
Gießen mit Regenwasser
Um deine Pflanzen mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen, benötigst du jede Menge Wasser. Niederschlag aufzufangen und anschließend zum Gießen zu verwenden dient als kostengünstige Alternative zum Leitungswasser. Besonders bei kalkempfindlichen Pflanzen empfiehlt sich das Gießen mit Regenwasser. Wir verraten dir, wie du Regenwasser sammeln kannst, um es dann für Zimmer- und Gartenpflanzen zu nutzen.
Gießen mit Regenwasser – warum?
Pro Jahr fallen in Österreich durchschnittlich 1.100 l Regen pro qm. Diese Niederschlagsmengen kannst du dir zunutze machen und sie für die Bewässerung im Garten, im Gewächshaus oder für deine Zimmerpflanzen verwenden. Für das Wachstum vieler Pflanzen ist das Gießen mit Regenwasser sogar förderlich. Wenn du also das Regenwasser auffängst und anstelle von kostbarem Leitungswasser zum Gießen nutzt, tust du etwas für deine Pflanzen und die Umwelt, senkst gleichzeitig deinen Wasserverbrauch und schonst damit deine Geldbörse. So lohnt es sich doppelt, einen Regenwasserspeicher in die Gartengestaltung mit einzubeziehen.
Regenwasser sammeln

Die einfachste Methode, um Regenwasser aufzufangen, ist das Nutzen einer Regentonne.
Regenwasser aufzufangen, um es später zum Gießen von Zimmer-, Gewächshaus- und Gartenpflanzen zu verwenden, ist recht einfach: In einer Regentonne wird nach und nach das Wasser gesammelt, sodass du es über einen Zapfhahn oder ein Ventil mit einer Gießkanne entnehmen und zum Gießen verwenden kannst. Auch andere Auffangbehälter unter dem Fallrohr der Dachrinne erfüllen die gleiche Funktion und sind schnell aufgestellt.
Willst du das Regenwasser aber nicht nur zum Gießen, sondern auch noch für andere Zwecke verwenden, kann es wichtig sein, dass es nicht verunreinigt wird. Dann lohnt sich eine Zisterne, also ein Erdtank als Regenwasserspeicher. Je nach Modell fasst eine Zisterne einige hundert bis hin zu mehreren tausend Litern Regenwasser.
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Regen als optimales Gießwasser für kalkempfindliche Pflanzen
Regenwasser eignet sich grundsätzlich zur Bewässerung aller Gewächse – ob im Haus, im Garten oder im Gewächshaus. Besonders gut kommt es jedoch bei kalkempfindlichen Pflanzen an. Leitungswasser hat je nach Wohnort eine höhere oder niedrigere Wasserhärte. Einige Pflanzen wie Eriken, Magnolien, Rhododendren oder Blauregen gelten als kalkempfindliche Gewächse. Eine typische Reaktion von empfindlichen Pflanzen auf kalkhaltiges Gießwasser sind zum Beispiel Kalkflecken auf den Blättern.
Eine einfache Maßnahme zum Pflanzenschutz ist es, wenn du von der Bewässerung mit kalkhaltigem Leitungs- oder Brunnenwasser auf das Gießen mit Regenwasser umstellst. Du hast keine zusätzlichen Kosten und du sparst dir außerdem aufwendiges Entkalken des Leitungswassers.
Zimmerpflanzen mit Regenwasser gießen

Regenwasser ist kalkarm und somit besonders gut für empfindliche Zimmerpflanzen.
Einige Pflanzen draußen im Garten oder auf dem Balkon freuen sich über das kalkarme Regenwasser, das du zum Gießen verwendest. Aber auch Gewächshaus- und Zimmerpflanzen profitieren davon, wenn du bei der Bewässerung nicht auf Leitungswasser, sondern auf das Wasser aus der Regentonne zurückgreifst.
Viele Orchideen vertragen beispielsweise kalkarmes Wasser besser als Leitungswasser. Gleiches gilt für einige Farne, Zimmer-Azaleen und Gardenien. Dank der Regenwassernutzung wirst du dich über prächtig gedeihende Pflanzen freuen können.
Du kannst Wasser aus der Regentonne auch dafür nutzen, großblättrige Pflanzen einzusprühen. Regenwasser hinterlässt keine Kalkflecken auf den Blättern und sorgt so für eine schöne Optik.
Gießen mit geschmolzenem Schnee
Auch im tiefsten Winter kannst du die natürliche Wasserversorgung von draußen nutzen. Schippe dafür etwas Schnee in einen Eimer oder direkt in eine Gießkanne und stelle diesen zum Auftauen ins Haus oder in die Wohnung.
Sobald der Schnee geschmolzen ist und das Wasser in etwa die Zimmertemperatur angenommen hat, kannst du es als Gießwasser verwenden. Vorher solltest du deine Pflanzen nicht damit gießen, weil viele Gewächse kaltes Wasser nicht vertragen.
Regenwasser filtern

Ein großer Kessel fängt besonders viel Regenwasser auf. Willst du es mit einem Schlauch verwenden, solltest du es vorher filtern.
Möchtest du das Regenwasser nicht nur mit der Gießkanne verwenden, sondern es mit einem Gartenschlauch oder Bewässerungssystem verteilen, ist es ratsam, einen Filter dazwischenzuschalten. Dieser verhindert, dass die Sprühdüsen oder Schläuche durch Verunreinigungen im Regenwasser verstopfen. Als Filter kannst du einen sogenannten „Regendieb“ in das Fallrohr deiner Dachrinne einsetzen.
Nutzt du eine große Zisterne, gibt es spezielle Systeme, die das Regenwasser filtern und so verhindern, dass Verschmutzungen ins Wasser gelangen. Alternativ kannst du jedoch auch einen Filter vor dem Auslauf des Erdtanks anbringen und so das Regenwasser von Unreinheiten befreien.
Hinweis: Achte darauf, dass du die genutzten Filter regelmäßig reinigst oder bei Bedarf austauschst.







