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Warum ist organischer Dünger sinnvoll?

Pflanzen benötigen Stickstoff, um zu wachsen. Dieser befindet sich größtenteils in der Erdatmosphäre und ist damit für die meisten Pflanzen kaum nutzbar. Denn um die chemische Bindung des Stickstoffs zu knacken, braucht es viel Energie.

Um Nutzpflanzen trotzdem mit ausreichend Stickstoff zu versorgen, setzt die Landwirtschaft in der Regel mineralische Dünger ein. Eine ergiebige Alternative dazu sind Hornspäne und andere organische Dünger. Ihre Vorteile:

  • Organische Dünger enthalten bereits gebundenen Stickstoff und Eiweiße. Sie beeinflussen den globalen Stickstoffhaushalt nicht.

  • Das organische Material verbessert langfristig die Fruchtbarkeit und das Wasserhaltevermögen von Böden.

  • Nützliche Bodenorganismen profitieren ebenfalls vom organischen Nährstoffangebot.

  • Viele organische Düngemittel werden von den Pflanzen langsam zersetzt. Ihre Düngewirkung ist damit länger.

Erfahre mehr darüber, wie du deine Pflanzen richtig düngen kannst.
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Wie beziehen Pflanzen Stickstoff aus der Atmosphäre?

Violette Lupinenstauden auf einer Wiese.

Lupinen sind in der Lage, Stickstoff aus der Luft zu fixieren. Sie werden daher für die Gründüngung genutzt.

Mithilfe von Knöllchenbakterien fixieren Schmetterlingsblütler wie Ginster, Bohnen und Lupinen Stickstoff aus der Luft. Die Bakterien an den Wurzeln wandeln Luftstickstoff in Ammonium um. Auch heute kommen diese unter anderem bei der Gründüngung zum Einsatz, also wenn Gewächse gezielt zur Verbesserung der Bodenqualität angepflanzt werden.

Auch Blitze setzen atmosphärischen Stickstoff frei. Es entstehen hohe Temperaturen und pflanzenverfügbare Stickoxide. Schlägt ein Blitz ein, ist häufig ein deutlicher Ammoniakgeruch zu bemerken.

Herstellung von Hornspänen

Hornspäne werden auf dem Erdboden verteilt.

In Mühlen werden Hornspäne aus den Klauen und Hörnern von Rindern gewonnen.

Hornspäne bestehen aus den Hörnern und Klauen von Rindern. Die Zerkleinerung geschieht in speziellen Hornmühlen. Da die Tiere hierzulande meist schon als Kälber enthornt werden, gibt es nicht genug heimische Rohstoffe für die Herstellung von Hornspänen.

Anders ist das in Südamerika: Dort grasen Rinder in großer Zahl auf freien Flächen. Von ihnen stammt auch ein Großteil der hierzulande erhältlichen Hornspäne.

Gut zu wissen: Lies hier, warum Hornspäne beim Ausstreuen von Rindenmulch im Garten eine wichtige Rolle spielen.

Woraus bestehen Hornspäne?

Hornspäne bestehen fast komplett aus tierischem Eiweiß. In ihnen ist ein hoher Anteil an Stickstoffverbindungen von bis zu 15 % gespeichert. Die Kalium-, Phosphat- und Schwefelanteile sind mit etwa 1 % fast zu vernachlässigen.

Damit eignen sich Hornspäne gut für die Mehrheit der Gärten. Untersuchungen zeigen, dass die meisten Gärten auch ohne Dünger bereits gut mit Kalium und Phosphaten versorgt sind.

Um den Stickstoff für die Pflanzen im Garten verfügbar zu machen, müssen Mikroorganismen die Hornspäne im Boden zersetzen. Erst dann sind Stauden, Zwiebelblumen und Sträucher in der Lage, die Nährstoffe aufzunehmen.

Anders als beim Düngen mit Laubkompost entsteht bei der Zersetzung von Hornspänen allerdings kein Humus. Das Eiweiß zersetzt sich so stark, dass nahezu keine Überreste verbleiben. Dementsprechend sind Hornspäne ein besonders ergiebiger Dünger, den du sparsam einsetzen kannst.

Erfahre hier, wie du Kompost im Garten richtig anlegen kannst.

Hornspäne richtig verwenden

Aus einem Metalleimer werden Holzspäne am Fuß eines Strauchs verteilt.

Hornspäne zersetzen sich in der Erde. Arbeite sie deshalb nach dem Ausbringen leicht in den Boden ein.

Arbeite alle Arten von Horndünger nach dem Ausstreuen leicht in den Boden ein. Andernfalls dauert der Zersetzungsprozess entsprechend länger. Grundsätzlich eignet sich Horndünger für alle Pflanzen: Den pH-Wert des Bodens beeinträchtigt er nicht.

Je größer die Körnung, desto langfristiger ist die Wirkung der Hornspäne. Bringe sie daher früher aus als Hornmehl, bei dem die Wirkung viel schneller einsetzt. Für neu gesätes oder angepflanztes Gemüse eignet sich deshalb Hornmehl oder Horngrieß am besten. Dauerkulturen wie Erdbeeren oder Rhabarber, aber auch Beete mit Stauden lassen sich schon ab Herbst mit Hornspänen optimal versorgen.

Außerdem gilt: Je kleiner die Körnung, desto weniger Horndünger benötigst du pro Düngung. Allerdings musst du den Vorgang früher wiederholen als bei größeren Körnungen. Eine Überdüngung ist dabei kaum möglich, weil sich der Stickstoff nur langsam im Boden freisetzt.

Streue Hornspäne nicht in die Pflanzlöcher neuer Gehölze oder Sträucher: In den tieferen Bodenschichten gibt es nicht genug Sauerstoff für Mikroorganismen, die die Späne zersetzen sollen.

Sinnvoller ist es, Horndünger und reifen Kompost zu mischen: Die im Kompost enthaltenen Mikroorganismen beschleunigen die Zersetzung und damit die Verfügbarkeit des Stickstoffs. Außerdem liefert der Kompost weitere Spurenelemente und Nährstoffe. Wenn du deinen eigenen Kompost herstellen möchtest, findest du im OBI Onlineshop dafür passende Komposter.

Hornspäne und organischer Dünger im OBI Onlineshop

Wie unterscheiden sich Hornmehl, Horngrieß und Hornspäne?

Ein Gärtner hält feine Hornspäne in der behandschuhten Handfläche.

Horndünger gibt es in verschiedenen Körnungen. Davon hängt seine genaue Bezeichnung ab.

Je nach Körnungsgröße hat Horndünger verschiedene Bezeichnungen. Wie groß die Körnung ist, bestimmt außerdem, wie schnell der jeweilige Horndünger wirkt und ob er seine Nährstoffe längerfristig abgeben kann.

Hornspäne
Ihre Korngröße liegt bei mehr als 5 mm. Sie sind deshalb als Langzeitdünger einsetzbar. Die Zersetzung läuft langsam ab, sodass die Späne über ein Jahr hinweg konstant Stickstoff abgeben. Der richtige Zeitpunkt, um Hornspäne auszubringen, ist der Herbst. So stehen den im Frühjahr austreibenden Pflanzen die nötigen Nährstoffe sofort zur Verfügung. Bringe ebenfalls Hornspäne aus, bevor du Beete mit Rindenmulch bedeckst. Sie wirken dem Stickstoffmangel entgegen, der durch die Zersetzung der Rindenstücke entstehen kann.

Horngrieß
Hier liegt die Korngröße zwischen 1 mm und 5 mm. Die Wirkung dieses Horndüngers setzt schneller ein, da er sich schneller zersetzt. Dementsprechend eignet er sich weniger für die langfristige Nährstoffversorgung deines Bodens.

Hornmehl
Hier ist die Körnung mit unter 1 mm am geringsten. Auch die Düngewirkung setzt am schnellsten ein. Insofern ist Hornmehl die richtige Wahl, um deinem Boden einen kurzfristigen Nährstoff-Boost zu gönnen.

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