Hochbeet aus Holz auf Balkon neben Bank und bepflanzten Blumentöpfen und Bank und Beistelltisch unter Sonnensegel

Hochbeet anlegen – alles rund um Hochbeete

Hochbeete sind nicht nur ein Blickfang, sie können auch die Arbeit im Garten erleichtern. Dieser Ratgeber gibt einen Überblick über die verschiedenen Hochbeet-Arten sowie deren Befüllung, Bepflanzung und Pflege.

Was sind die Vorteile eines Hochbeetes?

Ein Hochbeet anzulegen, bedeutet zwar einen gewissen Aufwand, aber besonders beim Anbau von Gemüse kann sich dieser lohnen. Hochbeete haben gegenüber ebenerdigen Beeten einige Vorteile: Hochbeete ermöglichen zum Beispiel eine wesentlich frühere Anzucht- und eine längere Erntezeit durch die bessere Erwärmung des Beetes. Außerdem arbeiten Sie praktisch in Tischhöhe – das schont den Rücken. Auch auf den Einsatz von Düngemitteln können Sie überwiegend verzichten, denn durch die Verrottung organischer Bestandteile entsteht wertvoller, nährstoffreicher Humus. 

Wie lässt sich ein Hochbeet anlegen?

Um ein Hochbeet anzulegen, eignen sich der Herbst oder das Frühjahr am besten. Denn in diesen Zeiten finden Sie viele Gartenabfälle wie Heckenschnitt, Laub und Kompost. Als Werkzeuge sollten Sie Spaten, Schaufel, Schubkarre, Grabegabel und Arbeitshandschuhe griffbereit haben. Außerdem benötigen Sie Kaninchengitter, eine stabile Folie, Pflanzerde, eventuell ausgestochene Rasenstücke und natürlich die Bauteile für Ihr Hochbeet. 

Bei manchen Hochbeeten empfiehlt es sich, zuerst den Untergrund zu präparieren. In der Regel folgt dann der Aufbau des Hochbeetes. Egal welches Material Sie dafür verwenden – Sie sollten den Rahmen immer mit einem Kaninchengitter unterlegen und das Innere mit Folie auskleiden, um den Rahmen vor Holzfäule und das Innere des Beetes vor Nagetieren und anderen Schädlingen zu schützen. Schließlich befüllen Sie das Hochbeet mit den jeweils nötigen Schichten aus Erde, Kompost, Strauch- und Baumschnitte und Rasen. Dann können Gemüse, Kräuter oder Zierpflanzen ins Beet.

Holz, Stein, Metall – verschiedene Materialien für Hochbeete

Bevor es losgehen kann, müssen Sie zunächst die Einfassung für das Hochbeet bauen. Dazu können Sie entweder Holz, Mauerstein, Palisaden, Gabionen oder Metall verwenden. Jedes Material hat seine eigenen Vorzüge, aber auch Nachteile: Holz ist einfach zu verarbeiten und aufgrund seiner natürlichen Optik beliebt. Beachten Sie bei einem Hochbeet aus Holz jedoch, dass es ohne Imprägnierung leicht verrotten kann. In Sachen Stabilität wird der Holzrahmen von einem Hochbeet aus Stein möglicherweise noch überboten. Bauen Sie für diese Konstruktion idealerweise ein Fundament aus Beton. Unter Umständen ist auch eine Grundlage aus verdichtetem Schotter und Sand für ein Hochbeet aus Stein ausreichend. Stein ist außerdem robust und pflegeleicht. Metall ist ebenfalls langlebig und führt aufgrund seiner Beschaffenheit zu einem hilfreichen Glashauseffekt. So profitieren Sie von einer besonders langen Erntezeit.

Hochbeet aus Holz an Sandstein-Terrasse in pittoreskem Garten mit hellblauer Bank, weißem Tisch und Holzzaun
Hochbeet aus Holz mit Gemüse in Garten an Terrasse mit weißem Tisch und Grill

Welche Größe soll ein Hochbeet haben?

Ein Hochbeet hat eine durchschnittliche Höhe von 80 cm, wobei es auch niedrigere Beete von gerade mal 30 cm für Kartoffeln oder 50 cm für Rosen gibt. Erdbeeren hingegen sollten möglichst hoch gesetzt werden, am besten auf 100 cm.

Solch eine Höhe ermöglicht rückenschonendes Arbeiten: Sie können wie an einem Tisch aufrecht stehen, brauchen sich kaum zu bücken oder zu verrenken. Um dies zu unterstützen, darf ein Hochbeet nicht breiter als 130 cm sein – nur so können Sie die Mitte von allen Seiten problemlos erreichen. Die Länge des Hochbeets richtet sich nach dem Platz, den Sie zur Verfügung haben. Wer möchte, kann auch mehrere Hochbeete nebeneinander anlegen.

Heimwerker verteilt mit Hand Erde in Hochbeet aus Holz

Das Hochbeet befüllen

Die Füllungen von Hochbeeten bestehen meistens aus vielen Schichten, was eine optimale Zersetzung im Inneren fördert. Die Anzahl und Höhe der verschiedenen Schichten richtet sich vor allem danach, ob es sich bei dem Hochbeet um ein Nutzbeet oder ein Zierbeet handelt. Während den Zierpflanzen eine Aufteilung von einem Drittel Kies zu zwei Dritteln Pflanzerde genügt, kommen beim Nutzbeet ingesamt bis zu vier oder fünf Schichten zum Einsatz. 

Hochbeet Querschnitt mit Schichten für Zierpflanzen und Nutzpflanzen

Tipps zur Bepflanzung

Wenn Sie ein Hochbeet anlegen, sollten Sie es in den ersten zwei Jahren nur mit Starkzehrern  wie Kohl, Lauch, Zucchini und Tomaten bepflanzen und dabei auf eine ausgewogene Mischkultur achten: Die einzelnen Pflanzen ziehen unterschiedliche Nährstoffe aus der Erde, geben aber auch wieder etwas davon an das Substrat ab. Zwischen das Gemüse können Sie Kräuter pflanzen – die intensiven Düfte wehren Schädlinge hervorragend ab. In den Folgejahren können Sie auch Schwachzehrer wie Spinat und Salat anbauen.

Ein Ziergarten ist häufig einfacher in der Handhabung als ein Nutzgarten. Auch bei den Blumen gibt es eine Unterscheidung zwischen Starkzehrern und Schwachzehrern. Geranien, Chrysanthemen, Sonnenblumen und Tulpen zählen zu den Blumen, die Sie direkt im ersten Jahr pflanzen können. Azaleen, Begonien, Stiefmütterchen, Primeln und Petunien sollten lieber erst in den Folgejahren eingesetzt werden.

Frau bepflanzt Hochbeet aus Holz mit Tomaten und Kräutern

Der richtige Zeitpunkt – Hochbeet anlegen im Frühling oder Herbst

Um ein Hochbeet anzulegen, benötigen Sie viele verschiedene organische Materialien. Gartenabfälle eignen sich dafür bestens: Sie enthalten viele Nährstoffe, die das Pflanzenwachstum anregen. Da die natürlichen Abfälle überwiegend im Frühjahr und im Herbst anfallen, wenn der Garten auf Vordermann gebracht wird, sollten Sie auch zu dieser Zeit Ihr Hochbeet anlegen.

Grundsätzlich sind die Temperaturen in einem Hochbeet immer höher als in einem gewöhnlichen Flachbeet – um bis zu fünf Grad Celsius. Aus diesem Grund können Sie noch bis weit in den Herbst gärtnern und dank des guten Klimas reifen Obst und Gemüse auch schneller – dadurch haben Sie schon bald wieder Platz für die nächste Aussaat.

Frau setzt Erdbeerpflanzen in Hochbeet aus Holz

Pflege eines Hochbeetes

Aufgrund seiner leicht erhöhten Temperatur kann die Erde des Hochbeetes relativ schnell trocken werden. Aus diesem Grund sollten Sie die Pflanzen regelmäßig und reichlich wässern – insbesondere an warmen Tagen im Sommer. Um ein Austrocknen zu verhindern, können Sie das Beet auch mit Vlies, Grasmulch, Kohlrabi- oder Rhabarberblättern abdecken.

Wie viel Düngung das Beet braucht, ist abhängig von dem Alter seiner Füllung. Im ersten Jahr sind z.B. noch genügend Nährstoffe vorhanden. Mit der Zeit sacken die Schichten ein wenig ab, da der Verrottungsprozess seinen Gang geht. Um das Beet vor der ersten Aussaat im Frühjahr aufzufüllen, können Sie frische Komposterde verwenden. Dazu müssen Sie allerdings die obere feine Erdschicht abtragen. Wenn Sie das Hochbeet im Winter mit einem Dach aus Acrylglas abdecken, sind die Pflanzen deutlich besser vor Kälte, Niederschlägen und Frost geschützt als durch eine Abdeckung aus Vlies oder Laub. Umgraben müssen Sie das Beet nicht – das würde die Schichten nur durcheinanderbringen.

Nach durchschnittlich fünf bis sechs Jahren braucht das Hochbeet eine Grunderneuerung. Wenn Sie ein Hochbeet aus Holz angelegt haben, sollten Sie sorgsam prüfen, ob das Baumaterial noch stabil oder schon marode ist. Erkennen Sie faule Stellen, sollten Sie ein neues Hochbeet bauen. Die Befüllung ist nach dieser Zeit aber auf jeden Fall auszutauschen – so garantieren Sie einen hohen Ertrag. Das Substrat aus dem Hochbeet sollten Sie auf keinen Fall wegwerfen. In Form von Humus trägt es zur Bodenverbesserung in ebenerdigen Gemüsebeeten bei.

Bewässerung mit Brausen-Aufsatz in Garten
Familie deckt Hochbeet mit neuen Pflanzen ab
Hochbeet planen und gestalten mit dem Gartenplaner

Hochbeet planen und gestalten mit dem Gartenplaner

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