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Geöffneter Rollladenkasten mit aufgewickelter Rolllade.

Diese Anleitung zeigt, wie du einen Rollladenkasten dämmen kannst. Du lernst die Schritte vom Öffnen des Revisionsdeckels über das Abdichten von Rissen und Fugen bis zum Verkleben der Dämmung kennen.

Rollladenkasten dämmen: Welche Materialien benötige ich?

Für die Dämmung eines Rollladenkastens stehen dir verschiedene Dämmplatten und Dämmmatten zur Verfügung. Die Wahl der passenden Dämmung hängt vor allem davon ab, wie viel Platz im Rollladenkasten ist und welchen Dämmwert du erreichen willst. Hochwertigere Dämmstoffe sind eventuell etwas kostspieliger in der Anschaffung, schützen das Haus aber besser vor unerwünschter Kälte und Wärme sowie Zugluft. Neben dem Dämmmaterial für den Rollkasten benötigst du außerdem noch PU-Schaum für das Verkleben der Dämmung sowie Silikon, Spachtelmasse und Dichtungsband für das Abdichten von Fugen und Rissen.

Ungedämmte Rollladenkästen sind Einfallstore für kalte oder warme Luft. Ohne angemessene Dämmung riskierst du bei kälteren Temperaturen hohe Wärmeverluste. Gerade bei älteren Häusern sind die Rollladenkästen oft nicht gedämmt. Meist bestehen sie nur aus einem in der Wand verbauten Kasten aus dünnem Holz. Dadurch wird in erheblichem Maße Energie vergeudet. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus kommen schnell über zehn Quadratmeter Fläche an Rollladenkästen zusammen, durch die warme Luft aus dem Innenraum nahezu ungehindert durch das Fenster entweichen kann.

Bereits dünne Dämmplatten vermindern den Energieverlust um bis zu 60 %. Da ungedämmte Rollladenkästen zudem Wärmebrücken darstellen und so zu Schimmel- und Rissbildung führen können, lohnt sich die Rollladenkasten-Dämmung umso mehr.

Mit einer wirkungsvollen Wohnraumdämmung vermeidest du Wärmeverluste, sparst Heizkosten und schonst die Umwelt.

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So dämmst du einen Rollladenkasten

1Revisionsdeckel öffnen

Eine Grafik zeigt einen Heimwerker, der den Revisionsdeckel des Rollladenkastens mit einem Schraubendreher öffnet.

Auf einen Blick

  • Revisionsdeckel mit Schraubendreher öffnen

  • Vorsichtig vorgehen, um Schäden zu vermeiden

2Rollladen hochziehen und Kasten ausmessen

Die Grafik zeigt, wie ein Rollladen hochgezogen wird.

Auf einen Blick

  • Rollladen vollständig hochziehen

  • Seitenteile des Kastens präzise ausmessen

  • Schablonen für den Zuschnitt anfertigen

3Rollladenkasten reinigen

Die Grafik zeigt, wie eine Person den Rollladenkasten mit Tuch und Staubsauger reinigt.

Auf den ersten Blick

  • Kasten ausfegen und aussaugen

  • Kasten und Rollladen gründlich auswischen

4Fugen und Risse im Kasten abdichten

Eine Grafik zeigt, wie eine Person Risse im Rollladenkasten mit Silikon abdichtet.

Auf einen Blick

  • Risse verspachteln und verschließen

  • Fugen mit Silikon abdichten

5Dämmplatten zuschneiden

Die Grafik zeigt, wie ein Heimwerker mit einem Cuttermesser die Dämmplatte für einen Rollladenkasten zuschneidet.

Auf einen Blick

  • Mit Schablonen die Dämmung zuschneiden

  • Passgenaue Größen überprüfen

6Dämmplatten verkleben und Stoßkanten abdichten

Die Grafik zeigt, wie eine Person Dämmplatten im Rollladenkasten mit PU-Schaum verklebt.

Auf einen Blick

  • Dämmung mit PU-Schaum verkleben

  • Stoßkanten mit PU-Schaum abdichten

  • Nach dem Dämmen den Revisionsdeckel schließen

7Revisionsdeckel und Führungsöffnung abdichten

In der Grafik zeigt ein Heimwerker auf eine Bürstendichtung an der Führungsöffnung des Rollladengurtes.

Auf einen Blick

  • Kastendeckel mit Silikon abdichten

  • Führungsöffnung mit Bürstendichtung abdichten

Das benötigst du für dein Projekt

  • Dämmmaterial

  • Silikon

  • Dichtungsband

  • PU-Schaum

  • Schraubendreher

  • Cuttermesser

  • Staubsauger

Welches Material ist für die Dämmung geeignet?

Für die Dämmung von Rollladenkästen kannst du unterschiedliche Materialien verwenden:

  • Polystyrol (u. a. bekannt unter den Handelsnamen Styropor® und Styrodur®)

  • Biegsame Dämmplatten

  • Fertige Rollladenkasten-Dämmsets

Bei den biegsamen Dämmplatten geht der Zuschnitt deutlich einfacher von der Hand. Du musst nur die Breite und Länge anpassen. Sind sie richtig zugeschnitten, schiebst du die Dämmmatten einfach in den Rollladenkasten an die richtige Stelle. Die Fugen an den Seiten dichtest du mit Schaum ab.

Die Faustregel dabei lautet: Je dicker du den Rollladenkasten dämmst, desto weniger Energie geht später darüber verloren.

Wie teuer ist die Dämmung von Rollladenkästen?

Eine Person bedient einen Taschenrechner. In der linken Hand hält sie ein Wärmebild eines Hauses, auf dem die unterschiedliche Wärmeabstrahlung einzelner Hausbereiche farblich markiert ist.

Rollladenkästen zu dämmen, kostet natürlich Geld. Langfristig senkt es aber die Heizkosten.

Insgesamt benötigst du recht wenig Material und Werkzeug, was sich natürlich auch auf die Kosten auswirkt. Pro Rollladenkasten kannst du mit etwa 50 Euro kalkulieren, je nach Material und Qualität.

Grundsätzlich sind Maßnahmen förderfähig, welche die thermische Qualität der Außenhülle eines gebäudes verbessern. Die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) fördert Maßnahmen, die von einer für die Arbeiten befugten Firma durchgeführt werden. Eine reine Kostenaufstellung der benötigten Materialien reicht damit nicht aus. Verschattungssysteme werden im Zuge eines Fenstertausches förderungsfähig.

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Energieeffizienz durch Wärmedämmung

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Maßnahmen mit Vermietern abstimmen

Das Dämmen eines Rollladenkastens ist ein Eingriff in die Bausubstanz. Bevor du als Bewohner einer Mietwohnung oder eines Miethauses also loslegst, frage unbedingt vorher deinen Vermieter.

Informiere ihn am besten schriftlich und fordere eine schriftliche Zustimmung ein. So bist du auf der sicheren Seite, sollte es später Probleme geben.

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