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Putz, Mörtel und Zement im Vergleich

Zuletzt aktualisiert: 07.11.20192 MinutenVon: OBI Redaktion
Heimwerker gibt Mörtel auf eine Mauer, bevor die nächste Reihe Steine platziert wird.

Zement, Mörtel und Putz gehören zu den wichtigsten Baustoffen. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, woraus diese Baustoffe bestehen, wie sie angemischt werden und welche Arten und Anwendungsbereiche es gibt.

Was ist der Unterschied zwischen Putz, Mörtel und Zement?

Der Baustoff Zement dient vor allem als Bindemittel für andere Stoffe. Aus Zement entsteht mit Wasser und einem Gesteinszusatz je nach Körnung Mörtel oder auch Beton. Mörtel wird vor allem beim Mauerbau eingesetzt und fungiert als Verbindung zwischen Mauersteinen. Putz besteht wiederum aus Mörtel und anderen mineralischen oder organischen Bindemitteln. Eine oder mehrere Schichten aus Putz schützen sowohl die äußeren als auch die inneren Wände von Häusern.

Zement – Eigenschaften im Überblick

Zement ist in erster Linie ein Bindemittel, das vor allem in Form von Mörtel beim Mauern und bei der Herstellung von Beton eingesetzt wird. Zement ist mineralisch, besteht zum größten Teil aus gemahlenem Kalk und Ton, je nach Verwendungszweck kommen aber weitere Stoffe hinzu. Mit Wasser vermischt kann Zement verschiedene Gesteinssorten binden, denn nach dem Trocknen wird das Gemisch zu einer harten Substanz. Kies wird mit Zement zu Beton, Sand und Zement werden zu Mörtel. Mörtel wiederum ist Basis vieler Putze. Zement bildet damit die Grundlage für einige der essenziellsten Baustoffe.

Zwei wichtige Zementarten sind Portlandzement und Trasszement.

Im Betonmischer wird aus Kies und Zement Beton gemischt.

Mörtel – Eigenschaften, Arten und Anwendungsbereiche

Mörtel ist eine formbare Masse und besteht meist aus Sand, Wasser, Zement und gebranntem Kalk. Das zugesetzte Kalkhydrat gibt dem Mörtel seine Elastizität. Mörtel dient dazu, Verbindungen zwischen Bausteinen zu schaffen und Zwischenräume zu schließen. Der Baustoff ist besonders wichtig beim Vermauern von Ziegel- und Kalksandsteinen, kommt aber auch beim Fliesenlegen und Verputzen zum Einsatz. Mörtel kann in Form von Trockenmörtel fertig gekauft und mit Wasser angesetzt oder auf der Baustelle selbst gemischt werden.

Allgemein werden drei Arten von Maurermörtel unterschieden:

Heimwerker gibt mit der Maurerkelle Mörtel auf eine Mauer

Putz – Eigenschaften, Arten und Anwendungsbereiche

Putz – auch Verputz genannt – ist eine Schicht aus Mörtel und verschiedenen mineralischen oder organischen Bindemitteln, die Mauern innen und außen glättet, verschönert und schützt.

Je nach Untergrund wird der Putz in mehreren Lagen angebracht. Dies wird als Unter- und Oberputz bezeichnet. Der Unterputz kann mehrere Schichten umfassen und besteht in der Regel aus Mörtel und mineralischen Bindemitteln wie Kalk. Der Oberputz verleiht der Wand ihre Oberflächenstruktur und kann so auch als Dekorputz dienen. Zu diesem Zweck können auch pastöse Putzsorten mit organischen Bindemitteln wie Kunstharz zum Einsatz kommen. Kunstharz ist fast ausschließlich als fertig gemischtes Produkt erhältlich.

Die passende Putzart richtet sich nach dem Einsatzgebiet. Die meisten Sorten basieren auf einer Mischung aus Mörtel und Bindemittel. Entsprechend lassen sich die Putzarten mittels des zusätzlichen Stoffs voneinander abgrenzen. Die folgende Tabellen geben einen Überblick über gängige Putzarten, deren Besonderheiten und Einsatzgebiete.

Heimwerker rührt im Eimer Putz an.
Heimwerker glättet frisch aufgetragenen Putz mit einer Glättekelle.

Innenputz

Nach dem Auftragen des Innenputzes auf das Mauerwerk oder den Beton kann die Mauer weiter tapeziert, gestrichen oder gefliest werden. Innenputz entzieht den Wänden in nassen Räumen wie der Küche oder dem Badezimmer Feuchtigkeit und lässt die Wohnraumfeuchtigkeit nach draußen.

Außenputz

Außenputz hält schädliche Umwelteinflüsse wie Regen, Sonnenstrahlung und Schmutz von der Fassade ab. Der 2 mm starke Münchner Rauputz kann sowohl als Innen-, als auch als Außenputz verwendet werden.

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