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Bad mit Dachschräge – die wichtigsten Planungstipps

Zuletzt aktualisiert: 22.07.20194 Minuten
Skizze von Bad unter dem Dach mit Fenstern in Dachschräge

Für die Badplanung ist eine Schräge im Raum häufig eine Herausforderung. Mit einer überlegten Herangehensweise lässt sich der begrenzte Platz allerdings geschickt nutzen.

Wie lässt sich ein Bad mit Dachschräge planen?

Ein Bad mit Dachschräge hat Vorteile, stellt jedoch den Planer auch vor einige Herausforderungen. So muss bei der Planung die Raumhöhe, die Statik und die Dämmung beachtet werden. Das Aufzeichnen eines Grundrisses und des Durchspielen verschiedener Anordnungen ist hier hilfreich. Um das Bad optisch heller und größer zu machen, sind zudem ein einheitlicher Farbton an den Wänden sowie zusätzliche Lichtquellen ratsam. Wenn Sie außerdem die Nischen, die durch die Dachschräge entstehen, sinnvoll nutzen und platzsparende Badelemente einsetzen, steht Ihrer Wohlfühloase unter dem Dach nichts mehr im Wege.

Eine gute Planung schafft neue Räume

Unabhängig davon, ob Sie den Traum von Ihrem neuen Bad in der oberen Etage selbst verwirklichen oder sich von Experten unterstützen lassen – das Projekt einmal vorab genau zu durchdenken und die wichtigsten Punkte festzulegen, erleichtert die spätere Umsetzung erheblich.

Damit die gewünschte Aufteilung konkrete Formen annimmt und sichtbar wird, was wo hinpasst, empfiehlt es sich, den Grundriss grob aufzuzeichnen und Dusche, Waschbecken, WC und Wanne auf dem Papier hin- und herzuschieben. So lassen sich verschiedene Optionen durchspielen und wieder verwerfen.

Denn je konkreter die Vorstellungen vor der Umsetzung sind, umso besser lassen sich die Kosten sowie die nötigen Arbeitsschritte und der damit verbundene Aufwand abschätzen. Die folgenden Hinweise liefern Ihnen Anhaltspunkte für Ihre individuelle Projekt-Planung.

Grundriss Skizze eines Bades unter dem Dach

Bauliche Bedingungen bedenken

Neben der Dachneigung und der daraus resultierenden Raumhöhe ist die Statik entscheidend. Denn nur wenn die Decke der darunterliegenden Etage ausreichend tragfähig ist, lässt sich dort später auch eine ausladende Badewanne oder vielleicht sogar eine Sauna installieren.

Bei einem Neubau oder der Verlegung der persönlichen Wohlfühl-Oase unter das Dach, empfiehlt es sich, zuvor die entsprechenden Genehmigungen zu prüfen oder einzuholen. Darüber hinaus stellt das Bad unter dem Dach auch spezielle Anforderungen an die Dämmung.

Der Raum sollte nicht nur gut isoliert werden, sondern gleichzeitig für Feuchtbereiche geeignet sein. Eine spezielle Trittschall-Dämmung sorgt dafür, dass nicht jeder Schritt überall zu hören ist.

Helle Oase mit Ausblick

Große Dachfenster lassen viel Tageslicht hinein, ermöglichen eine gute Belüftung und öffnen außerdem den Blick zum Himmel. Durch die schrägen Wände entstehen jedoch zuweilen dunkle Ecken, die den Raum optisch verkleinern.

Daher empfiehlt es sich, die Wände in einem einheitlichen Farbton zu gestalten, um die gesamte Fläche luftiger wirken zu lassen. Auffällige Kontraste sind nur bei einem großzügigen Grundriss ratsam, bei begrenztem Platz vermeiden helle und harmonische Farbwelten ein Gefühl von Enge und sorgen stattdessen für ein ruhiges und offenes Raumempfinden.

Zusätzliche Lichtquellen, wie beispielsweise Bodenspots, die Schrägen und Nischen ganz gezielt ausleuchten, verringern die Höhenunterschiede und lassen das gesamte Bad größer erscheinen.

Skizze eines Bades mit Dachschräge

Schrägen und Winkel erfordern Maßarbeit

Die individuelle Neigung des Daches schränkt den Bewegungsraum ein und lässt Nischen entstehen, die keiner Norm entsprechen. Geschickt genutzt bietet dieser so genannte Kniestock oder Drempel Flächen, um unterschiedliche Badutensilien platzsparend unterzubringen.

In offenen Regalen können Sie Handtücher stapeln, Seifen, Shampoos oder Kosmetika in Schränken mit Schiebetüren verschwinden lassen und in einer klappbaren Sitzbank macht sich die gebrauchte Wäsche unsichtbar. Solche Einbauten sind zumeist Maßanfertigungen und sollten entsprechend sorgfältig bedacht und an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden.

Ein besonderer Blickfang können Selbstbaumöbel sein. Die Lieblingsstücke aus Kisten, Paletten oder Echtholz lassen sich nicht nur unterschiedlich konfigurieren, sondern auch mit Akzentfarben individuell gestalten.

Zwei Standflächen Skizzen eines Bades mit Dachschräge

Platz schaffen und geschickt planen

Die Dachneigung macht mitunter den Einbau von Dusche, WC, Wanne und Waschbecken zur Herausforderung. Denn sie finden unter der Schräge nur dann Platz, wenn nicht ständig die Gefahr besteht, sich den Kopf zu stoßen. Die niedrigste Standhöhe erfordert das WC.

An seiner Hinterkante sind lediglich 1,30 m nötig, vorne sollten es zwischen 1,75 und 1,90 m sein. Die Wanne ist ebenfalls für die Bucht unter dem Dach oder sogar unterhalb des Fensters geeignet. Sofern sie keine zusätzliche Duschfunktion hat, genügen 1,50 m, optimal wären allerdings 2 m.

Diese Höhe empfiehlt sich auch für den Waschplatz mit Spiegel, Becken und Unterschrank. Besonders weit muss die Decke für die Dusche entfernt sein. Damit die Brause sich noch montieren lässt, sind 2,20 m erforderlich.

Bei begrenztem Raum ist es sinnvoll, besonders platzsparende Badelemente zu verwenden. Ein Wand-WC mit verkürzter Schüssel, eine asymmetrische oder Eck-Wanne sowie ein schmalerer Waschtisch mit passendem Unterschrank lassen mehr Bewegungsfreiheit zu. Für die Wahl der Dusche empfiehlt sich ein begehbares Modell mit faltbaren Türen.

Zur Seite geklappt bieten sie die Möglichkeit, die Fläche mitzunutzen, wenn gerade kein Wasser läuft. Zusätzliche Konsolen oder in die Wand integrierte Nischen schaffen Abstellgelegenheiten für Waschlotionen, Shampoos und andere Kosmetika ohne den Bewegungsradius einzuschränken.

Bad mit Dachschräge Standflächen Skizze
Bad mit Dachschräge Seitenansicht Skizze

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