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Innenputz ausbessern

Zuletzt aktualisiert: 19.11.20204 MinutenVon: OBI Redaktion
Jemand trägt mit einer Kelle Putz auf eine Wand auf.

Sobald der Putz abbröckelt, wird es Zeit, Löcher und Risse zu beseitigen. Auch vor dem Auszug aus einer Mietwohnung sollten vorhandene Bohrlöcher verputzt werden. Wir zeigen dir, wie du den Innenputz selbst ausbessern kannst.

Wann solltest du den Innenputz ausbessern?

Löcher stopfen, Risse füllen, Unebenheiten ausgleichen und abgestoßene Mauerecken neu verputzen und reparieren: Bei einer Renovierung oder einem Auszug fallen jede Menge Arbeiten an. Auch wenn du deine Wohnung neu einrichtest und Schränke sowie Bilder einen neuen Platz bekommen, kommen hin und wieder alte Bohrlöcher zum Vorschein. 

Mit den folgenden Tipps kannst du deinen Innenputz selber ausbessern und die unschönen Makel an den Wänden beseitigen.

 

Innenputz ausbessern: Wand vorbereiten

Bevor du den Innenputz ausbesserst, bereitest du deine Wand richtig vor. Der Unterputz muss eben, sauber und tragfähig sein. Mit einem Gipserbeil schlägst du bei großen Flächen lose Putzteile bis auf das Mauerwerk ab. Ziehe dir mit einem Stift eine gerade Linie, um zu markieren, wo du den Putz begradigen möchtest. Die geraden Kanten des alten Putzes sind wichtig, damit der neu aufgetragene Putz haftet. 

Für eine gute Haftung ist eine Grundierung notwendig. Diese trägst du vor dem neuen Innenputz auf. Ist der Untergrund besonders aufsaugend, behandle die entsprechenden Stellen mit Tiefengrund vor. Es ist ratsam, die Arbeitsumgebung mit einer Folie abzudecken, um Boden und Möbel vor Schmutz zu schützen. 

Möbel abdecken mit einer Folie.

Bevor du die die Wand und den Innenputz ausbesserst, schützt du Möbel und den Fußboden mit einer Abdeckplane oder -folie vor Verunreinigung.

Benötigte Materialien, um Innenputz auszubessern

Du kannst dir die Arbeit erleichtern, indem du Fertigputz in Pulverform verwendest. Lies die Herstellerangaben auf der Verpackung aufmerksam. Achte darauf, stets das Pulver in das Wasser hineinzugeben und nicht umgekehrt. Rühe den Mörtel zunächst etwas fester an. Bei Bedarf kannst du diesen später noch mit Wasser verdünnen. Ist der Mörtel jedoch von Beginn an zu dünn, entstehen beim nachträglichen Andicken Klumpen.

Um Innenputz auszubessern, verwendest du Gips-, Lehm- oder Kalkhydratputze. Um die Masse gut mit dem Wasser zu vermischen, empfiehlt sich der Einsatz einer Bohrmaschine mit Rührquirl. Die Masse kann beim Rühren viel Widerstand aufbauen. Beachte also, dass deine Maschine stark genug ist. Damit der Mörtel nicht eintrocknet, mischst du nur so viel an, wie du sofort verarbeiten kannst.

Kleine Flächen, Löcher und Risse ausbessern

Eine Kelle und ein Spachtel liegen auf einem Eimer.

Für das Ausbessern des Putzes benötigst du unter anderem Eimer, Kelle und Spachtel.

Möchtest du nur kleinere Löcher oder Flächen ausbessern, reicht Spachtelmasse oder gipshaltige Füller aus der Tube. Vor dem Auftragen entfernst du alle bröckeligen Überreste um die Beschädigung herum. Dabei ist es kein Problem, falls der ursprüngliche Schaden sich leicht vergrößert.

Mit einem Spachtel füllst du das Loch oder die Fläche mit der Füllmasse auf und streichst diese glatt. Für Leitungsschlitze oder Ränder zu Elektrodosen greifst du zu einem schnell härtenden Stuckgips und trägst diesen mit einer Stuckateurkelle auf.

Größere Flächen im Innenputz ausbessern

Größere Schadstellen besserst du in mehreren Arbeitsgängen aus. Die Masse trägst du in immer von unten nach oben auf. Lass die einzelnen Schichten vollständig trocknen, bevor du die nächste aufträgst.

Mehrere Schichten sind sinnvoll, wenn der neue Putz eine Dicke von über 15 mm haben soll. Auf diese Weise verlängerst du die Haltbarkeit und der neue Putz passt sich besser an den alten an.

Für den Unterputz ist eine grobe Körnung von 2 mm bis 4 mm ratsam. Der abschließende Putz sollte eine Körnung von 1 mm bis 2 mm besitzen. Mit einer geraden Latte ebnest du die verputzte Fläche. Möchtest du eine Oberfläche schaffen, die sich zum Tapezieren eignet, tauchst du ein Schwammbrett in Wasser und glättest den Putz mit kreisenden Bewegungen.

Ein Mann trägt Putz mit einer Kelle auf.

Für größere Beschädigungen im Innenputz benötigst du mehrere Arbeitsschritte.

Innenputz ausbessern: Ecke erzeugen

Möchtest du beim Ausbessern des Innenputzes eine Ecke herstellen, nagelst du zunächst ein gehobeltes Brett senkrecht an die Wand. Die Vorderkante des Brettes schließt dabei bündig mit der alten Putzfläche ab. Anschließend nässt du die Reparaturflächen vor und trägst den Fertigputz auf. Ist die Schicht nach etwa einem Tag vollständig getrocknet, besserst du die andere Seite aus.

Es ist ratsam, die empfindlichen Putzecken mit Schienen aus Stahl oder Kunststoff zu schützen. Die Schienen montierst du ebenfalls mit Fertigmörtel. Der Mörtel solltest du bei diesem Schritt etwas fester anrühren. Die Mauer nässt du erneut vor. Optimalerweise ist die Fläche matt-feucht und nicht glänzend. Trage den Mörtel mit einer Kelle auf. Etwas Mörtel alle 30 cm ist ein guter Richtwert. Drücke nun die Schiene in das Mörtelbett und richte sie mit einer Wasserwaage senkrecht aus. Mit einer geraden Latte prüfst du, ob die Schiene bündig mit dem alten Putz abschließt.

Dekorputz

Eine Alternative zu Tapete oder Raufaserputz ist der Dekorputz. Du kannst mit ihm abwechslungsreiche Oberflächen gestalten, die je nach Lichteinfall eine andere Wirkung im Raum erzielen. Viele Dekorputze kannst du mit einer Rolle auftragen und nach deinen Vorstellungen strukturieren. 

Innenputz streichen: Darauf solltest du achten

Eine Person benetzt ihre Farbrolle mit Wandfarbe.

Nutze für den Anstrich Dispersionsfarben für Innenräume.

Ist der Innenputz ausgebessert, kannst du mit der Gestaltung beginnen.

Achte beim Streichen der Wand darauf, dass die Farbe den Untergrund nicht versiegelt. Dafür bieten sich Dispersionsfarben für Innenräume an. Achte bei deiner Farbauswahl auf die Qualität. Bei hoher Deckkraft entfällt meist der Zweitanstrich, wodurch Materialien und Kosten gespart werden können.

Sind die Wände stark saugend, porös oder sandend, trägst du einen Tiefengrund vor dem Streichen auf, um ein gleichmäßiges Streichergebnis zu erzielen. Ist die Grundierung getrocknet, kannst du mit dem Streichen beginnen.

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