Wohnzimmer mit lila Wandstreifen, Sessel, Kommode und Deko.

Wandstreifen streichen – Schritt für Schritt

Mit Wandstreifen setzen Sie schnell farbige Akzente. Diese Tricks helfen Ihnen, die Streifen gerade und sauber aufzubringen.

Wie gelingt das Streichen von Wandstreifen?

Wandstreifen sind eine einfache Option, Wände anders zu gestalten, ohne sie komplett zu streichen. Damit der Wandstreifen optimal gelingt, bereiten Sie den Raum sowie den Untergrund gründlich vor und arbeiten beim Abkleben des Streifens mit Malerkrepp sorgfältig.

Um für besonders saubere Linien zu sorgen, können Sie die abgeklebte Fläche zunächst in der Grundfarbe der Wand und erst dann in Ihrer Wunschfarbe streichen. Wollen Sie Muster, Schattierungen oder Ähnliches in den Wandstreifen einarbeiten, nutzen Sie Kreativwerkzeuge. Entfernen Sie abschließend das Malerkrepp.

So streichen Sie Wandstreifen

5 Schritte

1
Raum und Wände vorbereiten
Auf einen Blick
  • Raum abdecken und vorbereiten
  • Wände gründlich reinigen und Fehler ausbessern
  • Ggf. Grundierung auftragen
So wird es gemacht

Demontieren Sie gegebenenfalls Abdeckungen von Steckdosen und Schaltern. Achtung: Schalten Sie vorher die Sicherungen aus und sichern Sie diese gegen Wiedereinschalten! Dann kleben Sie alle sensiblen Bereiche mit Kreppband ab und schützen Sie Raum und Möbel mit Abdeckfolie vor Farbflecken.

Falls der Raum vorher tapeziert war, entfernen Sie zunächst die Tapetenreste von der Wand und streichen Sie anschließend mit Ihrer trockenen Hand darüber. Bleibt ein kreideartiger Staub auf der Handfläche zurück, wischen Sie die Wand vor dem Streichen mit einem feuchten Schwamm ab. Entfernen Sie auf diese Weise auch Leimfarbenanstriche und Schmutz gründlich. So hält der spätere Anstrich besser und Sie erhalten ein makelloses Ergebnis.

Bessern Sie gegebenenfalls kleine Fehler und Bohrlöcher mit Spachtelmasse aus, während die Wand trocknet.

Sollten die Wände stark saugende Untergründe haben, tragen Sie vor dem Streichen der Wandstreifen Grundierung auf. Das Grundieren ist vor allem bei Materialien wie Gipskarton, Gipsfaserplatten oder Gipsputz sowie ungestrichenen Wänden notwendig.

2
Farbflächen der Wandstreifen abkleben
Auf einen Blick
  • Fläche der Streifen ausmessen und anzeichnen
  • Flächen mit Krepp abkleben
So wird es gemacht

Für das Anzeichnen der Farbflächen Ihrer Wandstreifen nutzen Sie Bleistift, Metermaß und Wasserwaage. Zeichnen Sie den Verlauf der Streifen präzise an. Drücken Sie den Bleistift dabei nur sanft auf die Wand, damit die Markierung von der Farbe später problemlos überdeckt wird.

Jetzt kleben Sie die Fläche entlang der Markierungen mit Malerkrepp ab. Das Klebeband muss sich gut andrücken lassen, sodass die Zwischenräume zwischen Band und Wand minimal ausfallen.

3
Bei unebenen Wänden: Erst Grundton, dann Wunschfarbe
Auf einen Blick
  • Wand zunächst im Grundton streichen
  • Klebeband überstreichen
  • Vor Anstrich mit Wunschfarbe durchtrocknen lassen
So wird es gemacht

Wenn Sie auf unebenem Untergrund wie einer Raufasertapete streichen, beachten Sie folgenden Tipp:

Um ein makelloses Ergebnis zu erzielen, streichen Sie die Wand innerhalb der Markierungen zuerst im Grundton der Wand. Überstreichen Sie dabei das Klebeband mit der Farbe. Die Grundfarbe füllt alle kleinen Löcher auf, sodass die Streifenfarbe später nicht in diese hineinlaufen kann. Wichtig: Lassen Sie die Farbe komplett durchtrocknen.

Tipp: Legen Sie während des Streichens Arbeitspausen ein, wickeln Sie Rollen und Pinsel in Folie ein, damit die Farbe nicht so schnell eintrocknet. Eine gründliche Reinigung ist oft erst nach Abschluss der Malerarbeiten notwendig.

4
Streichen der Wandstreifen
Auf einen Blick
  • Streifen mit Rolle oder Pinsel streichen
  • Ggf. zweiten Anstrich durchführen
So wird es gemacht

Wenn die Farbe trocken ist, folgt der Anstrich mit der Streifenfarbe Ihrer Wahl. Nutzen Sie fertige, bunte Farben oder mischen Sie nach Belieben Ihre individuelle Lieblingsfarbe. Für ein besonders ebenmäßiges Ergebnis nehmen Sie die Kurzflorrolle als Farbrolle. Es gibt die Rollen in unterschiedlichen Breiten, sodass Sie auch schmale Streifen gut per Rolle streichen. Für spezielle Kreationen bieten sich verschiedene Pinsel oder Kreativwerkzeuge für die Wandgestaltung an.

Für satte, deckende Streifen streichen Sie die Fläche erneut. Tragen Sie den zweiten Anstrich aber erst auf, wenn der erste Anstrich gut getrocknet ist.

5
Abschlussarbeiten nach dem Streifenmalen
Auf einen Blick
  • Kreppband vorsichtig abziehen
  • Ggf. mit feinem Pinsel nachbessern
  • Malerutensilien gründlich reinigen
So wird es gemacht

Damit die Wandstreifen die gewünschte Form behalten, ziehen Sie die Klebebandstreifen ab, bevor die Farbe filmbildend wird. Intensivere Farbtöne müssen allerdings mehr als nur einmal gestrichen werden. Damit die Farbe auch dann nicht ausfranst, ziehen Sie den Klebestreifen umgehend nach dem zweiten Streichen ab.

Falls Sie noch Bereiche entdecken, die nicht ganz gelungen sind, bessern Sie diese nun mit einem schmalen Pinsel nach. Abschließend reinigen Sie die Malutensilien. Verwenden Sie hierfür warmes Wasser.

Das benötigen Sie für Ihr Projekt

  • Malerkrepp
  • Abdeckfolie oder Malervlies
  • Farbe
  • Grundierung
  • Spachtel
  • Schwamm
  • Bleistift
  • Farbroller
  • Pinsel
  • Kreativwerkzeuge
  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Rührstab
  • Abstreifgitter
  • Farbwanne
  • schmaler Pinsel

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