Fassade verputzen in 5 Schritten Haus Fassade Gerüst

Fassade verputzen – Schritt für Schritt

Die Fassade prägt den Eindruck des Hauses auf den ersten Blick. In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie Ihre Fassade selbst verputzen können – von der Vorbereitung über die richtige Arbeitsweise bin hin zum Oberputz.

Warum ist es wichtig, die Fassade zu verputzen?

Der Fassadenputz ist die Schutzschicht für das Haus: Putz ist besonders wichtig für die Außenwand. Er schützt Fassaden vor Feuchtigkeit, Schlagregen, Schmutz, UV-Strahlung sowie Frostschäden. Dank der Dampfdurchlässigkeit sorgt der Außenputz außerdem dafür, dass die Wohnfeuchtigkeit von innen nach außen abziehen kann.

Beim Verputzen werden mehrere Schichten Putz aufgetragen, wobei gilt: je mehr Unterputzlagen, desto mehr Festigkeit. Der Oberputz gibt am Ende die Struktur. Das genaue Putzsystem, d. h. Anzahl und Stärke der Lagen oder Putzarten, richtet sich nach dem jeweiligen Untergrund oder nach der Art der Mauersteine. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung bezieht sich daher auf allgemeine Putztechniken. Fragen Sie am besten einen Mitarbeiter in Ihrem OBI Markt nach dem richtigen Putzsystem für Ihre Fassade.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Außentemperatur während der gesamten Arbeit mindestens 5 °C beträgt.

Fassade verputzen

5 Schritte

1
Untergrund der Fassade vorbereiten
Fassade verputzen in 5 Schritten Anleitung Schritt 1 Untergrund vorbereiten
Auf einen Blick
  • Untergrund sauber bürsten
  • Risse ausgleichen
  • Grundierung auftragen
  • Putzprofile oder -schienen anbringen
So wird es gemacht

Tragfähiger Putzuntergrund muss sauber, trocken und frei von losen Teilen und Staub sein. Bürsten Sie deshalb die freie Außenwand mit einer Bürste ab. Um eine ebene Oberfläche zu erreichen, gleichen Sie außerdem Fehlstellen gegebenenfalls mit Reparaturmörtel aus und behandeln Sie stark saugende Untergründe wie Porenbeton oder Kalksandstein mit Grundierung vor, indem Sie diesen großzügig mit einem Malerquast auftragen. Wichtig vor dem Verputzen ist es, Mauerrisse zu reparieren.

Beim Verputzen einer Außenwand ist der Einsatz von Putzprofilen oder Putzschienen sinnvoll. Diese helfen Ihnen bei der Festlegung und Einhaltung der Putzschichtdicke, sichern Putzränder und dienen dem Systemabschluss. Putzprofile sind zugleich auch Putzträger. Fixieren Sie die Profile mit kleinen Mengen Ansetzmörtel oder Putzmörtel in Abständen von etwa 50 cm an der Wand.

2
Unterputz für die Fassade anmischen
Fassade verputzen in 5 Schitten Anleitung Schritt 2 Unterputz anmischen
Auf einen Blick
  • Unterputz anrühren
  • Mischverhältnis beachten
So wird es gemacht

Unterputz dient unter anderem als Haftgrund auf dem Mauerwerk sowie als Putzgrund für den Oberputz. Mischen Sie den Unterputz gemäß Herstellerangaben in einem großen Mörtelkübel an. Dazu verwenden Sie idealerweise einen Bohrmaschine mit Quirl-Aufsatz. Mischen Sie den Unterputz so lang, bis keine Klumpen mehr zu sehen sind. Sollte der Putz später nicht an der Fassade halten, wurde entweder zu viel oder zu wenig Wasser beigemischt. Achten Sie deshalb sehr genau darauf, dass Sie das vorgegebene Mischverhältnis einhalten.

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Erste Putzschicht auf die Fassade auftragen und glätten
Fassade verputzen in 5 Schritten Anleitung Schritt 3 erste Putzschicht auftragen und glätten
Auf einen Blick
  • Putz auftragen
  • Ggf. Spritzwurftechnik nutzen
  • Putzschicht glätten
  • "Nass in nass" arbeiten
So wird es gemacht

Verteilen Sie den Putz mit einer Putzkelle auf der Außenwand. Glätten Sie ihn danach zwischen zwei Putzschienen mit einem Brett oder einer Kartätsche. Arbeiten Sie dabei „nass in nass“, bearbeiten Sie also eine Wand immer ohne Unterbrechung und rühren Sie nie mehr Putz an, als Sie verarbeiten können.

Fortgeschrittene benutzen beim Verputzen die sogenannte Spritzbewurftechnik: Dabei werfen Sie den Putz mit einer leichten, schnellen Drehung des Handgelenks schräg von unten nach oben an die Wand. Üben Sie am besten vorher mit kleineren Mengen und verwenden Sie eher wenig Putz.

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Fassadenputz anziehen lassen und abreiben
Fassade verputzen in 5 Schritten Anleitung Schritt 4 Putz anziehen lassen abreiben
Auf einen Blick
  • Anziehzeit abwarten
  • Putzschicht abreiben
  • Trocknen lassen
So wird es gemacht

Planen Sie je nach Putzart genügend Anziehzeit ein. Anziehzeit ist die erste Trocknungsphase und muss von der länger dauernden Trockenzeit unterschieden werden. Abhängig von der Art des Putzes kann die Anziehzeit bis zu 1,5 Stunden betragen. Reiben Sie den Putz danach mit einem Reibebrett oder Schwammbrett ab.

Lassen Sie die Putzschicht anschließend trocknen. Als Faustregel für den Unterputz gilt: ein Tag Trocknungszeit pro 1 mm Schichtstärke. Wird die Trockenzeit nicht eingehalten, kann der Putz instabil werden oder reißen. Abhängig vom Putzsystem verarbeiten Sie anschließend gegebenenfalls die zweite Unterputzlage.

5
Oberputz auf die Fassade auftragen
Fassade verputzen in 5 Schritten Anleitung Schritt 5 Oberputz auftragen
Auf einen Blick
  • Oberputz auswählen
  • Diesen mit gleicher Technik dünner auftragen
So wird es gemacht

Oberputz ist dünner als Unterputz, wird aber mit gleicher Technik aufgetragen. Struktur und Farbe des Oberputzes wählen Sie nach Ihrem Geschmack aus: So sind verschiedene Arten von Wandputz denkbar, darunter beispielsweise Rillenputz, Filzputz, Kratzputz oder Dekorputz wie Scheibenputz oder Rauputz.

Das benötigen Sie für Ihr Projekt

  • Reparaturmörtel
  • Grundierung
  • Putzträger
  • Putze
  • Putzschiene oder Putzprofil
  • Maurerkelle
  • Bürste
  • Malerquast
  • Mörtelkübel
  • Bohrmaschine
  • Brett oder Kartätsche
  • Reibebrett oder Schwammbrett

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