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Kartoffeln pflanzen

Zuletzt aktualisiert: 11.07.20193 Minuten
Gärtnerin kniet in Kartoffelbeet und setzt Kartoffelpflanzen in eine Furche ein.

Die Kartoffel ist eine traditionelle, pflegeleichte Nutzpflanze. Der Anbau im eigenen Garten gelingt mit einigen Tipps und der richtigen Vorbereitung. Lesen Sie, wann Sie die Knollen ausbringen, wie Sie dafür den Boden vorbereiten, welche Abstände Sie zwischen den einzelnen Pflanzen im Beet einhalten sollten und wie Sie die Erde anhäufeln.

Wann sollte man Kartoffeln pflanzen?

Wann Sie Kartoffeln im Garten anbauen, hängt von der Sorte der Kartoffel ab. Frühkartoffeln pflanzen Sie etwa ab März oder April, auf jeden Fall erst, wenn das Wetter frostfrei ist. Vor allem ein Beet in sonniger Lage ist ein guter Standort für Frühkartoffeln. Um die Kartoffeln vor eventuellem Frost zu schützen, decken Sie die ausgelegten Pflanzkartoffeln mit einem Vlies oder mit Stroh ab. Etwa ab Juni können Sie die im März gesäten Frühkartoffeln ernten.

Mittelfrühe sowie späte Sorten pflanzen Sie ab Mitte April bis Mitte Mai – warten Sie am besten die Eisheiligen ab, bevor Sie mit der Pflanzung beginnen. Ernten können Sie die mittelfrühen Kartoffeln ab August, die Spätkartoffeln bis in den Oktober hinein.

Vorbereitung – Boden düngen und Kartoffeln vorkeimen

Gärtnerin legt Kartoffeln zum Keimen auf ein Fensterbrett mit Thermometer nebenan.

Am besten gedeihen Kartoffeln auf leichten bis mittelschweren Böden. Auch wenn Ihr Garten gerade erst urbar gemacht wurde, eignet sich die Kartoffel mit ihren unkomplizierten Eigenschaften als erste Kultur. Sie braucht allerdings viele Nährstoffe – ein ebenso wirksamer wie natürlicher Dünger ist Stallmist. Wenn Sie diesen im Herbst ausbringen, sind die Kartoffeln optimal mit Kalzium, Magnesium, Stickstoff, Phosphor und Kalium versorgt.

Beginnen Sie etwa sechs Wochen bevor Sie die Kartoffeln aussetzen möchten, diese in einem hellen Raum zu lagern – idealerweise bei Temperaturen zwischen 10 und 15 °C. So können die Knollen bereits vorkeimen und Sie ernten die Kartoffeln um bis zu 3 Wochen früher. Das ist vor allem bei Frühkartoffeln vorteilhaft. Denn wenn die Kartoffeln bereits geerntet sind, können Sie das Beet noch früher für die Aussaat anderer Pflanzen verwenden, zum Beispiel für Wirsing, Grünkohl oder Erdbeeren.

Kartoffeln anpflanzen

Gärtnerin zieht mit Hacke Furchen in den Boden, um Kartoffeln einzusetzen.

Warten Sie mit dem Aussetzen, bis die Kartoffeln etwa 3 cm lange Triebe haben.
Dann ziehen Sie mit einer Hacke eine etwa 15 cm tiefe Furche in den Boden und legen die Kartoffeln mit den Trieben nach oben in die Erde hinein.

Je nach Sorte beachten Sie unterschiedliche Abstände zwischen den Pflanzen: Bei Frühkartoffeln reichen 30 cm aus, bei mittel- und spätreifenden Sorten planen Sie lieber bis zu 60 cm ein. Denn haben die Pflanzen zu wenig Platz, fällt der Ertrag niedriger aus.

Kartoffeln sind frostempfindlich. Drohen die Temperaturen nach der Aussaat noch einmal unter den Nullpunkt zu sinken, denken Sie daran, die Triebe mit Vlies oder Stroh abzudecken.

Kartoffelpflanzen richtig anhäufeln und pflegen

Gärtnerin bedeckt die Knollen der Kartoffelpflanzen mit Stroh.

Sobald die grünen Triebe der Kartoffelpflanze sichtbar sind, können Sie mit dem Anhäufeln beginnen. Dazu ziehen Sie die Erde – beispielsweise mit einer Feldhacke – an die Kartoffelpflanze heran. Sind die Stängel der Pflanzen circa bis zur Hälfte mit Erde aufgeschüttet, bilden sich hier Wurzeln mit weiteren Kartoffeln. Das Anhäufeln erhöht also den Ertrag der Ernte.

Bis die Blüten der Pflanze sichtbar werden, lockern Sie etwa alle 14 Tage rund um den Pflanzentrieb die Erde auf. So beschleunigen Sie das Wachstum der Knolle und beugen der Ausbreitung von Unkraut wirksam vor. Außerdem vermeiden Sie so, dass die Kartoffeln aufgrund des Lichteinfalls grün werden.

Die Mühe des Anhäufelns sparen Sie sich, indem Sie die Knollen mit einer etwa 20 cm hohen Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt bedecken. So werden Bodenorganismen gefördert, der Boden lockert sich von selbst und der Zerfall des organischen Materials sorgt für eine satte Nährstoffversorgung der Kartoffeln.

Kartoffelernte

Gärtnerin erntet Kartoffeln mit einer Grabegabel.

Wenn die ersten Pflanzen anfangen zu blühen, können Sie schon mit der Ernte von Frühkartoffeln beginnen. Diese lassen sich nur schwer lagern – ernten Sie also immer nur nach tatsächlichem Bedarf.

Ab August – wenn das Laub der Pflanzen gelb wird – können Sie die restlichen Kartoffeln ernten. Am einfachsten geht dies mit einer Grabegabel.

Vernichten Sie das Kartoffellaub nach der Ernte umgehend. So vermeiden Sie, dass sich Krankheiten ausbreiten. Am einfachsten ist ein traditionelles „Kartoffelfeuer“. Sie können die Abfälle jedoch auch über sogenannte Grüngut-Sammelstellen entsorgen.

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