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Großer Raum mit Küchenzeile, Esstisch, Hängelampe, Küchenschränke und Holzboden

Eine Trittschalldämmung hilft dabei, dass sich Geräusche auf dem Boden nicht in andere Räume ausbreiten. Welche Trittschalldämmung sich für Böden aus Vinyl, Parkett oder Laminat eignet, welche Dicke wir für den Untergrund empfehlen und wie du mit Fußbodenheizung umgehst, zeigt dir dieser Ratgeber.

Trittschall und Trittschalldämmung

Trittschall entsteht beim Benutzen des Fußbodens im Wohnraum. Gehst du auf dem Boden oder stellst du Dinge darauf ab, dann entsteht Schall, der an angrenzende Räume abgegeben wird. Mitunter kann dieser Schall störend wirken, vor allem bei mehrstöckigen Wohnhäusern, in denen verschiedene Wohnungen übereinander liegen. Beim Gehen entsteht neben dem Trittschall auch Gehschall. Der Gehschall ist das Geräusch, das in dem Raum wahrgenommen wird, in dem es entsteht.

Für den Schallschutz ist eine Trittschalldämmung wichtig. Dadurch werden Geräusche vom Boden absorbiert und breiten sich deutlich weniger aus. Eine Trittschalldämmung wird meist zwischen dem Estrich und dem Bodenbelag angebracht. Manche Arten von Trittschalldämmung können als Dämmung auch unterhalb des Estrichs angebracht werden.

Hinweis: Nach ÖNORM B 8115-2 ist eine Trittschalldämmung zwischen unterschiedlichen Nutzungseinheiten sogar verpflichtend. Das ist beispielsweise bei fremden Wohnungen, Arbeitsbereichen, Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäusern sowie Beherbergungsstätten der Fall.

Je nach Fußbodenbelag stehen unterschiedliche Arten von Trittschalldämmung zur Auswahl. Dieser Ratgeber gibt dir einen Überblick darüber und zeigt dir die unterschiedlichen Arten und Einsatzbereiche für Parkett, Laminat, Vinyl oder andere Untergründe.

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Arten von Trittschalldämmung

Bei der Trittschalldämmung kannst du zwischen verschiedenen Materialien wählen. Jede Art weist unterschiedliche Vorteile auf und eignet sich daher für andere Einsatzbereiche und Fußböden. Wähle die Trittschalldämmung passend zu deinem Bodenbelag aus und berücksichtige, ob sie sich für eine Fußbodenheizung eignet, falls du diese im Wohnraum eingesetzt hast.

Entscheidend bei der Auswahl der Trittschalldämmung ist, wie viel Dezibel (dB) absorbiert werden. Üblicherweise setzt du eine Schalldämmung mit circa 20 dB ein. Auch die Dicke der Trittschalldämmung ist wichtig. Wähle Produkte mit einer Dicke von 2 mm bis 5 mm. Stärkere Dämmunterlagen gleichen auch Unebenheiten im Fußboden aus.

Trittschalldämmung und Laminatboden in Raum verlegen

Kunststoff

Trittschalldämmung aus Kunststoff oder Schaumstoff ist eine beliebte Art und wird häufig eingesetzt, da sie sehr dünn ist und dennoch einen guten Wert in der Dämmung erreicht. Der Schaumstoff ist in Rollen erhältlich und kann somit gut in die benötigten Längen zugeschnitten werden.

Häufig haben die Trittschalldämmungen bereits eine integrierte Dampfsperre oder Dampfbremse. Schwerschaum ist für das Verlegen unter zahlreichen Bodenbelägen geeignet. Während der günstige Preis häufig ein Kaufkriterium ist, schneidet die Trittschalldämmung aus Kunststoff oder Schaumstoff allerdings in der Umweltfreundlichkeit weniger gut ab.

Kork

Kork ist ein nachhaltiges Naturprodukt, das ebenfalls zur Trittschalldämmung verwendet werden kann. Es wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen und ist sowohl in Form von Platten als auch auf einer Rolle erhältlich. Daneben weist es wärmedämmende Eigenschaften auf und kann somit in Räumen ohne Fußbodenheizung für Dämmung sorgen.

Im direkten Vergleich mit Kunststoff müssen die Korkplatten oder -rollen jedoch minimal dicker sein, um eine ausreichende Schalldämmung zu erreichen.

Holzfaser

Holzfaser ist als Trittschalldämmung nur in Platten verfügbar. Das Naturmaterial hat wie Kork eine wärmeisolierende Wirkung und eignet sich darüber hinaus für unterschiedliche Bodenbeläge. Durch ihre Beschaffenheit gleichen die Holzfaserplatten kleine Unebenheiten im Boden aus, sodass du gegebenenfalls auf eine Ausgleichsmasse verzichten kannst.

Holzfaser entsteht durch das Erhitzen und Pressen von entrindetem Restholz und ist somit ebenfalls ein nachhaltiges Material.

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Welche Trittschalldämmung für welchen Boden?

Die verschiedenen Materialien mit ihren spezifischen Vorteilen eignen sich jeweils für unterschiedliche Bodenbeläge.

Vinylboden: Bei Vinylböden eignet sich eine dünne Folie oder PE-Schaum, um die Trittschalldämmung zu gewährleisten. Da Vinyl sehr leicht und weich ist, entsteht gleichzeitig weniger Tritt- und Gehschall, der absorbiert werden muss.

Teppichboden: Teppich ist ein Material, das ohnehin geräuschhemmend wirkt. Daher bietet sich auch hier eine dünne Folie oder Trittschalldämmung aus Schaumstoff an.

Parkettboden: Parkett kommt als Naturholzprodukt mit jeder Art von Trittschalldämmung zurecht. Verwende hier das Material, dessen Vorteile dich am meisten überzeugen. Je härter das Holz des Parkettbodens ist, desto dicker sollte auch die Trittschalldämmung sein, sodass die Geräusche ausreichend absorbiert werden.

Laminatboden: Laminat als verhältnismäßig dünner Bodenbelag übertragt Trittschall sehr stark. Deshalb ist hier eine dicke Dämmung wichtig. Verwende bei Designböden am besten Polystyrolplatten oder Schaumstoffprodukte, die eine sehr gute Wirkung erzielen.

Korkboden: Verlegst du einen Korkboden im Raum, der mindestens 6 mm stark ist, benötigst du keine zusätzliche Trittschalldämmung. Durch das Verpressen in der Herstellung des Naturmaterials ist bereits eine gute Trittschalldämmung gegeben.

Lösungen bei Fußbodenheizung

Parkettboden wird über Fußbodenheizung im Raum verlegt.

Die Trittschalldämmung wird unterhalb des Bodenbelages verlegt, um die Geräusche zu minimieren. Meist sorgt eine dickere Beschaffenheit auch für eine bessere Schalldämmung. Hast du in deinem Boden jedoch eine Fußbodenheizung installiert, ist bei der Auswahl des Trittschall-Dämmmaterials darauf zu achten, dass dieses nicht zu wärmedämmend wirkt, sondern sich für den Einsatz einer Fußbodenheizung eignet.

Entscheidend ist daher der Wert des Wärmedurchlasswiderstands. Dieser sollte nicht höher sein als 0,15 m² K/W. Der Wert berechnet sich aus der Dicke des Bodenaufbaus, also Trittschalldämmung und Bodenbelag, sowie dessen Wärmeleitfähigkeit.

Beispielsweise hat Holzfaser als Trittschalldämmung einen Wärmedurchlasswiderstand von etwa 0,11 m² K/W und kann deshalb mit einigen Fußbodenbelägen über den Grenzwert von 0,15 m² K/W kommen. Schaumstoffdämmungen weisen meist verhältnismäßig geringe Wärmedurchlasswiderstände auf und sind mit jedem Fußbodenbelag kombinierbar.

Trittschalldämmung im Raum verlegen

Je nach Material ist Trittschalldämmung auf einer Rolle oder als Platte erhältlich und wird unter schwimmend verlegten Böden eingesetzt. Folgendermaßen gehst du beim Verlegen der Trittschalldämmung vor:

  1. Sorge dafür, dass der Boden trocken, eben, besenrein sowie frei von Staub oder eventuellen Klebstoffen ist.

  2. Verlegst du die Trittschalldämmung auf einem Estrich, dann bringe zusätzlich eine Dampfbremse ein, um das Aufsteigen von Feuchtigkeit zu vermeiden. Manche Trittschalldämmungen sowie Bodenbeläge haben eine Dampfsperre bereits integriert. Lasse dich beim Kauf der Materialien am besten in deinem OBI Markt vor Ort beraten.

  3. Rolle die Trittschalldämmung bahnenweise und im 90° Winkel zur Dampfsperre aus.

  4. Verlege die weiteren Bahnen Stoß an Stoß mit der vorhergehenden Bahn. Achte darauf, dass keine Lücken zwischen den Bahnen entstehen. Diese übertragen als Schallbrücken den Tritt- und Gehschall.

  5. Verklebe die einzelnen Bahnen mit einem Klebeband. Auch die Abschlüsse zur Sockelleiste beziehungsweise Wand fixierst du mit einem Klebeband.

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