
Außenfassade dämmen – Schritt für Schritt
In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du deine Außenfassade dämmen kannst. Unsere Schritt-für-Schritt Anleitung zur Wärmedämmung umfasst die Vorbereitung, das Dämmen von Fassade und Wandöffnungen sowie das Auftragen von Spachtel und Putz.
Wie gelingt das Dämmen der Außenfassade?
Wir zeigen dir, worauf du beim Dämmen der Außenfassade von deinem Haus mittels Wärmedämmverbundsystem (WDVS) achten solltest und wie die Außendämmung gelingt.
Eine gute Wärmedämmung der Außenwand mit den richtigen Dämmstoffen erhöht die Energieeffizienz und trägt zu einem gesunden Raumklima bei. Bevor du mit der WDVS-Fassadendämmung beginnst, bedarf es genauer Planung. Beachte bei allen Materialien zur Dämmung die Hersteller- und Verarbeitungshinweise.
Informiere dich als Hausbesitzer vor Beginn der Sanierung über die gesetzlichen Bestimmungen der Energieeinsparverordnung (EnEV). Dies ist besonders wichtig für die Beantragung von Fördermitteln zur Wärmedämmung der Fassade, die durch die Hausbesitzer vor Baubeginn erfolgen muss. Steigere den Wert deines Hauses durch deine Investition.
So dämmst du deine Außenfassade
11 Schritte
1Untergrund für die Dämmung vorbereiten

Auf einen Blick
Untergrund gründlich reinigen
Fassade mit Putz- oder Mauermörtel ausbessern
Grundierung auf Außenwand auftragen
2Sockelprofile für Außendämmung anbringen

Auf einen Blick
Höhe beim Sockelprofil festlegen und anzeichnen
Alle 50 cm bohren und Profilstöße beachten
Gehrungsschnitte an Gebäudeecken durchführen
3Klebespachtel auf Dämmplatten auftragen

Auf einen Blick
Spachtel für Dämmstoff anrühren
Kleber auf Dämmung auftragen
4Dämmung an Außenfassade anbringen

Auf einen Blick
Dämmstoff-Platten setzen und festklopfen
Stöße, Versatz und Hausecken bei Dämmung beachten
Stoßflächen frei vom Kleber halten
5Dämmung von Wandöffnungen

Auf einen Blick
Dichtband kleben
Dämmstoff ausmessen und zuschneiden
Dämmung mit Kleber anbringen
6Tellerdübel zwischen Dämmplatten setzen

Auf einen Blick
Bohrlöcher für Tellerdübel bohren
Dübel mit dem Hammer einschlagen
7Eckwinkel für Armierung setzen

Auf einen Blick
Hausecken, Fenster- und Türöffnungen absichern
Eckwinkel mit Gewebe setzen
Gewebeeckpfeile anbringen
8Spachtel auf Außenfassadendämmung auftragen

Auf einen Blick
Spachtel auf Dämmung auftragen
Schicht senkrecht durchkämmen
9Gewebe einarbeiten und abziehen

Auf einen Blick
Gewebe faltenfrei einarbeiten
Fläche auf der Dämmung abziehen
Bahnen mit Cutter zuschneiden
10Grundieren und Putz aufziehen

Auf einen Blick
Fläche ausreichend trocknen lassen
Gedämmte Fassade grundieren
Putz anrühren und aufziehen
11Putz strukturieren

Auf einen Blick
Fassade mit Putz strukturieren
Sockel streichen oder verputzen
Dämmung für die Außenfassade im OBI Onlineshop
Weitere Methoden für die Wärmedämmung
Bei der Wärmedämmung gibt es neben der weitverbreiteten Fassadendämmung mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS) auch andere Methoden zur Dämmung von Innen- und Außenwänden. Mit den folgenden Alternativen kannst du ebenfalls zur Verbesserung der Energieeffizienz deines Gebäudes beitragen.
Hinterlüftete Fassade
Eine hinterlüftete Fassade besteht aus mehreren Schichten, die durch eine Luftschicht voneinander getrennt sind. Der typische Aufbau einer hinterlüfteten Fassade besteht aus einer tragenden Wand, gefolgt von einer Dämmschicht, zum Beispiel aus Mineralwolle, Polystyrol oder Polyurethan. Dann kommt die Luftschicht, die dafür sorgt, dass Feuchtigkeit abgetragen werden kann. Die äußerste Schicht besteht aus Fassaden oder Paneelen, die die Gebäudehülle vor Witterungseinflüssen schützen. Materialien für die äußere Schicht können unter anderem Faserzementplatten, Keramik oder Holz sein.
Kerndämmung

Die Einblasdämmung ist eine Methode zur Dämmung von Hohlräumen in Wänden, Decken und Dächern. Bei dieser Technik werden lose Dämmstoffe aus Mineralwolle, Zellulose oder Holzfaser mithilfe spezieller Maschinen in die Hohlräume eingeblasen. Der Einblasdämmstoff füllt den gesamten Hohlraum vollständig aus, wodurch keine Lücken entstehen, die Wärmebrücken verursachen können. Häufig wird die Einblasdämmung bei der nachträglichen Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk bei Altbauten angewandt.
Innendämmung

Neben Arbeiten an der Fassade bietet auch die Innendämmung verschiedene Optionen, mit denen du die Energieeffizienz in deinem Zuhause verbessern kannst. Die Innendämmung mit Platten, beispielsweise aus Mineralschaum, Polyurethan oder Holzfasern, ist besonders nützlich bei denkmalgeschützten Gebäuden oder wenn eine Außendämmung der Fassade nicht möglich ist. Die Platten werden direkt auf die Innenwand geklebt und anschließend verputzt oder verkleidet. Wichtig ist dabei eine sorgfältige Planung und Ausführung, um Feuchtigkeitsprobleme und Wärmebrücken zu vermeiden.







