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Wasser sparen im Bad

Zuletzt aktualisiert: 04.12.20194 Minuten
Wasser sparen im Bad mit einer Wannenarmatur.

Der Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie wirkungsvoll Wasser einsparen und auf welche Aspekte Sie bei der Badplanung sowie der Badsanierung achten sollten.

Wie kann man Wasser im Bad sparen?

Das meiste Wasser wird im privaten Haushalt für die tägliche Hygiene verbraucht – also beim Waschen, Zähneputzen, Duschen und Toilettengang. Daher können Sie besonders viel Wasser einsparen, wenn Sie diesen Umstand bereits bei der Badplanung berücksichtigen und auf eine wassersparende Ausstattung im Badezimmer achten. Der folgende Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie mithilfe von beispielsweise Sensorarmaturen, Wassersparanschlüssen oder Durchflussbegrenzern effektiv Wasserkosten reduzieren und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Warum ist Wasser sparen wichtig?

Gut zwei Drittel unserer Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt: Es scheint, als wäre ausreichend Wasser vorhanden. Warum also Wasser sparen? Von diesen zwei Dritteln sind nur 3,5 % Trinkwasser. Und Trinkwasser unterliegt als Lebensmittel besonders hohen Qualitätsansprüchen.

Die Trinkwasserqualität in Deutschland ist in der Regel hervorragend. Normalerweise können Sie das Wasser aus der Leitung bedenkenlos für die Zubereitung von Babynahrung nutzen. Um diese Qualität zu erhalten, spielt unser Abwasser eine besondere Rolle: So gibt es Schadstoffe, die in Kläranlagen nicht oder nur schwer abgebaut werden. Diese Stoffe gelangen auch über Umwege ins Grundwasser, wodurch die Aufbereitung unseres Trinkwassers aufwendiger und kostspieliger wird. Wenn Sie also Ihr Auto in der Waschanlage waschen und Lacke, Farben sowie Arzneimittel-Reste nicht im Abfluss oder der Toilette entsorgen, tragen Sie zum Erhalt der Wasserqualität sowie stabileren Wasserkosten bei.

Bei der Gewinnung von Trinkwasser und der Wassererwärmung werden weitere Ressourcen und eine große Menge an Energie beansprucht. Diese schonen wir alle durch einen nachhaltigen, bedarfsgerechten Konsum. Und jeder Einzelne spart direkt selbst Wasserkosten ein. Das meiste Trinkwasser verbrauchen wir bei der täglichen Hygiene. Deshalb ist es sinvoll, den Wasserverbrauch bereits bei der Badplanung und Badsanierung im Blick zu haben. Wird das Wasser in Ihrem Haushalt beispielsweise durch die Heizung erwärmt, sorgt eine wassersparende Badausstattung auch gleich für einen geringeren Verbrauch bei Strom, Öl und Gas.

Wasserstrahl trifft perlend auf Wasseroberfläche auf.

Wasserhahn: Strahlregler, Wasserspar-Kartuschen, Sensorarmaturen

In Ihrem Badezimmer können Sie nicht nur viel Wasser und Energie sparen, wenn Sie den Wasserhahn während des Zähneputzens abstellen und sich die Hände mit kaltem statt mit warmem Wasser waschen. Es gibt zudem diverse Produkte und Hilfsmittel, die Sie am Waschbecken beim Wassersparen unterstützen: So verringern Sie die Wassermenge, die durch den Wasserhahn läuft, mit einem Strahlregler erheblich. Der Regler mischt dem Wasserstrahl etwas Luft bei, sodass der Wasserverbrauch reduziert wird. Strahlregler können Sie bei vielen Armaturen direkt nachrüsten. Allerdings ist die Regelung des Wasserstrahls nicht für Badezimmer mit Niederdruckarmaturen nutzbar.

Bei herkömmlichen Einhebelmischern können Sie an Waschbecken im Bad zudem Wasserspar-Kartuschen einsetzen. Die Kartuschen bewirken einen Widerstand im Hebelweg, sodass der Hebel beispielsweise beim Händewaschen nicht automatisch bis zum Anschlag öffnet.

Alternativ entscheiden Sie sich für Sensorarmaturen an Ihrem Waschbecken, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. Hier müssen Sie den Wasserhahn nicht mehr aufdrehen. Elektronisch über Sensoren gesteuert fließt das Wasser nur dann, wenn es wirklich benötigt wird. Außerdem erhöhen Sie mit der Armatur die Hygiene, da sie beim Händewaschen nicht berührt werden muss.

Hinweis: Unabhängig von diesen Sparmaßnahmen reparieren Sie tropfende Wasserhähne möglichst schnell oder tauschen beschädigte Armaturen aus. Schon ein leicht tropfender Wasserhahn verbraucht im Jahr viele Liter Trinkwasser und bares Geld unnötig.

Ein Tropfen löst sich aus dem Wasserhahn.

Dusche: Wassersparanschluss, Durchflussbegrenzer, Wasserspareinsätze, Thermostate

Nicht nur am Waschbecken, sondern auch in der Dusche können Sie Ihren Wasserverbrauch mit einigen Tipps und Vorrichtungen deutlich verringern. Die einfachste Möglichkeit: Duschen statt Baden. Während Sie beim Vollbad 150-200 Liter Wasser verbrauchen, sind es unter der Dusche nur 60-80 Liter. Außerdem gilt unter der Dusche das Gleiche wie beim Händewaschen (ohne Sensor): Auch hier stellen Sie das Wasser an der Armatur beim Einseifen ab.

Ein Wassersparanschluss stoppt den Wasserfluss und erhält die Temperatur. Wasserspareinsätze oder Durchflussbegrenzer schränken wie beim Wasserhahn durch Luftbeimengung die Durchflussmenge des Wassers ein und senken damit Ihren Wasserverbrauch.

Energie sparen Sie außerdem unter der Dusche, wenn Sie ein Thermostat einsetzen. Mit dem Thermostat legen Sie die Wasser-Höchsttemperatur und die Durchschnittstemperatur fest. So erreicht das Wasser umgehend die gewünschte Temperatur und starke Schwankungen gehören der Vergangenheit an.

Dusche mit Thermostat-Armatur.

WC, Bidets, Urinale: Start/Stopp-Spülung, 2-Mengen-Spülung, Spülstromregulierung

Bei alten WC-Spülkästen strudelten mindestens 9 Liter Wasser das Rohr hinab. Es ist deshalb sinnvoll und umweltschonend, wenn Sie Ihren alten Spülkasten mit einem Spülstopp nachrüsten oder ihn durch einen modernen Spülkasten ersetzen, der im Schnitt wenigstens 3 Liter weniger verbraucht.

Neben der bewährten Start/Stopp-Spülung, die während des Spülvorgangs manuell zum Stoppen des Wasserflusses betätigt wird, gibt es auch die 2-Mengen-Spülung: Während die große Taste 6 Liter Wasser durch die Toilette spült, reicht meist der Druck auf die kleine Taste aus, die nur 3 Liter Wasser pro Spülung verbraucht. Diese Vorrichtungen zur sparsamen Toilettenspülung sind sinnvoll, um den Wasserverbrauch im Haushalt zu verringern. Bei Spülarmaturen, die ohne Spülkasten auskommen und das Spülwasser direkt aus der Versorgerleitung ziehen, empfiehlt sich eine Spülstromregulierung, bei der Sie die Spülmenge manuell einstellen.

Als wassersparende Alternative ziehen Sie den Einbau eines Urinals in Erwägung. Urinale verbrauchen pro Spülung weniger Wasser als herkömmliche Toiletten. Zudem gibt es wasserlose Urinale beziehungsweise Trockenurinale, die mithilfe einer Sperrflüssigkeit dafür sorgen, dass keine Gerüche aus dem Abfluss entweichen.

Für das Bidet gilt das gleiche wie für Wasserhahn und Dusche: Durchflussbegrenzer, die dem Wasser Luft beimengen, sind ebenso sinnvoll wie Wasserspar-Kartuschen.

Bidet und WC in weiß im Badezimmer.

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