Wärmedämmung ist für Altbau-Käufer Pflicht
Gemäß des Energieausweis-Vorlage-Gesetzes (EAVG) muss spätestens beim Verkauf dem Käufer ein Energieausweis der Immobilie vorgelegt werden. Der Ausweis ist über die ÖNORM H 5055 (Energieausweis für Gebäude) geregelt.
Wenn du dazu eine Holzbalkendecke dämmen willst, solltest du die Arbeit gut planen und sehr sorgfältig ausführen. Am besten lässt du dir von einem Fachunternehmen helfen.
Hinweis: Wichtig ist, dass die Bau- und Energiegesetze der Landesgesetzgebung unterliegen, weshalb es regionale Unterschiede geben kann.
Materialien zum Dämmen einer Holzbalkendecke
Eine Holzbalkendecke muss den geforderten Wärme- und Schallschutz gewährleisten. Um das zu erreichen, kannst du auf eine Vielzahl von geprüften und bewährten Konstruktionen zurückgreifen.
Dämmplatten mit Fugenlatten: Sie ermöglichen eine druckbelastbare Fußbodendämmung unter Dielenböden.
Bodendämmplatten für hohe Verkehrslasten: Diese besitzen besonders große Dämmschicht-Dicken.
Trittschalldämmplatten: Sie dienen als Auflage auf Estrichböden.
Trockenschüttungen: Diese sind ideal, wenn der Bodenaufbau auf einer Holzbalkendecke uneben ist.
Du kannst zudem Materialien wie Beton oder Lehmsteine in die Holzbalkendecke einbauen. So vergrößerst du die vorhandene Masse.
Kombinierst du sie mit biegeweichen Holzfaserplatten, verbesserst du den Schallschutz und erreichst auch mehr Gehkomfort.

Mit Holzfaserdämmplatten kannst du die Holzbalkendecke effektiv dämmen. Das Material ist besonders belastbar.
Druckbelastbare Holzfaserdämmplatten
Druckbelastbare Holzfaserdämmplatten erreichen neben ihrer Belastbarkeit hervorragende Wärmedämm- und Schallschutzwerte.
Sie kommen deshalb als Dämmschicht unter fast allen Arten von Unterlagsböden zum Einsatz. In Kombination mit den Fugenlatten sind sie das ideale Dämmsystem für massive Dielenfußböden.
Mit druckbelastbaren Holzfaserdämmplatten lassen sich jedoch auch Sparrendächer und Wände in Holzbauweise dämmen. Denn die Platten kannst du überall dort verbauen, wo nur geringe Sparrenhöhen für den Einbau zur Verfügung stehen. Auch wenn bei Dächern und Wänden ein besonders guter Dämmwert erreicht werden soll, eignen sich die Holzfaserdämmplatten gut.
Flexible Holzfaserdämmplatten

Dämmmaterial sollte gute Dämm- aber auch Wärmespeicherfähigkeiten mitbringen. So stimmt das Klima im Inneren des Hauses.
Auch flexible Holzfaserdämmplatten besitzen eine starke Wärmedämm- und Wärmespeicherfähigkeit. Deshalb werden sie für die diffusionsoffene Dämmung von Wänden und Dächern ebenso verwendet wie im Innenausbau.
Durch ihre Diffusionsoffenheit und die Fähigkeit, Feuchte zu speichern und wieder abzugeben, regulieren Holzfaserdämmplatten den Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft und sorgen für ein gesundes und behagliches Klima im Raum.
Außerdem kannst du den hautfreundlichen Dämmstoff mit einfachen Schneidwerkzeugen bearbeiten. Derartige Holzfaserdämmplatten sind sehr flexibel. Sie lassen sich schnell und fugenfrei bis zu einer Spannweite von fast 1 m ohne weitere Befestigung zwischen die vorhandene Balkenkonstruktion einpassen.
Holzbalkendecke mit Trittschalldämmung
Soll auf einer Holzbalkendecke verlegter Estrich erneuert oder erstmals verlegt werden, dienen Trittschalldämmplatten aus Holzfasern als Unterbau.
Sie sind extrem belastbar und bieten in allen Anwendungsbereichen eine gute Trittschalldämmung. Das gilt für hydraulisch gebundenen Estrich ebenso wie für Trockenestrich, Verlegespanplatten, Estrichziegel oder Fertigparkett.
Trockenschüttung
Höhenunterschiede in einer Holzbalkendecke kannst du mit einer Trockenschüttung ausgleichen. Es gibt Schüttmaterial aus geblähtem Lias-Rohton. Das Material ist extrem druckfest und hat ein recht hohes Gewicht.
Dadurch verbessert es die Schalldämmung und das Schwingungsverhalten von Fußböden. Schüttungen aus Lias-Rohton kannst du auf sämtlichen Untergründen aufbringen. Das gilt sowohl für Massiv- als auch für Holzbalkendecken.
Auf ihnen kannst du mit verschiedenen Unterlagsböden und Trockenbodenaufbauten weiterarbeiten.
Tipps für das Dämmen einer Holzbalkendecke

Eine gut gedämmte Holzbalkendecke schluckt auch den Schall.
Drei Faktoren bestimmen, wie viel Schall in den darunterliegenden Raum dringt:
Das Flächengewicht einer Holzbalkendecke
Die Elastizität
Die Zahl der einzelnen Schichten des Bodenaufbaus
Doch selbst durch recht leichte Holzdecken hörst du nicht jeden einzelnen Schritt, wenn du bei der Dämmung folgende Punkte berücksichtigst:
Den Belag, auf dem du gehst, trennst du mit Dämmstoff von der tragenden Balkenlage.
Erhöhe das Gewicht der Decke – wahlweise zwischen oder auf den Balken.
Kombiniere beim Bodenaufbau mehrere Schichten.
Idealerweise besteht der Fußbodenaufbau aus drei Schichten: der Rohdecke aus Holzbalken, der Dämmschicht und dem Gehbelag.
Montierst du an Federbügeln eine zusätzliche Unterdecke, verringerst du den Luftschall noch stärker.
Holzbalkendecke ohne Veränderung der Deckenkonstruktion dämmen
Eine Konstruktion aus sichtbaren Deckenbalken und einem 21 mm starken Dielenfußboden kannst du auf drei Arten errichten:
Variante 1: Verlege auf dem Dielenboden, der auf der Holzbalkendecke liegt, eine 3,2 mm starke Hartfaserplatte. Darauf kommen 5 cm dicke Beton-Gehwegplatten. Diese erhöhen das Gewicht der Decke.
Die nächste Schicht besteht aus 40 mm starken druckbelastbaren Holzfaserdämmplatten mit Fugenlatten. Auf diese verlegst du den Fußbodenaufbau – beispielsweise die 21 mm dicken Dielen. Nach der Sanierung hast du unter der Decke einen Trittschallpegel von 57 Dezibel erreicht.
Variante 2: Die vorhandenen Dielenbretter deckst du mit einer 3,2 mm starken Hartfaserplatte ab. Auf dieser verlegst du zwei Schichten aus 25 mm starken Gipskartonplatten.
Darauf kommt eine Dämmung aus 40 mm starken, druckbelastbaren Bodendämmplatten. Als letzte Schicht verlegst du Fußbodenbelag. So erzielst du einen Norm-Trittschallpegel von 63 Dezibel.
Variante 3: Hier gilt es, eine Dämmschicht zwischen den Deckenbalken einzubringen. Denn durch jede zusätzliche Schicht des Bodenaufbaus verringert sich die Höhe des Raums.
So können Brüstungen unter Fenstern zu niedrig werden. Auch musst du meist Türen kürzen. Willst du bei der Raumhöhe keine Einbußen hinnehmen, setzt du die Dämmschicht zwischen die Deckenbalken.









