verarbeiten kannst oder möchtest, kannst du die Holunderbeeren einfrieren. Dafür solltest du die Beeren aber von ihren Stängeln befreien, da diese mit der Zeit Bitterstoffe abgeben können.

Holundersaft mit einem Dampfentsafter selber machen

Holunderbeeren in einem Dampfentsafter.

Mit einem Dampfentsafter ist es besonders einfach, Holundersaft selber zu machen.

Hast du dich für die Herstellungsmethode mit einem Dampfentsafter entschieden, benötigst du für 2 l Saft rund 2 kg Holunderbeeren und 400 g Zucker. Danach gehst du in fünf Schritten vor.

1. Schritt: Fülle den unteren Topf des Dampfentsafters mit Wasser. Anschließend kommen die Beeren in das Sieb und der Deckel wird geschlossen. Nun darf der Dampfentsafter insgesamt 50 Minuten kochen. Stelle dir hierfür am besten eine Küchenuhr.

2. Schritt: Etwa fünf Minuten vor dem Ende der Kochzeit zapfst du über den Auslass etwa einen halben Liter Saft ab. Diesen gießt du erneut über die Beeren im Sieb. Auf diese Weise bekommt der ganze Saft die gleiche Konzentration.

3. Schritt: Gieße nach dem Ende der Kochzeit den kompletten Holundersaft in einen großen Topf. Nun kommt der Zucker dazu.

4. Schritt: Lasse die Zucker-Saft-Mischung so lange unter ständigem Rühren köcheln, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.

5. Schritt: Fülle den heißen Saft in sterile Flaschen und verschließt diese sofort luftdicht. Ungeöffnet kannst du den Holundersaft bis zu zehn Monate lang aufbewahren.

Jemand gießt heißen Holundersaft in eine Glasflasche.

Fülle den selbst gemachten Holundersaft in sterile Flaschen. Gut verschlossen hält er sich bis zu zehn Monate lang.

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Produkte im Shop finden

Flaschen- und Weinregale zur Aufbewahrung deines Holundersaftes findest du im OBI Onlineshop.

Holundersaft selber machen ohne Dampfentsafter

Hast du keinen Dampfentsafter zur Hand, kannst du den Holunderbeersaft auch in einem normalen Kochtopf zubereiten. Das Verhältnis Beeren zu Zucker bleibt unverändert: Pro Kilogramm Früchte kommen 200 g Zucker hinzu.

Dabei gehst du folgendermaßen vor: Bedecke die abgesammelten Holunderbeeren in einem Topf mit Wasser und lasse sie etwa zehn Minuten aufkochen bis die Früchte platzen. Seie den Saft und die Beeren dann mithilfe eines Siebs ab. Die Beeren füllst du in ein sauberes Tuch und drückst den restlichen Saft aus. Als Nächstes kommt noch der Zucker hinzu, den du gemeinsam mit dem Saft kurz aufkochst, bis er sich aufgelöst hat.

Tipp: Denke daran, dass die Beeren stark färben. Nutze also nicht dein bestes Küchentuch zum Ausdrücken des Saftes. Zum Umrühren nutzt du am besten einen Metalllöffel.

Holundersaft verfeinern

Deinem selbst hergestellten Holundersaft kannst du ein ganz besonderes Aroma geben, indem du ihn mit anderen Früchten verfeinerst.

Zitronensaft macht den Holundersaft beispielsweise spritziger. Auf zwei Kilogramm Holunderbeeren nimmst du eine Zitrone. Diese presst du aus und gibst den Saft gemeinsam mit dem Zucker vor dem Aufkochen hinzu. Die Mischung von Holunder und Zitrone hat sich auch bei Erkältungen bewährt.

Als zusätzliche Früchte für den Saft bieten sich zudem Äpfel, Trauben oder auch Birnen an. Sie unterstützen den Geschmack der schwarzen Beeren und sind eine gute Wahl, falls du nicht genug Holunderbeeren sammeln konntest. Du kannst das Verhältnis von Holunderbeeren zu anderem Obst beliebig gestalten, je nachdem, welchen Geschmack du hervorheben willst. Dabei kannst du die Früchte entweder getrennt entsaften oder gemeinsam.

So genießt du deinen selbst gemachten Holundersaft

Ein Glas mit Holundersaft mit Minze und Eis.

Frischer Holundersaft mit Eis ist eine herrliche Erfrischung an einem Spätsommertag.

Du kannst deinen Saft als Holundersaftschorle, also mit etwas Wasser, trinken oder ihn zum Beispiel auch mit Milchreis anrichten. Bei Erkältungen ist ein heißer Holundersaft mit Zitrone ein perfektes Hausmittel. Einige Esslöffel Holunderbeersaft täglich wirken sich positiv auf das Immunsystem aus, sodass du einer Erkältung vorbeugen kannst.

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