
Beet vorbereiten
Mit einem Gemüsebeet kannst du dich in Teilen selbst versorgen. Um das Beet auf die Gemüsezucht vorzubereiten, sind einige Arbeiten im Vorfeld notwendig. Im folgenden Artikel liest du, worauf du bei der Vorbereitung eines Gemüsebeetes achtest.
Der richtige Standort fürs Beet
Ein Beet braucht einen möglichst sonnigen Platz im Garten, denn die meisten Gemüsesorten brauchen viel Licht. Vermeide also schattige Lagen und plane dein Beet um den Schatten von Bäumen und Sträuchern herum. Möchtest du kein Gemüse, sondern Stauden anpflanzen, benötigst du auch einen vollsonnigen Standort. Staudenbeete benötigen darüber hinaus frischen bis mäßig feuchten Boden. Wie du beim Anpflanzen eines Staudenbeets richtig vorgehst, erfährst du detailliert in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung Staudenbeet anlegen.
Neben der sonnigen Lage ist ein windgeschützter Standort wichtig, damit die Pflanzen später gut gedeihen. Idealerweise kann die Luft etwas zirkulieren, damit die Blätter der Gemüsepflanzen nach dem Regen schneller trocknen. Vermeide also allzu windige oder windstille Standorte. Diese würden den Gewächsen langfristig schaden und können unter anderem Pilzerkrankungen und Schädlinge begünstigen.
Möchtest du trotzdem einen eher windigeren Standort nutzen, empfehlen sich niedrige Hecken, wie beispielsweise Buchsbaumhecken, um das Beet damit windgeschützt einzufassen und die Wurzeln der Gemüsepflanzen zu schützen. Achte bei der Planung deines Beetes darauf, dass ein Wasseranschluss in der Nähe ist, um dir die spätere Bewässerung zu erleichtern. Die Nähe zu einem Komposter oder Komposthaufen kann wiederum das spätere Düngen vereinfachen.
Tipp: Lege ein Kräuterbeet nicht allzu weit von der Küche an, dann kannst du beim Kochen leicht frische Kräuter aus deinem Garten ernten. Weitere Informationen zum Anlegen eines Beets speziell für Kräuter erfährst du im OBI Ratgeber Kräuterbeet anlegen.

Ist das Beet richtig vorbereitet, werden aus kleinen Setzlingen schnell leckere Gemüsepflanzen.
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Den Boden im Gemüsebeet vorbereiten
Für das Anlegen eines Gemüsegartens ist ein lockerer, humus- und nährstoffreicher Boden ideal. Doch nicht jeder Garten bietet für das Beet die optimale Grundlage. Gartenböden unterscheiden sich beispielsweise je nach Region: Im Norden von Deutschland sind sie eher leicht und sandig. Im Süden gibt es eher mittelschwere, lehmige Böden bis schwere Tonböden.
Um den Boden in deinem Garten zu verbessern und für das Gemüsebeet vorzubereiten, hast du mehrere Möglichkeiten: Einen leichten Sandboden kannst du zum Beispiel mit etwas Gesteinsmehl aufwerten. Mittelschweren Lehmboden lockerst du am besten mit Sand auf. Am arbeitsintensivsten sind schwere Tonböden. Solche Gartenböden bereitest du bereits im Herbst vor dem ersten Frost vor, in dem du ihn tiefgründig umgräbst. Anschließend reicherst du den Boden mit nährstoffreichem Kompost an. Denke auch daran, dein Beet regelmäßig zu düngen, damit die Pflanzen genügend Nährstoffe bekommen. Dünger bringst du ab Ende März bis Ende August aus.
Es empfiehlt sich grundsätzlich, mit der Vorbereitung des Bodens im Herbst zu beginnen, wenn das Laub von den Bäumen fällt, damit das Gemüsebeet im Frühjahr startklar ist. So bereitest du dein Beet vor:
Im ersten Schritt entfernst du das Laub mit einem Rechen und trägst das vorhandene Gras ab. Anschließend musst du den Boden mit einer Grabegabel bis zu einer Tiefe von 20 cm bis 30 cm umgraben. Eventuell vorhandenes, tief wurzelndes Unkraut solltest du jäten. Anschließend reicherst du den Boden mit reifem Kompost an und ziehst die Oberfläche glatt.
Im zweiten Schritt verleihst du dem umgegrabenen Beet die Reihen für die Saat. Die ziehst du möglichst gerade, indem du dort eine Schnur zwischen zwei Hölzern spannst, wo die Reihe entstehen soll. Mit einer Hacke ziehst du dann entlang der Schnur deine Reihen, an denen du dich später beim Aussäen orientierst.

Sorge im Beet für einen lockeren Boden, indem du ihn immer mal wieder harkst.
Tipps für die richtige Beet-Größe
Du kannst deinen Gemüsegarten als Reihenbeet oder mit Pflanzkreisen anlegen. Generell gilt aber: Mach dir die künftige Gartenarbeit so einfach und bequem wie möglich. Bewährt haben sich rechteckige Beete mit einer Breite von 1,20 m. Hast du ein Hanggrundstück, ist es sinnvoll, das Beet quer zum Hang anzulegen. So kann das Regenwasser abfließen und staut sich nicht am Ende vom Beet.
Wege legst du am besten rechtwinkelig zum Beet an. Der Hauptweg sollte so breit sein, dass du mit einer Schubkarre bequem hindurchfahren kannst. Rechne hier mit einer Breite von 60 cm bis 80 cm. Für die Nebenwege kannst du mit etwa 30 cm etwas weniger einplanen. Als Belag nimmst du naturnahen Mulch oder Trittsteine aus Holz, Beton oder Naturstein.
Wie groß du das Beet insgesamt anlegen willst oder wie viele Beete es werden sollen, hängt davon ab, wie viel Gemüse du anbauen möchtest. Als Faustregel gilt: Eine Fläche von 30 m² bis 40 m² reicht aus, um eine Person mit Gemüse zu versorgen. Rechnest du mit einer Breite von 1,20 m und einer Länge von 5 m pro Beet, ermöglichen dir sechs dieser Beete die Vollversorgung mit Gemüse.
Das Beet einfassen
Eine Beeteinfassung ist aus mehreren Gründen sinnvoll: Zum einen hält sie die wertvolle Erde im Beet, zum anderen schützt sie vor Schädlingen und hält gleichzeitig Unkraut fern. Beim Material für die Beeteinfassung hast du die Wahl zwischen Steinen aus Beton oder Naturstein, Zäunen oder niedrigen Sträuchern.
Beet bewässern
Beet bewässern mit einem Perlschlauch: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Damit die Pflanzen im Beet richtig wachsen und gedeihen, müssen sie bewässert werden. Das kannst du am besten mit einem Gartenschlauch oder einer Gießkanne machen. Passe die Wassermenge immer auf deine Pflanzen ab, damit sie ausreichend Wasser bekommen, aber nicht ertrinken. Auch wenn du nicht so viel Zeit hast oder im Urlaub bist, brauchen sie Wasser. Dafür eignet sich zum Beispiel ein Perlschlauch mit Bewässerungscomputer. Wie du so ein System in deinem Garten anlegst, erfährst du hier:
Schraube zuerst den Bewässerungscomputer an den Wasseranschluss, damit dieser die Wasserzufuhr regeln kann, und schließe dann einen Gartenschlauch an den Computer. Diesen legst du bis zum Beet aus und schneidest den Rest ab.
Jetzt führst du den Schlauch zum Beet. Dafür legst du den Schlauch unter die Beetbegrenzung hindurch in das Beet. Schraube einen Schlauchverbinder mit Klicksystem an das andere Ende des Schlauches, welches sich im Beet befindet.
Schließe den Perlschlauch an den Schlauchverbinder an und lege ihn rund um die Pflanzen aus. Mit Erdhaken kannst du den Schlauch fixieren. Der Schlauch gibt dank der porösen Oberfläche kleine Wassertropfen an das Beet ab. Möchtest du den Schlauch unterirdisch verlegen, vergrabe den Perlschlauch in der Erde. Dies eignet sich aber nur für Beete, die du nur selten umgraben musst.
Möchtest du mehrere Beete bewässern, erstellst du eine Beetüberbrückung. Hierfür nimmst du wieder einen Gartenschlauch, schneidest ihn auf die gewünschte Länge zu und verlegst ihn wieder unter die Beeteinfassung. Dann verbindest du ihn mit dem Perlschlauch. Den Schlauch außerhalb des Beets kannst du zum Beispiel mit Rindenmulch bedecken, damit du darüber nicht stolperst.
Stelle zum Schluss am Bewässerungscomputer die gewünschte Dauer und Wassermenge ein und schalte das Wasser an. Der Wasserdruck sollte niedrig sein, da die Perlschläuche empfindlich sind.
Tipp: Den Perlschlauch kannst du im Winter einfach im Beet lassen, da er sich von selbst entwässert.
Ein Hügelbeet anlegen
Neben den klassischen Beetreihen am Boden gibt es weitere Beetarten, die du für das Anbauen von Gemüse nutzen kannst. So zum Beispiel das Hügelbeet. Hügelbeete haben zwei große Vorteile: Du musst dich beim Arbeiten nicht so tief bücken wie bei einem ebenerdigen Beet und durch seinen Aufbau ist ein Hügelbeet immer gut durchlüftet. So stehen die Wurzeln der Gemüsepflanzen auch nicht im Wasser, sollte es mal längere Zeit regnen. Allerdings fließt das Wasser schneller ab und du musst bei einem Hügelbeet damit rechnen, dass du häufiger gießen musst.
Ein Hügelbeet besteht in der untersten Lage aus Gestrüpp, gefolgt von umgedrehten Grassoden, darauf Laub und eine Schicht Kompost oder Stallmist. Für ein einfaches Beet empfiehlt sich eine Fläche von etwa 1,5 m x 5 m. Hügelbeete haben allerdings auch einen nennenswerten Nachteil: Wühlmäuse ziehen gern in die erhöhten Beete ein.
Ein Hochbeet anlegen

Sei beim Bepflanzen deiner Beete kreativ: Mischkulturen sorgen für Abwechslung auf dem Teller und sehen im Garten attraktiv aus.
Ein großer Vorteil eines Hochbeets ist die individuelle Höhe, die du bei einem Bau selbst festlegen kannst. Die meisten Hochbeete sind zwischen 70 cm und 90 cm hoch. Der Arbeitsaufwand ist am Anfang relativ hoch, dafür hält sich der Pflegeaufwand in den späteren Jahren in Grenzen.
Wie das Hügelbeet benötigt auch ein Hochbeet einen Schichtaufbau. Beim Vorbereiten wählst du die Einfassung für dein Beet am besten aus einem robusten Holz. Das kann zum Beispiel das Holz der Lärche, Kastanie oder Robinie sein.
Auf der Innenseite bringst du anschließend Noppenfolie an. Sie schützt das Holz vor der Feuchtigkeit aus der Erde. Auf dem Boden bringst du ein engmaschiges Drahtgeflecht gegen Wühlmäuse an. Das Hochbeet befüllst ähnlich du wie das Hügelbeet. Mit der Zeit musst du dann immer mal wieder Kompost nachfüllen, da sich die Schichten im Laufe der Zeit absenken.
Tipp: In unserem Ratgeber zum Anlegen eines Hochbeetes erfährst du alles Wissenswerte über die Aussaat und den Anbau in einem Hochbeet.
Unkraut im Beet bekämpfen
Unkraut ist die unerwünschte Konkurrenz im Gemüsegarten für deine Pflanzen und hindert sie beim Gedeihen. Abhilfe schafft zum Beispiel eine dicke Mulchschicht aus Kompost oder Stroh. Ein Nachteil: Schnecken fühlen sich darin pudelwohl. Daher lockerst du die oberen Bodenschichten regelmäßig mit einer Ziehhacke auf. Das nimmt Unkraut den Halt und macht es unbequemer für im Boden lebende Schädlinge.

Lockere die Erde vor dem Einpflanzen neuer Setzlinge auf und gieße nach dem Einsetzen reichlich.
Das Beet nach der Ernte pflegen
Hast du deine Ernte eingefahren, lässt du das Beet im Winter nicht offen. Das würde Unkraut Vorschub leisten. Regengüsse könnten zudem wertvolle Nährstoffe auswaschen und teils sogar den Boden wegschwemmen.
Die Zeit nach der Ernte ist zudem ideal, um eine Gründüngung auszubringen. Sie lockert den Boden, zieht Nährstoffe aus der Luft und sorgt für Humus, wenn du sie im Herbst abmähst und als Mulch bis zum Frühjahr liegen lässt.

Hast du dein Beet richtig vorbereitet und angelegt, kannst du sicher schon bald die erste Ernte aus deinem Gemüsebeet einfahren.








