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Badrenovierung

Zuletzt aktualisiert: 29.11.202112 MinutenVon: OBI Redaktion
Neues renoviertes Bad in beige und weiss mit Badewanne großem Waschbecken und Regendusche

Bei der Badrenovierung eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten. Gerade deshalb ist es wichtig, im Vorfeld gründlich zu planen. Wir zeigen dir, wie du einen Plan für die Badsanierung erstellst und was du dabei beachten solltest. Außerdem geben wir dir Tipps und Inspirationen zur Umsetzung deines Projekts.

Badrenovierung richtig planen

Wie du dein Bad renovierst, hängt vor allem vom Umfang der Arbeiten und deinem Budget ab. Besonders wichtig für den Sanierungsprozess ist es außerdem, frühzeitig mit der Planung zu beginnen: Es bietet sich eine Vorlaufzeit von etwa einem halben Jahr vor der eigentlichen Renovierung an. Dabei solltest du dir folgende Fragen bereits früh stellen:

  • Wie sieht dein Badezimmer aktuell aus?
  • Was möchtest du daraus machen?
  • Wie viel Geld möchtest du dafür ausgeben?

Ob du ein Sanitärobjekt austauschen oder dein Bad in eine Wellness-Zone verwandeln willst: Mach dir zuvor einen ausführlichen Plan von Zielen und Kosten – auf Letztere kommen wir noch genauer zu sprechen. Plane für den Umbau genügend Zeit ein. Sollten die Arbeiten dein Badezimmer unbenutzbar machen, ist es sinnvoll, Zugang zu einem Ausweich-Bad zu haben. Sei gegen Baulärm gewappnet und warne gegebenenfalls auch deine Nachbarn vor.

Kleinere Hilfsarbeiten wie das Abschlagen alter Fliesen oder die Entsorgung des Bauschutts kannst du selbst erledigen. Rohre für Frischwasser und Abwasser solltest du jedoch von einem Fachbetrieb installieren lassen. Ein Handwerker wird in der Regel auch ein Beratungsgespräch mit dir durchführen, sodass du die Kosten der Badrenovierung besser kalkulieren kannst. Legst du bei Frisch- und Abwasserrohren selbst Hand an und es kommt zum Schaden, verweigert die Versicherung eventuell die Zahlung.

Ähnliches gilt für Sanitärobjekte. Montierst du diese selbst, verlierst du unter Umständen die Garantie. Auch hier ist ein ausgewiesener Fachbetrieb empfehlenswert. Kontaktiere das Fachunternehmen am besten bereits etwa vier Monate vor der Renovierung und lasse dich beraten.

Planen, prüfen und skizzieren

Wenn du im Zuge der Renovierung größere Veränderungen in deinem Bad planst, macht es Sinn, zunächst einen Grundriss des Bades aufzuzeichnen und dann Dusche, Wanne, WC und Waschbecken auf dem Papier hin- und herzuschieben. Zum Beispiel ist fehlende Bewegungsfreiheit ein Fehler in der Badplanung, der sich einfach vermeiden lässt: Plane vor Badewannen, WCs und Waschtischen immer einen Freiraum von 100 cm bis 150 cm ein.

Eine entsprechende Skizze hilft dir dabei, das Ergebnis besser zu visualisieren und damit die nötigen Arbeitsschritte, den Aufwand und die Kosten genauer einzuschätzen. Berechne bei der Kostenplanung außerdem – falls nötig – professionelle Unterstützung mit ein.

Prüfe, ob deine Pläne mit den existierenden oder geplanten Strom- und Wasseranschlüssen übereinstimmen, bevor du mit der Umsetzung beginnst. Kontrolliere im Rahmen der Badplanung außerdem noch einmal deine Abmessungen und plane Hindernisse wie Dachschrägen in die Badsanierung mit ein.

 

Grundriss eines Badezimmers mit Dusche, Badewanne, WC und Waschbecken.

Für die Planung von Renovierungsarbeiten sind Grundrisse sinnvoll.

Die Größe des Bades beachten

Je nach Größe des Bades hat der Raum unterschiedliche Anforderungen – besonders, was Ausstattung und Möblierung angeht, aber auch die Farbwelt und das Licht sollten an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden. Dies gilt es bei der Planung von Renovierung oder Umbau zu berücksichtigen.

Badrenovierung: kleines Bad

Kleines Bad mit Eckdusche und WC, Holzboden und Holzelementen an der Wand.

In kleinen Badezimmern sind platzsparende Elemente sinnvoll, um ausreichend Bewegungsfreiheit zu gewährleisten.

Ob Schlauchbad oder Gäste-WC: Kleine Bäder sollen in der Regel größer wirken, als sie tatsächlich sind. Hierfür bietet sich eine möglichst platzsparende Ausstattung an, mit einer Eckbadewanne oder Eckdusche. Außerdem eignen sich schmale Waschbecken und Möbel, die viel Stauraum für Dinge bieten, die sonst unnötig Raum im Bad beanspruchen. Weitere Mittel zur optischen Vergrößerung des Bads sind helle Farben, Spiegel und die richtige Ausleuchtung.

In kleinen Badezimmern solltest du immer auf genügend Bewegungsfreiheit achten. Halte dazu mindestens einen Abstand von 20 cm zwischen der Wand und anderen Elementen ein. Zwischen den einzelnen Objekten sollte der Abstand mindestens 25 cm betragen. Die kleinste Fläche vor dem Waschbecken, WC und der Duschwanne sollte 70 cm groß sein, um trotz Platzeinsparung noch genug Freiraum zu bieten. Bringe das Waschbecken in einer Höhe von 85 cm bis 90 cm an.

Tipp: Genormte Abstände, Höhen und Bewegungsfreiräume für barrierefreie und rollstuhlgerechte Bäder findest du in der ÖNORM B 1600.

Raum nutzen im großen Bad

Großes Wellnessbad mit Saunabereich.

Große Badezimmer können zu einem Wellnessbad werden oder bieten Platz für Doppelwaschtische und viel Stauraum.

Ein großes Badezimmer bietet viel Raum für Gestaltungsmöglichkeiten. Es eignet sich zum Beispiel, um daraus ein luxuriöses Wellnessbad mit frei stehender Badewannebodengleicher Dusche oder eigener Sauna zu machen.

Außerdem brauchst du ein größeres Bad, wenn es zum Beispiel von mehreren Generationen genutzt wird. In diesem Fall kannst du mit einem Doppelwaschtisch und reichlich Stauraum ein gut nutzbares Familienbad herrichten. Bei der Beleuchtung gilt prinzipiell: Kombiniere viele Lichtquellen, um den Raum in Gänze zu beleuchten und Akzente zu setzen. Plane die Ausstattung deines großen Badezimmers möglichst genau, damit du nicht von den anfallenden Kosten überrascht wirst.

Badsanierung: Kosten kalkulieren

Ein wesentlicher Aspekt, den es vor dem Umbau oder der Renovierung des Bads zu berücksichtigen gilt, sind die anfallenden Kosten. Hier kommt es neben der Größe deines Bads auch auf die Qualität und Ausmaße von Armaturen, Waschbecken und Heizkörpern an. Auch Bodenbeläge und Wandfliesen unterscheiden sich unter Umständen deutlich im Preis. Hinzu kommen die Arbeiten von Handwerkern, um die du in den meisten Fällen nicht herumkommst. Als eine Faustregel kannst du damit rechnen, dass sich die Kosten für die Badsanierung zu etwa 40 % auf das benötigte Material und zu 60 % auf den Lohn der Handwerker aufteilen.

Da die Kosten für die Badsanierung von so unterschiedlichen Faktoren abhängen, lassen sie sich nur in einer recht weiten Preisspanne beziffern. Pro Quadratmeter Badezimmerfläche können die Gesamtkosten zwischen 900 € und 3.500 € liegen. Im günstigen Fall lässt sich die Badrenovierung für ein kleines Bad von 6 m² also schon mit 5.400 € bewerkstelligen. An welchem Ende der Skala sich dein Bad befindet, hängt vor allem von der Wahl deiner Ausstattung und dem Stundenlohn der Handwerker ab.

Badrenovierung mit kleinem Budget

Pinsel mit Fliesenlack auf Fliese.

Intakte Fliesen können einfach überlackiert werden. Das spart Arbeit und Ressourcen.

Schon mit einem kleinen Budget kannst du viel erreichen – zum Beispiel, indem du ungeliebte Fliesen mit Fliesenlack überstreichst. Dafür müssen die alten Fliesen gut gereinigt, grundiert, lackiert und versiegelt werden. Dieses Vorgehen verursacht weniger Aufwand und Schmutz als die Fliesen abzuschlagen und zu erneuern. Wirklich festsitzende, unbeschädigte Fliesen kannst du gesäubert und grundiert auch mit neuen Fliesen überkleben und verfugen. Prüfe den festen Sitz der alten Fliesen, indem du jede Fliese einzeln abklopfst und darauf hörst, ob es irgendwo hohl klingt. Ist dies der Fall, raten wir vom Überkleben ab.

Schmutzige oder vergilbte Fugen kannst du mit Fugenfrisch behandeln – so beugst du gleichzeitig möglicher Schimmelbildung vor. Unschöne oder poröse Silikonfugen müssen hingegen ausgekratzt und nach guter Reinigung und Trocknung mit neuem Silikon versiegelt werden.

Kratzer und Abnutzungsspuren in Keramik, Emaille und Acryl lassen sich mit speziellen Reparatur-Sets ausbessern. Vom Schmirgelpapier über Füllmasse bis zur Farbe: Für jedes Material gibt es das passende Set und eine genaue Anleitung. So bringst du Badewannen und Waschtische wieder zum Glänzen. Ältere Badezimmermöbel frischst du mit LackFolie oder neuen Türen auf.

Ideen für die Badrenovierung

Teilgefliestes helles Bad mit Spiegelschrank und gleichen Fliesen für Boden und Wände. Dusche mit Glaswand.

Farben, Formen und Materialien können ein Badezimmer optisch enorm verändern. Kleine Räume profitieren oft von hellen Tönen, da sie so größer wirken.

Bei der Gestaltung deines Traumbads hast du die Gelegenheit, deinen ganz eigenen Stil umzusetzen. Die Auswahl an Ausstattung, Materialien, Farben und anderen optischen Faktoren ist enorm. Im Folgenden möchten wir dir etwas Inspiration für die Badrenovierung mitgeben.

Glaselemente erzeugen optische Weite. Trenne beispielsweise eine bodentiefe, geflieste Dusche mit klarem Glas ohne Fassung ab. So scheint es, als würde der Boden dort einfach weitergehen, und der Raum wirkt freier und größer.

Wenn du magst, fliese nur nötige Teilbereiche. Wurde früher das komplette Bad gefliest, beschränkt man sich heute meist auf die wirklich nötigen Flächen – etwa in der Dusche, über dem Waschbecken, hinter Toilette und Bidet und ein Stück über der Wanne. Die übrigen Wände streichst du stattdessen mit wasserabweisender Farbe. So bekommt das Bad einen wohnlicheren Charakter.

Hochwertiges Bad mit großer Badewanne und Fliesen in Holzoptik.

Die gleichen Fliesen an Wand und Boden wirken besonders harmonisch.

Besonders edel wirkt es, die gleichen Fliesen für Boden und Wände zu verwenden. Schon durch den unterschiedlichen Lichteinfall auf Boden und Wänden wirken die Fliesen verschieden, passen aber immer noch perfekt zusammen. Variiere das Format für noch mehr Abwechslung: Nutze zum Beispiel Fliesen der Größe 61 cm x 61 cm auf dem Boden und 30,5 cm x 61 cm an der Wand.

Auch die Beleuchtung beeinflusst die Gesamtwirkung des Raumes. Sorge überall für eine gute Ausleuchtung. So wirkt nicht nur jeder Bereich freundlich, hell und einladend – es wird auch nichts im Dunkeln „verschluckt“. Für eine gemütliche Stimmung beim Entspannungsbad am Abend sorgt darüber hinaus eine separate wasserunempfindliche Leuchte mit Dimmer.

Außerdem bringen unterschiedliche Farben und Materialien ihre eigenen Vor- und Nachteile mit: So schafft Holz beispielsweise ein warmes, elegantes Ambiente, allerdings eignet es sich mehr für Badmöbel und Accessoires als für den Boden. Natürlich gibt es auch nassraumgeeignetes Laminat und Parkett. Weniger empfindlich sind Fliesen, die es auch in Holzoptik gibt.

Badrenovierung: Vorher-nachher-Vergleich

Vorher-Nachher-Bild eines Badezimmers. Vorher: Rohbau mit Bodenleitungen und Heizkörper. Nachher: Graues Badezimmer mit Badewanne, Heizung, Toilette.

Vorher-Nachher-Bild eines Badezimmers. Vorher: Abgerissene gelbe Tapete und Holzfenster. Nachher: Weißes Doppelwaschbecken, Duschkabine und neue weiße Fenster.

Vorher-Nachher-Bild eines Badezimmers. Vorher: Raum voller Trümmer und einem Schubkarren. Nachher: Weiße Badewanne, Duschkabine und weißer Waschtisch auf schwarzen Bodenfliesen.

Badrenovierung: Arbeitsschritte in der Übersicht

Im Folgenden zeigen wir dir wesentliche Arbeitsschritte, die im Zuge deiner Badrenovierung anfallen können. Außerdem findest du hier Verweise auf unsere ausführlicheren Ratgeber, die dir das Vorgehen bei vielen Arbeitsschritten im Einzelnen erklären.

Vorwand-Installation bei der Badrenovierung

Renovierst du dein Bad, entstehen dabei viel Staub und Schmutz. Schütze daher Fußböden und Möbel in anderen Räumen mit Decken, Kartons und Folien. Reinige zwischendurch den Arbeitsbereich mit Besen, Schaufel und Kehrblech oder mit dem Staubsauger.

Eine praktische Alternative ist die Installation einer Vorwand. Dabei handelt es sich um eine zweite Wand, die du vor die bestehenden Wände oder in den Raum baust. In dem Zwischenraum werden alle Rohre, Leitungen und die Elektroinstallation verlegt. Dadurch minimierst du lästigen Staub während der Badsanierung. 

Das WC und den Waschtisch hängst du an die vorgefertigten Wandmodule. Mit einer Vorwand-Installation versteckst du auch alte Fliesen oder planst eine Ablage über den Sanitärobjekten ein. Alternativ schneidest du Fächer in die Senkrechte. Diese nutzt du zum Beispiel für Kosmetik, Handtücher oder Badaccessoires.

Alte Fliesen entfernen und neue verlegen

Heimwerker entfernt alte Fliesen mit einem Meißelhammer von der Wand.

Mit einem Meißelhammer lassen sich die Fliesen einfacher von der Wand lösen.

Fliesen bilden eine leicht zu reinigende und gegen Wasser unempfindliche Oberfläche. Das macht sie zu einem klassischen Bestandteil vieler Badezimmer. Allerdings ist auch eine Badrenovierung ohne Fliesen möglich – wirf dafür am besten einen Blick in unseren Ratgeber Badsanierung ohne Fliesen. Im Folgenden stellen wir dir drei Möglichkeiten vor, die alten Fliesen zu verstecken oder zu verbessern.

  1. Stemmen: Am aufwendigsten ist es, die alten Fliesen abzumeißeln. Anschließend verputzt du die Wand neu. Du kannst auch eine Gipskartonplatte darüber montieren, die allerdings für Feuchträume geeignet sein muss. Gestalte danach die neue Oberfläche, wie es dir gefällt.
  2. Überkleben: Bequemer ist es, neue Fliesen über die alten zu kleben. Je nach Ausführung des alten Fliesenmusters musst du die neuen Fliesen ebenfalls bis unter die Decke anbringen.
  3. Streichen: Einfach und mit nur minimalem Aufwand verbunden ist die dritte Option, die alten Fliesen mit Fliesenlack in anderen Farben zu lackieren.

Ist das schlichte Überkleben der alten Fliesen mit den neuen nicht möglich, müssen die alten zunächst entfernt werden, bevor das Badezimmer neu gefliest werden kann.  Hierfür räumst du zunächst den Raum leer und klebst die Umgebung ab, bevor du die Fliesen mit Hammer und Meißel oder einem elektrischen Bohrhammer von der Wand löst. Nachdem du gegebenenfalls entstandene Unebenheiten in der Wand ausgeglichen und für einen ebenen Untergrund gesorgt hast, kannst du mit Fliesenkleber die neuen Fliesen verlegen.

Neue Dusche einbauen

Dusche in Ecke von weiträumigem Bad neben Kommode mit Spiegel.

Als Rundumpaket bieten sich Duschkabinen an, die aus Duschwanne und Trennwänden bestehen und als eine Einheit eingesetzt werden.

Bei der Badrenovierung wird auch häufig die Badewanne oder Dusche ausgetauscht. Eine vergleichsweise einfache Komplettlösung für die Dusche ist dabei die Installation einer Duschkabine – sie besteht aus einer Duschwanne mit umgebenden Trennwänden. Möchtest du die Dusche hingegen etwas aufwendiger und luxuriöser im Zuge eines Umbaus ersetzen, kannst du auch eine bodengleiche Dusche in Betracht ziehen, die sich unmittelbar in die Umgebung des Badezimmers einfügt und zudem barrierefrei ist.

Bodengleiche Duschen vergrößern den Raum optisch und sind leicht zu betreten. Ältere Personen oder Menschen mit Beeinträchtigungen können direkt in die Dusche steigen, ohne einen 10 cm bis 18 cm hohen Rand überwinden zu müssen. 

In einem Neubau kann die ebenerdige Dusche direkt in den Estrich eingebaut werden. Wichtig dabei ist, dass du ein Gefälle von mindestens 2 % einhältst. Dies ist nötig, damit das Wasser gut abfließt. Bei einem nachträglichen Einbau, vor allem in Altbauten, erfordert das Gefälle allerdings aufwendige Stemmarbeiten in der Geschossdecke. Erst danach lassen sich die Aufbauhöhe des Abflusses und das nötige Gefälle erreichen.

Der Abfluss lässt sich auch in die Balkendecke verlegen. Hierbei solltest du aber einen Fachmann zu Hilfe nehmen, da die Verlegung oft nicht problemlos verläuft. Selbst flache Duschtassen, Abflüsse mit niedrigen Aufbauhöhen oder Pumpen, die das Abwasser in das Abflussrohr befördern, bringen häufig kein zufriedenstellendes Ergebnis.

Neue Wanne einbauen

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Auch bei der Badewanne stehen dir verschiedene Varianten offen. So kann eine Badewanne mit Füßen frei im Raum stehen – oder du nutzt eine fest installierte Wanne, um freie Ecken in kleinen Bädern zu füllen. Unabhängig vom gewählten Modell ist es aber besonders wichtig, bei der Installation auf den richtigen Standort zu achten. Schließlich muss ein geeigneter Anschluss der Wanne zum Abflussrohr an Wand oder Boden gegeben sein.

Neues Waschbecken montieren

Eine Person montiert ein neues Waschbecken im Bad.

Waschbecken werden per Wandhalterung befestigt.

Waschbecken werden in der Regel an der Wand festgeschraubt – auch wenn bereits ein Unterschrank mitgeliefert wird, auf dem das Becken aufliegt. Bringe daher für die Montage eines neuen Waschbeckens die Wandhalterung an, bevor schließlich das neue Becken mitsamt Ablauf und Armatur dazukommt.

 

Moderne Ausstattung

Ein weiß gefliestes, modernes Badezimmer mit Holzboden.

Nicht nur optisch, auch technisch können Badezimmer modernisiert werden: Wasser- und stromsparende Elemente sind auch im Bad sinnvoll.

Die Renovierung des Badezimmers kannst du nutzen, um veraltete Einrichtung auszutauschen und stattdessen eine zeitgemäße Ausstattung zu installieren. Moderne Armaturen sparen Wasser, während neue Leuchten den Energieverbrauch reduzieren. So schonst du die Umwelt genauso wie deinen Geldbeutel. Außerdem erhöhen eine Regendusche oder Fußbodenheizung den Komfort in deinem neuen Bad.

Elektroinstallation im Bad

Im Badezimmer gibt es drei Installationszonen für Elektrik. Diese sind in der ÖVE/ÖNORM E 8001-4-701 festgelegt. Der Stromkreis für das Badezimmer braucht einen Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) beziehungsweise RCI. Der Fehlerstrom-Schutzschalter kappt bei vorliegenden Fehlern die Stromversorgung im gesamten Badezimmer und schützt so das Leben der Bewohner.

Hinweis: Lass die Elektrik im Bad unbedingt von einem Fachbetrieb installieren.

Schalter und Leitungen ragen aus der Einlassung in der Wand heraus.

Elektroinstallationen sollten stets von Fachleuten durchgeführt werden.

Schimmel vorbeugen im Bad

Badezimmer sind aufgrund der hohen Feuchtigkeit oft anfällig für Schimmel. Dies gilt vor allem für innen liegende Bäder. Am besten berücksichtigst du diesen Punkt schon bei der Badplanung und baust ein Lüftungssystem ein. Viele moderne Lüftungssysteme sind mit einem Bewegungsmelder oder dem Lichtschalter verbunden und führen Feuchtigkeit und Gerüche zuverlässig nach draußen. Auf diese Weise reduzierst du die Gefahr von Schimmel und erhältst eine angenehme Raumatmosphäre.

Fensterrahmen mit Kondenswasser an Rand und Ecken.

Bei unzureichender Belüftung droht Schimmelbefall. Das gilt besonders für das Bad, wo die Luftfeuchtigkeit in der Regel besonders hoch ist.

Bad dekorieren statt renovieren

Badezimmer mit beigen Wänden schwarzen Fliesen Eckbadewanne dunklem Waschbecken Stuhl und bestückten Regalen

Es muss nicht immer gleich renoviert werden: Mit Deko, Möbeln und Pflanzen kann es Badezimmer unkompliziert und kostengünstig umgestaltet werden.

Wenn du eine Renovierung vermeiden möchtest, kannst du schon mit der richtigen Dekoration frischen Wind in dein Bad bringen. Nutze Farben, um ansprechende Akzente und Kontraste zu setzen, und ergänze dein Bad mit dekorativen Accessoires, die deinem Stil entsprechen. Auch neue Möbelstücke, Pflanzen, Kerzen und Textilien können die optische Wirkung des Raumes nachhaltig verändern.

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