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Badausbau mit Bauplatten

Zuletzt aktualisiert: 14.08.20194 Minuten
Rohbau eines Badezimmers mit Badewanne, in dem Bauplatten verlegt werden.

Bauplatten bieten sich beim Badausbau für die Sanierung des Untergrundes an. Im Gegensatz zu Nassestrich, der oft wochenlang trocknen muss, können Bauplatten schnell weiter bearbeitet werden. Diese Tipps helfen bei der Auswahl des richtigen Materials.

Was sind Bauplatten?

Bauplatten sind baufertige Platten für den Innen- und Außenausbau, die bspw. aus Gips, Zement- und Gipsfasern oder Polystyrol-Hartschaum bestehen. Die meisten Platten besitzen eine Armierung aus z. B. Karton, Kunststoff oder Glas.

Moderne Bauplatten besitzen gute Eigenschaften im Bereich der Wärmedämmung und eignen sich zum Beispiel als sogenannte Fliesenlegerplatten ideal für den Badausbau.

Beim Badausbau kommen neben Gipskartonplatten und Trockenestrichelementen zunehmend Bauplatten aus Polystyrol-Hartschaum (XPS) zum Einsatz. Die Platten lassen sich besonders leicht und flexibel verarbeiten. Verputzen oder Verspachteln ist nicht notwendig, sie können das Bad gleich fliesen, streichen oder tapezieren.

Zudem bieten viele Hersteller neben den Fliesenlegerplatten in unterschiedlichen Stärken und Größen auch zusätzliche Bauteile wie Winkel- und Duschelemente an. Außerdem gibt es Zubehör wie passende Abläufe, Dämmplattenteller oder Dichtband.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Materialien, Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten sowie das Zubehör der XPS-Bauplatten für den Badausbau vor.

Bauplatten für den Badausbau im Überblick

Drei weiße Gipskartonplatten liegen aufgefächert übereinander.

Trockenestrich- oder Gipsfaserplatten bieten sich beim Badausbau für die Sanierung des Untergrundes an. Im Gegensatz zu Nassestrich, der oft wochenlang trocknen muss, können Sie Trockenestrich-Bauplatten direkt nach dem Trocknen des Klebers betreten und mit der Badsanierung fortfahren. Ein weiterer Vorzug ist das geringere Gewicht – dies ist zum Beispiel ein großer Vorteil bei Räumen mit Holzdecken.

Gipskartonplatten werden nach wie vor regelmäßig auch für den Innenausbau von Feuchträumen wie Badezimmern verwendet. Die Platten, die Sie in unterschiedlichen Ausführungen sowie Stärken kaufen können, sind kostengünstig und lassen sich leicht verarbeiten. Nutzen Sie aber nur für Feuchträume spezialisierte Trockenbau-Platten idealerweise inklusive Wärmedämmung. Diese in der Regel grünen Platten liefern eine solide Resistenz gegen Feuchtigkeit und helfen bei der Dämmung im Bad. Der Einsatz der Bauplatten verzögert durch notwendiges Verspachteln und Grundieren der Gipskartonplatten weitere Arbeiten beim Innenausbau wie Tapezieren der Wände oder Fliesen verlegen.

Fliesenlegerplatten aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum (XPS) lassen sich leicht verarbeiten und bieten vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten beim Badausbau von Alt- und Neubau. Allerdings ist der Einsatz beziehungsweise die Investition in die Hartschaumplatten etwas kostspieliger als einfache Rigipsplatten. Auch die hohe Widerstandfähigkeit gegen Feuchtigkeit spricht für die XPS-Platten.

Eigenschaften von XPS-Bauplatten

Wassertropfen auf Fliesenlegerplatten zeigen wasserabweisende Eigenschaften des Materials.

XPS-Platten enthalten eine Deckschicht aus Spezialmörtel und Glasfasergewebe. XPS ist eine feinporige Weiterentwicklung von Styropor. Beide Produkte basieren auf dem Kunststoff Polystyrol. Bei der Herstellung von XPS wird das eingeschmolzene Polystyrol-Granulat zusätzlich mithilfe eines Treibmittels durch eine flache Düse gepresst. Das Polystyrol schäumt dabei um ein Vielfaches seines ursprünglichen Volumens auf und es entsteht eine homogene Masse mit folgenden Eigenschaften für Trockenbau und Montage:

Geringes Eigengewicht, hohe Standhaftigkeit bei Druck, keine Wasseraufnahme, keine Chance für Schimmelpilze, ausgezeichnete Wärmedämmung und sie sind in diversen Stärken verfügbar.

Diese Merkmale machen die Bauplatten zu verlässlichen Bauelementen beim Innenausbau und Umbau sowie der Sanierung von Feuchträumen wie dem Bad. Auch für das Verkleiden von Böden und Wänden sowie beim Gestalten von Oberflächen wie in der Dusche oder Badewanne können Sie die XPS-Platten einsetzen.

Ein weiterer Vorteil der Fliesenlegerplatten: XPS lässt sich in verschiedene Formen pressen, ohne dass die Stabilität darunter leidet. So gibt es auch geschwungene oder flexible Kreativbau-Elemente, mit denen Sie beim Badausbau auch außergewöhnliche Formen oder Rundungen realisieren können. Die Bauplatten sind auf der Rückseite vollflächig eingeschnitten und lassen sich deshalb leicht in die gewünschte Form biegen – ohne zu brechen.

Darüber hinaus sind Montage-Sets für Regale, Sitzmöbel und Waschtische, Bauplatten für barrierefreie Duschen sowie Badewannen oder Eckelemente zum Verkleiden von Rohren und Leitungen erhältlich. 

Verarbeitung von XPS-Platten

Heimwerker mit Handschuhen verlegt Fliesen im Bad.

Die einzelnen Platten können Sie nach Belieben und Stärke mit einer Handkreissäge oder Stichsäge zuschneiden. Befestigt werden XPS-Fliesenlegerplatten an der Wand auf altem Putz oder direkt auf unverputzten Wänden mit Mörtel und speziellen Metalldübeln.

Möchten Sie die Platten als zusätzliche Wärmedämmung auf dem Boden anbringen, können Sie die Baustoffe einfach mit Fliesenkleber am Untergrund im Bad fixieren und verlegen. Dichten Sie Stoßkanten nach Aushärten des Klebers oder Mörtels immer zusätzlich mit Armier- oder Dichtband ab.

Abschließend können Sie die Bauplatten sofort verputzen, tapezieren oder fliesen. Im Gegensatz zu Bauplatten aus Gipskarton müssen Sie Fliesenlegerplatten aus Polystyrol-Hartschaum weder grundieren noch verspachteln.

Zubehör für die Verarbeitung von Fliesenlegerplatten

Dichtband zum Abdichten von Bauplatten.

Für die Gestaltung und den Umbau von Feuchträumen wie dem Bad oder Gäste-WC steht umfangreiches Zubehör für die Verarbeitung der Baustoffplatten zur Verfügung. Es empfiehlt sich die Verwendung des speziell auf die XPS-Platten abgestimmten Materials und Zubehörs, da nur so ein optimales Bauergebnis bei der Badsanierung gewährleistet ist.

Neben Spezialkleber und Dichtstoffen wie Silikon sind spezielle Metalldübel, Befestigungsanker und Dämmplattenteller erhältlich. Vorgeformte Dichtecken und spezielle Dichtbänder erleichtern das Abdichten in Feuchträumen. Armierbänder sorgen für zusätzliche Stabilität.

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