
Holz im Badezimmer richtig pflegen und einsetzen
Holz sorgt im Badezimmer für eine behagliche Atmosphäre. Es wirkt natürlich, strahlt Wärme aus und kann auf verschiedene Weise im Bad eingesetzt werden. Worauf es bei der Pflege ankommt, erfährst du in diesem Ratgeber.
Holz im Badezimmer – Inspiration
Holz im Badezimmer verbessert das Raumgefühl
Im Badezimmer gibt es für gewöhnlich viele Flächen, die eher Kälte ausstrahlen: Fliesen, Armaturen, Badewanne und das Waschbecken sind für gewöhnlich aus kühlen Materialien gefertigt. Holz schafft da einen gelungenen Kontrast, nicht nur optisch.
Holz fühlt sich wegen seiner schlechten Wärmeleitfähigkeit warm an. In Räumen mit Holz- und Erdtönen frieren Menschen sogar weniger: Allein der Anblick von Holz reicht aus, um rein subjektiv eine höhere Raumtemperatur wahrzunehmen. Wer Holz im Bad verwendet, kann daher sogar die Heizung etwas herunterdrehen und so Geld und Emissionen sparen.
Mit Holz lassen sich außerdem individuelle Ideen auf vielfältige Art umsetzen. Die natürlichen Eigenschaften des Holzes mit seinen verschiedenen Farbtönen und der einzigartigen Maserung bringen Individualität ins Bad.
Holz im Badezimmer: die Vorteile

Holz im Bad kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. So schafft es ein gesundes Raumklima.
Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. So reguliert es das Raumklima. Das ist im Bad besonders wichtig.
Gut lüften solltest du das Badezimmer aber dennoch. Denn dauerhaft zu viel Feuchtigkeit im Raum kann auch Holz nicht ausgleichen. Im schlimmsten Fall kommt es zu Schimmel.
Dunkle Holztöne für das Badezimmer

Dunkles Holz im Badezimmer wirkt oft besonders edel.
Hast du dich für Holz im Badezimmer entschieden, ist die Wahl der Holzart wichtig. Holzsorten wie Mahagoni, Teak, Wenge und Amerikanischer Nussbaum sind sehr dunkel. Das sieht edel aus und lässt sich gut mit Edelstahl oder auch Granit kombinieren.
Harte Holzarten sind im Vergleich mit anderen Hölzern eher hochpreisig. Doch gerade im Bad kann sich die Investition lohnen: Die enge Zellstruktur macht diese Hölzer widerstandsfähig und sehr langlebig. Sie sind außerdem feuchtebeständig und daher gut für das Badezimmer geeignet.
Tipp: Bedenke, dass auf dunklen Oberflächen Staub und Flusen recht schnell sichtbar sind – das gilt auch für dunkles Holz. Hier musst du also unter Umständen schneller zum Staubtuch greifen als bei hellen Oberflächen.
Helle Holztöne für das Badezimmer
Heller als die oben genannten Holzsorten ist die Lärche. Das robuste heimische Holz bringt ähnliche Eigenschaften mit wie die dunklen Hölzer. Wer auf Tropenholz verzichten möchte, findet in der Lärche einen widerstandsfähigen Ersatz.
Ebenfalls heller sind Sorten wie Ahorn, Buche und Birke oder auch Kiefer, Fichte, Mango und Eiche.
Hinweis: Buche und Ahorn quellen stärker auf und als beispielsweise Eiche oder Lärche. Sie ziehen sich bei sinkender Luftfeuchtigkeit wieder zusammen. Achte hier auf Versiegelungstechniken, die das Material vor Feuchtigkeit und Wasserflecken schützen.
Fusseln sieht man bei diesem Holz nicht so schnell. Ein weiterer Vorteil: Sie lassen kleine Räume größer erscheinen. Zudem können helle Farbtöne die Laune heben. Vor allem Morgenmuffel können also von einem hellen Holz im Bad profitieren.
Holzmöbel für das Bad

Möchtest du dich zuerst an Holz im Bad herantasten oder Renovieren ist keine Alternative? Dann probiere es zunächst mit einigen Badezimmermöbeln oder auch Accessoires aus Holz: Eine Ablage quer über die Wanne macht Lust auf Entspannung, ein Regal schafft Ordnung und Gemütlichkeit. Nutze eine Holzleiter als Handtuchhalter oder einen Spiegel mit Holzrahmen, um den Raum optisch zu vergrößern.
Holzbad planen

Du kannst Holz überall im Badezimmer verwenden. So entsteht dein persönlicher Wellnessbereich.
Hast du vor, dein Badezimmer mit Holz zu einem Wohlfühlraum umzugestalten, hilft dir ein Fachbetrieb mit der professionellen Planung. Damit du die beste Beratung bekommst und genau sagen kannst, was du möchtest, solltest du vorab diese Fragen beantworten:
Wie groß ist das Bad (Fläche, Raumhöhe)?
Wie sieht der Grundriss aus?
Gibt es Dachschrägen?
Wo sind Fenster und Türen?
Wo sind die Anschlüsse (Wasser, Strom), wo verlaufen Leitungen?
Wie viele Personen nutzen das Bad?
Welcher Stil ist gewünscht?
Soll das Badezimmer barrierefrei sein oder später entsprechend umgebaut werden können?
Welche Bereiche im Bad sollen mit Holz gestaltet sein (Boden, Wände, Decke)?
Sind Holzeinbauten geplant?
Welches Holz soll es sein?
Wie soll das Holz behandelt sein?
Welche weiteren Materialien werden im Bad verwendet?
Holz im Badezimmer schützen
Damit das Holz trotz teils stark schwankender Luftfeuchtigkeit im Badezimmer lange schön bleibt, muss es fachgerecht versiegelt werden. Die Versiegelung schützt das Holz vor Schäden wie aufgequollenen Stellen und Schimmel.
Ist das Holz unbehandelt, kannst du es mit Hartwachs-Öl versiegeln. Damit der Schutz Bestand hat, musst du den Versieglungsprozess zwei- bis dreimal pro Jahr wiederholen.
Geöltes Holz nimmt zwar Luftfeuchtigkeit auf, gibt sie aber auch wieder schnell ab. Hierbei ist die Menge des aufgetragenen Öls entscheidend: Je mehr Ölschichten verarbeitet wurden, umso weniger Feuchtigkeit kann das Holz aufnehmen und abgeben.
Lack weist Wasser besonders gut ab. Das Holz kann dann die Luftfeuchtigkeit nicht mehr regulieren. Schon bei kleinen Rissen im Lack kann Wasser eindringen und das Holz vergrauen oder den Lack abplatzen lassen. Die Reparatur ist aufwendig und kostspielig. Ist der Schaden nur klein, schleifst du die betroffene Stelle am besten sofort ab und versiegelst sie erneut. Hierfür kommt beispielsweise Bootslack infrage. Er ist vollkommen wasserresistent und schützt das Holz vor eindringender Nässe.
Hinweis: Wechsle nicht zwischen verschiedenen Versiegelungsarten. Auf geöltem Holz hält kein Lack.
Wichtig für die Langlebigkeit eines Holzbodens im Bad ist zudem ein fachgerechter Unterbau mit Dampfbremse. Dieser verhindert, dass sich Feuchtigkeit unter dem Holz staut. Ist das Holz sorgfältig versiegelt, sind ein paar Wassertropfen oder -spritzer kein Problem. Auch die hohe Luftfeuchtigkeit kann dem Holz dann kaum etwas anhaben.

Stimme die Farbtöne aufeinander ab, um ein einheitliches Bild zu erreichen.
Holz im Bad pflegen
Für die Pflege musst du das Holz im Badezimmer wie in anderen Räumen auch nur nebelfeucht wischen. Denkst du zusätzlich an die regelmäßige Neuversiegelung, bleibt das Holz im Badezimmer lange schön und quillt nicht auf. Eine hart gewachste Oberfläche lässt Schmutz und Wasser einfach abperlen.
Achte darauf, dass du in Bereichen mit hoher Spritzwassergefahr keine Kiefer verbaust. Dieses Holz ist besonders anfällig für Bläuepilze, wenn es zu viel Feuchtigkeit abbekommt.












