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Was sind Vinylböden?

Als Vinyl bezeichnet man alle Fußböden, deren Basismaterial aus PVC (Polyvinylchlorid) besteht. Dieser Kunststoff ist durch den gleichnamigen Rollboden bekannt, den es bereits seit Jahrzehnten gibt. Daneben gibt es aber auch mittlerweile viele neue Beläge, die auf dem Material aufbauen, sich aber in Optik, Aufbau und Nutzung unterscheiden. Ob als Rollenmaterial, Diele oder Fliese – die Angebote sind vielfältig.

Im privaten Gebrauch sind vor allem PVC-Dielen sehr beliebt, die du zum Beispiel – ähnlich wie Laminat – schwimmend mit Klickmechanismus verlegen kannst. Vinyle gelten im Vergleich zu Parkett, Laminat oder Fliesen als vergleichsweise günstige, robuste, pflegeleichte, warme Böden, die zudem wenig Trittgeräusche verursachen.

Der Begriff Vinylboden umfasst daher verschiedene Bodenbeläge – von klassischer PVC-Rollenware bis hin zu Designböden mit hochwertigem Schichtaufbau, besseren Oberflächen und je nach Aufbau (Massiv-Vinyl, Vinyl auf HDF, Klick-Vinyl, Klebe-Vinyl) unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten.

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PVC-Böden – Unterschiede in Material und Aufbau

Vinydiele in Nahaufnahme

PVC (Polyvinylchlorid) ist der Grundstoff, aus dem viele elastische Bodenbeläge bestehen. PVC-Böden können unterschiedlich aufgebaut sein:

  • Homogene PVC-Beläge: Sie bestehen aus nur einer durchgehenden Schicht. Dadurch sind sie besonders widerstandsfähig und für stark beanspruchte Bereiche wie Schulen, Krankenhäuser oder öffentliche Gebäude geeignet. Verlegt werden sie meist in großen Bahnen.

  • Heterogene PVC-Beläge: Diese bestehen aus mehreren Schichten: einer Nutzschicht und einer stabilisierenden Unterschicht. Sie sind im Wohnbereich am verbreitetsten und können mit oder ohne Trägerplatte gefertigt sein. Ist die Trägerplatte aus HDF, spricht man oft von Vinyl auf HDF. Besteht die Trägerschicht selbst aus Vinyl, handelt es sich um Voll- bzw. Massiv-Vinyl.

  • Cushioned Vinyl (CV): Auch eine Form von PVC-Boden, jedoch geschäumt und dadurch besonders weich. Er ähnelt heterogenen oder homogenen Belägen, wird aber anders hergestellt und wirkt elastischer.

Vinyl auf HDF

Vinyl mit HDF

Vinyl auf HDF-Trägerplatten (Hochdichte Faserplatten) bezeichnet Vinylböden, bei denen das Vinyl ähnlich wie Laminat auf eine hochdichte Faserplatte aufgebracht wird. Diese Bodenbeläge haben eine Stärke von bis zu 10 mm. Die HDF-Trägerplatte gleicht kleine Unebenheiten im Untergrund aus und erleichtert so das Verlegen.

Generell wird Vinyl mit HDF-Träger schwimmend als Diele mit Klickmechanismus verarbeitet. Du kannst sie deshalb auch auf bestehenden Böden wie Holzdielen oder Fliesen verlegen, allerdings möglichst nicht auf Teppichböden.

Vollvinyl

Vollvinyl im Badezimmer

Böden aus Vollvinyl sind bis zu 5 mm stark. Du hast die Wahl zwischen Klick-Vinyl und Klebe-Vinyl (auch als selbstklebende Vinylböden erhältlich).

Bei einer Entscheidung für Vollvinyl sollte der Untergrund vollkommen eben sein, da sich sonst Unebenheiten im Vinyl abzeichnen.

Für Vollvinyl spricht seine Resistenz gegen Feuchtigkeit – ein Aufquellen des Bodens ist nicht möglich, da es zu 100 Prozent aus wasserabweisendem Kunststoff besteht. Zu empfehlen sind diese Böden deshalb vor allem für das Bad sowie für Feuchträume. Hier ist eine vollflächige Verklebung der modernen Oberfläche sinnvoll. Auch wegen der angenehmeren Fußwärme ist der Boden im Bad eine gute Alternative zu Fliesen.

PVC-Böden ohne Träger

Vinylboden im Detail

Heterogene Bodenbeläge aus PVC bestehen aus einer Nutzschicht und gefüllten Unterschichten anderer Zusammensetzung. Auf der Rückseite ist der heterogene Bodenbelag häufig mit Gewebe oder Jute verbunden, weshalb er auch als Verbundbelag bezeichnet wird.

PVC-Böden ohne Träger werden als sogenannte Bahnenware auf der Rolle hergestellt. Es gibt sie aber auch als Platten.

Cushioned Vinyls (CV)

PVC Rolle

Geschäumte Bodenbeläge aus PVC mit strukturierter Oberfläche werden als CV-Beläge oder Cushioned Vinyls bezeichnet.

Geschäumte PVC-Bodenbeläge werden bei der Herstellung mit den vorgeprägten Konturen des Dekors aufgeschäumt. Der anschließende Dekor-Aufdruck sorgt für die gewünschte Optik. Ein transparentes PVC bildet die abriebfeste Nutzschicht. CV-Beläge gelten als feuchtigkeitsbeständig, weich, fußwarm und trittschalldämpfend. Außerdem sind sie pflegeleicht und recycelbar.

Cushioned Vinyls sind nicht übermäßig belastbar. Spitze oder schwere Gegenstände können den Boden beschädigen.

Beim Verlegen wird das Material in Bahnen ausgelegt und fest mit dem Untergrund verklebt. Der Boden sollte deshalb eben sein. Ein Austauschen an beschädigten Stellen ist nicht möglich.

Vorteile von Vinylböden

Vinylböden erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und stellen als moderner Bodenbelag eine vielseitige und preisgünstige Alternative zu Laminat, Parkett oder Fliesen dar. Der Boden dämpft Schritte, nimmt Wärme gut auf und sorgt für ein angenehmes Laufgefühl. Vinylböden müssen nicht nachbehandelt werden, anders als beispielsweise Parkett, und sind widerstandsfähig gegen Kratzer, Abnutzung und Feuchtigkeit. Je nach Ausführung unterscheiden sich die Varianten in Aufbau, Optik und Verlegeart:

  • Design-Vinyl / Click-Vinyl: Dielen oder Planken lassen sich dank Klicksystemen einfach und schnell ohne Klebstoff verlegen, auch ohne handwerkliche Vorkenntnisse. Viele Produkte haben eine geringe Aufbauhöhe, sodass sie direkt auf vorhandene Böden verlegt werden können.

  • Klebeboden: Vinylplatten oder -fliesen zum Kleben bieten besonders stabile Verbindungen und eignen sich ideal für großflächige Räume oder Feuchträume.

  • PVC-Rollenware: Diese Variante ist flexibel, günstig und schnell verlegt, eignet sich jedoch weniger für dekorative Dielenoptik.

Vinylboden verlegen

Jemand verlegt Vinylboden.

Das Verlegen eines Vinyl- oder PVC-Bodens gelingt meist schnell und unkompliziert – besondere Vorkenntnisse sind dafür in der Regel nicht nötig.

  • Bei Click-Vinyl werden die einzelnen Planken über ein Klicksystem miteinander verbunden, ganz ohne Klebstoff. Die schwimmende Verlegung gelingt am besten auf einem glatten, sauberen Untergrund. Eine Trittschalldämmung kann leichte Unebenheiten ausgleichen und verbessert außerdem den Schallschutz.

  • Klebe-Vinyl eignet sich besonders für Bereiche, in denen ein fester Halt und hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit gefragt sind. Durch die vollflächige Verklebung entsteht eine stabile, durchgehende Oberfläche.

  • Auch PVC-Rollenware lässt sich unkompliziert verlegen und eignet sich besonders für große, gleichmäßige Flächen. Sie wird meist direkt verklebt oder auch einfach nur aufgelegt.

Tipp: Du kannst Vinyl auch gut mit anderen Bodenbelägen kombinieren und so einen ansprechenden, individuellen Designboden kreieren.

Vinylböden verlegen mit den OBI Schrittanleitungen

Vinylboden Optik

Ein weiterer Vorteil von Vinylböden: Du bekommst diesen Bodenbelag in vielen verschiedenen Designs. Sehr beliebt sind Vinylböden in Fliesenoptik. Im Gegensatz zu echten Bodenfliesen lässt sich Vinylboden schneller und einfacher verlegen. Viele Dielen sind auch in Feuchträumen, zum Beispiel in der Küche oder im Bad problemlos einsetzbar. Dazu findest du Designs der gängigsten Fliesenoptiken in verschiedenen Farbausführungen, wie zum Beispiel in Anthrazit, in hellem Grau, in Weiß oder in Sandstein.

Wünschst du einen Bodenbelag in Holzoptik, so wählst du auch hier aus einer großen Bandbreite an Farben und Ausführungen. Du findest Vinylböden in Parkettoptik, in Laminatoptik oder in Dielenoptik. Durch unterschiedliche Holzarten und Farbtöne fügen sich diese Bodenbeläge ideal in den Wohnraum ein und erzeugen einen eleganten, warmen Charakter.

Wie schädlich ist Vinyl?

Früher wurden in PVC-Böden häufig gesundheitsgefährdende Weichmacher oder sogar Asbest verarbeitet. Heute kommen hochwertige moderne Vinylböden ohne gesundheitsgefährdende Weichmacher wie Phthalate und anderen giftigen Substanzen aus.

Gemäß EU-Vorschriften dürfen bei PVC-Böden nur zugelassene, unbedenkliche Weichmacher eingesetzt werden. Vorgeschriebene Richtlinien und Höchstwerte sind von den Herstellern einzuhalten. Wer sichergehen möchte, wählt alternativ einen PVC-freien Designboden.

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FAQ – Fragen und Antworten zum Thema Vinylböden

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